Faire Schokolade schmeckt besser!

Ob auf dem Brotaufstrich, als Kuchen oder Nachspeise, Schokolade ist für viele Menschen in Ihrem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Der Schokoladenkonsum in Deutschland ist in den letzten Jahren leicht gestiegen. Pro-Kopf werden hierzulande im Jahr ca. 11,6 Kilogramm verbraucht. Ob klein oder groß, jung oder alt, in fast jeder Altersgruppe gibt es Menschen, die sogar täglich ihren Schokoladengenuss brauchen. Leider ist auch Schokolade-Essen nicht ohne Beigeschmack. In Deutschland und vielen anderen Ländern freuen sich Kinder über Schokolade, in Ländern wie Afrika nicht. Diversen Medienberichten zufolge profitiert die Schokoladenindustrie dort u. a. von Sklavenarbeit, bzw. Kinderhandel und Kinderarbeit.

In der ARD Dokumentation „Schmutzige Schokolade“ wird über diese Missstände berichtet. Spätestens nach diesen rund 45 Minuten, sollte jedem klar sein, dass man als Konsument auch hier hinterfragen sollte. Wenn man als Verbraucher Systeme unterstützt, die andere Menschen ausbeuten und versklaven, sollte man darüber Bescheid wissen und sich über das eigene Konsumverhalten Gedanken machen. Vielen Menschen ist nicht klar, dass sie mit ihrem Kaufverhalten diese schlimmen Handlungsweisen unterstützen. 

Schokolade besteht zu großen Teile aus Kakao, welcher aus Kakaobohnen gewonnen wird. Woher beziehen die Firmen eigentlich Ihre Kakaofrüchte? Viele Schokoladenhersteller erhalten die Kakaobohnen aus Südamerika, doch die Meisten kommen von der Elfenbeinküste. In dem Staat in Westafrika sollen für unsere Schokolade Kinder als Sklaven arbeiten. Die Großkonzerne wollen davon nichts wissen und schieben alles auf Zwischenhändler. Sie suggerieren fairen Kakaohandel und können selber nicht lückenlos alle Handelswege offen darlegen. Wollen Sie das überhaupt? Hauptsache der Käufer sieht ein paar nette Schlagworte wie „Fairer Anbau“, „aus geprüften Plantagen“ oder diverse Siegel und meint so mit einem besseren Gewissen in die Schokolade beißen zu können. Doch auch hier könnte man eher eine Verkaufsmasche dahinter sehen, als eine wirkliche Veränderung. 

Es gibt aber auch Organisationen, die Öffentlichkeitsarbeit für die Mittellosen Arbeiter betreiben, auf Missstände aufmerksam machen und aufzeigen, was hinter der schönen Fassade der leckeren Süßigkeiten so passiert. Dinge hervorheben, die auf Süßwarenmessen nicht gezeigt werden. So zum Beispiel auch das INKOTA-netzwerk e.V. Mit der Kampagne „Make Chocolate Fair!“ setzen sie sich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Kakaobauern und -bäuerinnen ein und fordern das Ende ausbeuterischer Kinderarbeit. Wir finden, dass dies ein guter Ansatz ist und möchten diese Kampagne unterstützen. Natürlich hat das gesamte Team von testlabor.eu auch unterschrieben und wir hoffen, dass uns viele Leser folgen werden.  

 

Bilder: Timo Klostermeier  / pixelio.de

 

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