Christopeit Total Exerciser TE 1

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Wer gerne zu Hause trainiert, aber nicht das nötige Kleingeld für mehrere Fitnessgeräte oder genügend Platz dafür hat, für den empfehlen sich sogenannte Mini-Kraftstationen. Sie sind meist kleiner als normale Hantelbänke und lassen sich zusammenklappen. Zudem vereinen sie mehrere Übungen. Ein solches Multitalent ist auch unser heutiger Testkandidat, der Total Exerciser TE 1. Mit diesem Trainingsgerät sollen sich in über 40 unterschiedlichen Übungsmöglichkeiten fast alle Muskeln des Körpers trainieren lassen. Wir wollten es genauer wissen, haben das Produkt ausgiebig getestet und präsentieren heute unseren Testbericht.

Wir haben den Total Exerciser mit unterschiedlichen Probanden anhand folgender Kriterien getestet: Materialeigenschaften, Ausstattung, Funktion und Handhabung.

Aufbau und erster Eindruck

Das rund 25 kg schwere Produkt wird in einem ca. 120 cm x 46 cm großen Karton geliefert. Die Bedienungsanleitung ist gut strukturiert, illustriert und erklärt in leicht verständlichen Schritten den Aufbau. Zudem enthält sie wichtige Empfehlungen und Sicherheitshinweise. Für den Aufbau müssen wir lediglich das vormontierte Trainingsgerät ausklappen und die Hantelstangen sowie Fußhalterung montieren. Hierzu gibt es im Lieferumfang sogar die passenden Schraubenschlüssel. Weitere Werkzeuge sind nicht notwendig. Hantelscheiben gehören nicht zum Lieferumfang. 

 

Auch gibt es einen Entriegelungsknopf, der außerdem als Arretierung dient. Beim Aufklappen sollte daher genau darauf geachtet werden, ob der Riegel vollständig draußen ist und die Stangen fest sind. Die Karabinerhaken sind von der Materialqualität her zwar gut, dafür bemerken wir im Test am oberen Ende des Rollschlittens ab und zu eine kleine Verschließproblematik. Die Fußhalterung wird lediglich mit einem Sicherungsstift befestigt und wackelt in der Halterung etwas hin und her. Die hinteren Fußkappen lösen sich Bewegen leicht ab.

Zudem können wahlweise eine Halterung und das Seil der Fußmanschette montiert werden. Es sollte je nach Übung entweder die Vorrichtung und das Seil der Fußmanschette oder das Seil mit den Handgriffen mit dem Rollschlitten verbunden werden. Der Rest wurde bereits ordentlich und gut verbaut sowie verschraubt. Dennoch empfiehlt sich vor der Verwendung, und so schreibt es auch der Hersteller, eine abschließende Kontrolle über alle Verschraubungen und Steckverbindungen. Auch muss sichergestellt werden, dass die Schienen ordnungsgemäß auf den Rollen sitzen. Diese sind aus Hartplastik, wirken aber dennoch sehr solide. Wie lange die Rollen letztendlich halten, werden erst die Dauertests zeigen. Die Materialien des Total Exerciser wirken insgesamt wertig. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Der Total Exerciser ist laut Hersteller bis zu einem Körpergewicht von 120 kg geeignet. Zudem trägt das Produkt ein TÜV und GS-Prüfsiegel. Beim Hersteller handelt es sich um die Firma Top-Sports Gilles GmbH. Produziert wird der TE 1 in China.

 

Im aufgebauten Zustand beträgt das Stellmaß des Total Exerciser 185x62x97 cm (LxBxH). Besonders robust und standfest ist das 35 x 25 mm große Vierkant Stahlrohr. Die Stemmbügel sind mit Schaumgummi überzogen und haben eine ca. 15 cm breite Grifffläche. Die Fußhalterung hat die Maße 20 x 50 cm. Das Trainingspolster ist mit 102 x 34 x 3 cm (LxBxT) für unseren Testproband mit einer Körpergröße von 176 cm groß genug. Für Anwender mit einer Körpergröße von 185 cm und mehr wird es jedoch auf dem Gerät insgesamt etwas knapp. Das Polster kann auf dem Rollschlitten in fünf verschiedenen Neigungswinkeln ca. 80 cm hoch und runterbewegt werden. Beim Training spielt die Sitzposition ebenfalls eine große Rolle. Bewegt wird der Schlitten wahlweise per Abstützen auf der Fußhalterung, an den Stemmbügeln oder per Seilzüge. Die Handgriffe können entweder einseitig oder beidseitig verwendet werden. Der TE 1 macht einen stabilen und standfesten Eindruck. Auch von der Optik her kann der Total Exerciser sehr überzeugen!


 

Der Total Exerciser im Test

Der Hersteller gibt Anwendern neben der Bedienungsanleitung auch eine Trainingsanleitung mit nach Hause. Zudem werden spezielle Übungen für Frauen und Männer sowie Übungen für Fortgeschrittene beschrieben. Grundsätzlich kann man sagen, dass sich der Total Exerciser sowohl für Anfänger als auch fortgeschrittene Anwender eignet. Man hat die Wahl als Widerstand ausschließlich sein eigenes Körpergewicht zu nutzen oder zusätzliche Hantelscheiben zur Gewichtserhöhung zu verwenden. Auch die Bestimmung der verschiedenen Neigungswinkel bestimmt die Intensität der Trainingseinheiten. Je höher das Gerät eingestellt ist, desto schwerer sind die Übungen und umgekehrt. Wir testen natürlich alle Varianten und beginnen mit den normalen Übungen mittels Eigengewicht.

Vor dem Training darf natürlich das Aufwärmen der Muskeln nicht fehlen. Dies ist besonders wichtig um Verletzungen vorzubeugen. Der Testproband beginnt danach mit leichten Streckübungen, Überzügen, Butterflys und Ruderübungen. Das Hin- und Herfahren mittels Rollschlitten funktioniert im Test einwandfrei. Der Schlitten gleitet souverän und ohne zu wackeln an den Schienen entlang, und in den unteren Stufen erweist sich das Ganze als eine gute, zusätzliche Aufwärmübung. Der Seilzug, die Umlenkrollen und der Schlitten laufen sauber und mit einem zwar hörbaren, aber nicht zu lauten Laufgeräusch. Auch bemerken wir keinerlei Blockierungen oder Verwacklungen. Beim Rudern oder Latziehen rutscht das Gerät beim Trainieren auf glatten Untergründen etwas nach vorne. Bei Teppichböden oder PVC tritt dieser Vorfall nicht auf.

Wenn der Tester unten liegt, kommt er nicht an die Seile bzw. Griffe heran. Erst wenn er sich etwas nach oben schiebt. Liegt unser Proband während einer Übung zu weit oben, stößt er sich beim nach oben fahren den Kopf an der oberen Stange an. Auch kommt es im Test vor, dass bei Probanden, welche lange Haare haben, sich diese unter die Räder verfangen. Beide Vorkommnisse lassen sich jedoch einfach lösen. Zum Beispiel indem darauf geachtet wird, dass der Kopf und die Haare nicht über dem oberen Ende des Polsters herausragen. Auch hilft es den Kopf beim Training anzuheben. Eine Kappe ist hier ebenfalls hilfreich. 

Die Höhe lässt sich einfach und schnell verstellen und mittels Sicherheitsbügel fixieren. Für den Arme-, Brust- und Schulterbereich gibt es besonders viele Übungsvarianten. Hierzu zählen u. a. Curls, Bankrücken, Butterfly, Rudern, Überzug und vieles mehr. Sogar die Unterarme können mit dem TE 1 trainiert werden. Im Grunde kann mit dem TE 1 fast jeder Muskel im Körper angesprochen werden. Mit nur einer Übung werden sogar meist mehrere Muskelgruppen gleichzeitig angesprochen. Was in der Trainingsanleitung nicht steht, aber praktisch auch möglich ist, dass auch unterschiedliche Übungen im Stehen möglich sind. Hierzu stellt sich der Anwender einfach neben oder hinter das Gerät und zieht an den Griffen. Zudem lassen sich weitere Varianten wie Trizepsdrücken, Kickbacks und vieles mehr mit dem Total Exerciser durchführen. Auch Latübungen können mit dem Trainingsgerät ausgeführt werden.

Die Übungen mit dem eigenen Körpergewicht sind bereits sehr effektiv und je nach Neigungswinkel auch anstrengend. Damit unser Tester jedoch noch etwas mehr ins Schwitzen kommt, testen wir nun weitere Übungen mit zusätzlichen Gewichten. Eine Angabe, wie viel Maximalgewicht als zusätzliche Gewichte angebracht werden dürfen gibt es nicht. Auf Anfrage teilte uns der Hersteller jedoch mit, dass das Körpergewicht in Verbindung mit dem verwendeten Zusatzgewicht das maximal zulässige Personengewicht von 120kg nicht überschreiten darf. Wenn also beispielsweise ein Benutzer 80 kg wiegt, dann darf er höchstens 40 kg (20 kg pro Seite) an Gewichten hinzufügen. Was ebenfalls möglich ist: Den Rollschlitten mit Gewichten bestücken und den TE 1, ohne auf dem Polster zu sitzen, verwenden. So wären zum Beispiel auch 80 kg möglich.

Im Test verwenden wir ca. 3 cm breite Hantelscheiben aus Gusseisen in den Gewichtsstufen 2,5 kg, 5 kg und 10 kg. Die Hantelscheiben hinterlassen auf den 15 cm langen, lackierten Scheibenaufnahmen ihre Spuren. Empfehlenswerter sind hier gummierte Hantelscheiben. Im Test passen pro Seite maximal bis zu vier Hantelscheiben auf die Stangen. Diese können dann gerade so mit den mitgelieferten Federklemmringen fixiert werden. Bei anderen Hantelscheiben, mit einer Breite von 2 cm, können wir im Test sogar 5 Scheiben inkl. Klemmring pro Seite anbringen. Da die Stangen unter dem Rollschlitten miteinander verschraubt wurden, halten diese im Test auch großem Gewicht gut Stand. Diese Schrauben sollten öfter kontrolliert werden.

Der Total Exerciser schafft im Test 120 kg Gesamtbelastung genauso leicht wie die Hälfte an Gewicht. Die größte Scheibe hat ein Gewicht von 10 kg mit einem Durchmesser von knapp 30 cm. Der Total Exerciser lässt sich am oberen Ende zwischen 30 cm und rund 90 cm in der Höhe verstellen. Wenn hier also noch der höchste Neigungswinkel eingestellt wird, kommt schon einiges an Widerstand auf den Anwender zu. Auf der untersten Stufe können wir den TE 1 mit den 10 kg Scheiben, mit dem großen Durchmesser von knapp 30 cm, jedoch nicht einstellen. Erst ab Stufe 2 berühren sie nicht den Boden. Kleinere Scheiben mit 5 kg, 2,5 kg oder weniger stellen auf allen Höhen kein Problem dar. Unser männlicher Proband hat eine Armspannweite von 175 cm und kommt im Test mit den Seillängen gut klar. Bei einzelnen Übungen wird es zwar etwas knapp, aber das kann meistens mit einem Positionswechsel auf dem Rollschlitten augeglichen werden.

Ein weiterer Höhepunkt des Trainingsgerätes ist, dass es auch als eine Beinpresse genutzt werden kann. Die Kniebeugen funktionieren im Test ebenfalls ohne Probleme. Gerade in der höchsten Stufe und mit zusätzlichen Gewichten kommt diese Übung voll zur Geltung. Diese Funktion haben Kraftstationen meist nicht anzubieten. Hier gibt es meistens nur Beinbeugen, welche sich mit dem Total Exerciser auch durchführen lassen. Das Fersenheben, welches gut für die Wadenmuskulatur ist, funktioniert im Test ebenfalls gut. Weitere Beinübungen sind u. a. Ausfallschritte sowie vorderes und seitliches Beinheben. Der TE 1 ist also auch in Sachen Beinmuskulatur sehr vielfältig einsetzbar. Was in der Trainingsanleitung allerdings fehlt, ist eine Anleitung bezüglich der Fußmanschette. Hierzu kann man eine weitere Halterung anstecken und ein weiteres Seil anbringen. Damit lässt sich das vordere Beinheben besonders gut ausführen. Auch hiermit können weitere Übungen durchgeführt werden. Was bei diesem Gerät nicht außer Acht gelassen werden darf, ist, dass viele Übungen nicht so „sauber“ wie an Profigeräten ausgeführt werden können. Daher sind langsame und bedachte Ausführungen wichtig, auch in Hinblick auf Verletzungen. Trainingseinheiten sollten niemals zu schnell ausgeführt werden!

Zugeklappt beträgt das Stellmaß nur 115 x 62 x 20 cm (LxBxH). Somit kann das Gerät nach dem Training einfach verstaut werden, ohne viel Platz wegzunehmen. Beim Tragen muss man jedoch aufpassen, wie man das Produkt nimmt. Zwar gibt es eine Sicherung für die Stangen, doch der Rollschlitten ist damit nicht fixiert und rutscht hin und her. Auch das Aufklappen ist schnell passiert. Unser Tester hielt sich bereits vor dem Gerät fit, bemerkte aber am Tag nach dem ersten Test sowie an den weiteren Testtagen Muskelkater. Generell hat der TE 1 einen sehr guten Eindruck auf die Tester hinterlassen.

Fazit: Beim Total Exerciser TE 1 ist der Name Programm, denn mit diesem Gerät können mehr Muskeln angesprochen werden, als mit den meisten normalen Hantelbänken. Die Übungsvarianten sind besonders vielfältig und das Produkt lässt sich souverän anwenden. Das Trainieren macht aufgrund der Abwechslung mit diesem Gerät Spaß und verleitet zum längeren Training. Das Produkt eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Vor allem ist es eine zusätzliche Bereicherung für das Heimstudio, alleine schon durch die vielen Brust- Rücken- und Schutlerübungen, sowie die Beinpressenfunktion. Zudem nimmt es im zusammengeklappten Zustand kaum Platz weg und macht optisch wie auch materialtechnisch eine gute Figur!

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