Feinstaubmessgerät PCE-RCM 05

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in Untersuchungen festgestellt, dass es eigentlich keine Feinstaubkonzentration gibt, unterhalb derer keine schädigende Wirkung zu erwarten ist. Somit unterscheidet sich Feinstaub von Strahlung oder anderen Schadstoffen wie z. B. Kohlenmonoxid, für die es Grenzwerte gibt, unter der keine großen Gesundheitlichen Probleme zu erwarten sind. Nicht nur kurzzeitig erhöhte Konzentrationen können zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen führen, gerade längerfristig vorliegende, geringere Konzentrationen wirken gesundheitsschädigend. Die Feinstaubbelastung sollte also so gering wie möglich sein. Der beste Wert des Messgerätes liegt zwischen 0 und 50µm/m³.  

Unser erster Testraum ist ein etwa 60m² großes Gemeinschaftszimmer, in welchem jedoch nicht geraucht wird. In diesem haben wir vor dem Test mehrere Tage nicht gelüftet, um zu sehen wie sich die hier die Feinstaubkonzentration verhält. Das Gerät zeigt einen hohen Wert über 200µg/m³ mit roter Hintergrundbeleuchtung an, was natürlich deutlich zu hoch ist. Kein Wunder, denn in diesem Raum sammeln sich täglich mehrere Personen und es tummeln sich somit u.a. auch jede Menge unsichtbare Bakterien im Raum, welche ausgeatmet wurden. Nach dem Lüften verbessert sich der Wert und wechselt in den normalen Bereich, mit dem hellweißen Hintergrund. Weiter geht es in den Raucherraum. Hier springt das Feinstaubmessgerät auf 452µg/m³. Der Gesichtsausdruck des Smileys spricht Bände; in diesem Raum herrscht Feinstaubalarm! Auch hier hilft etwas Lüften, um den Wert wieder auf ein ertragbareres Level zu senken. Die maximale Partikelkonzentration beträgt mit diesem Messgerät 500 µg/m³.

Anders sieht es in unserem Test-Büro aus. Hier wird zwar nicht geraucht, dafür gibt es Drucker, Computer, Aktenvernichter und andere Elektrogeräte, welchen den Büroalltag mit Feinstaub belasten. Das Büro in dem wir messen gehört zu einer Person, welche gleich am morgen vor dem Benutzen aller Geräte den ersten Wert misst. Dieser beträgt angenehme 2 µg/m³. Im weiteren Verlauf werden Ausdrucke mittels Laserdrucker gemacht. Interessanter weise steigt der Wert hierbei nur minimal um ca. 10 µg nach oben. Anders sieht es da beim benutzen des Aktenvernichters aus. Nach dem Verwenden und Öffnen der Schublade erhalten wir einen Wert von 350 µg/m³, jedoch nur in unmittelbarer Nähe des Auffangbehälters. Die Raumluft an sich wurde durch den Vorgang kaum beeinflusst, da die Innenraumbelastung in diesem Büro insgesamt sehr gering ist. Ein kurzes Lüften hat in diesem Zimmer sogar eine Gegenteilige Wirkung verursacht. Dadurch, dass etwas Schornsteinluft durch anliegende Häuser durch das Lüften in das Büro gelang, hat sich der Wert dadurch wieder etwas verschlechtert. Es kommt also immer auf die jeweilige individuelle Situation an, um die Feinstaubbelastung zu verändern.  

Der Akku hält im Test aufgrund seiner ständigen Dauerbeleuchtung, seines permanenten Messablaufs dreier Werte und des Lüfters bereits nach etwa 24 Stunden leer. Aufgeladen wird das Produkt mittels MicroUSB-Kabel, welches beispielsweise über den PC oder einen optionalen Netzadapter erledigt werden kann. Die Aufladung ist via Netzstecker in ca. 3 Stunden erfolgt. Über den PC dauert es rund 5 Stunden.

Fazit: Das Feinstaubmessgerät RCM 05 von PCE ist ein hochpräzises und zugleich alltagstaugliches Messgerät, welches einfach zu bedienen ist. Zudem weist es gute Materialeigenschaften und Funktionen auf. Der leicht brummende Lüfter und die etwas kurze Akkudauer sind nur wenige Punkte, die wir an dem Feinstaubmessgerät von PCE im Test zu bemängeln haben. Ansonsten überzeigt das das Feinstaubmessgerät im Test größtenteils. Das Messgerät wird derzeit für rund 118 EUR angeboten. Ein stolzer, aber auch gerechtfertigter Preis, da man hier verlässliche Werte über Feinstaub, Temperatur und Luftfeuchtigkeit erhält. Günstigere Produkte gibt es in diesem Bereich natürlich zu genüge, doch diese können mit der Präzision oftmals nicht mithalten, vor allem was die Feinstaubbelastung und Luftfeuchte angeht.

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Kommentare   
+1 # Smokey 2020-01-20 09:19
Unglaublich wenn man das Gerät in einem Raum wo geraucht wird anmacht und Werte im 300er oder 400er Bereich kommen. Da wird einem erst bewusst wie schlimm die Raumluft durch Zigarettenrauch beinflusst wird. Und das atmet man tag für tag ein! :eek:
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+2 # ABM 2020-01-17 08:35
Nein, mit dem Feinstaubmessgerät können keinerlei Gase erkannt werden, sondern nur, wie der Name schon sagt, Feinstaub.
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+1 # Heralbert 2020-01-16 14:55
Kann ich damit auch Gase messen? Z.B. CO?
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