Tchibo Cafissimo Classic

Kaffekapselmaschinen sollen vor allem eines können: Den Kaffeealltag vereinfachen. Auf die Schnelle eine Tasse Kaffee machen, ohne viel Aufwand. So lautet die Devise in einer Gesellschaft, wo oftmals kaum noch Zeit für Genuss da ist. Auch Tchibo hat eine solche Kapselmaschine im Angebot. Die Cafissimo soll sich laut Hersteller sogar für den „perfekten Espresso, Caffè Crema, Filterkaffee und Tee“ eignen. Das klingt gut und ist Grund genug, um diese Kapselmaschine einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir haben das Produkt innerhalb der letzten vier Monate ausgiebig getestet und verraten im folgenden Testbericht, ob uns das Gerät überzeugen konnte oder nicht.

Wir testen und bewerten die Kaffeekapselmaschine von Tchibo anhand folgender Kriterien: Handhabung, Funktionen, Ausstattung und Sensorik. Als Lieferumfang gibt es zu der Cafissimo nur eine ausführliche Bedienungsanleitung. Zur festen Ausstattung gehört als besonderes Merkmal nur der Milchaufschäumer. Vom äußeren Erscheinungsbild gibt es bei der Kapselmaschine von Tchibo keine Einwände. Die Cafissimo Classic „Hot Red“ gibt optisch viel her und wirkt auch aufgrund ihrer Materialen solide und wertig. Mit ihren Maßen von ca. B 20 x H 38 x T 29 cm passt die Cafissimo gut auf die Küchenzeile, ohne viel Platz wegzunehmen. Mit rund 5 kg (ohne Wasser) ist diese nicht gerade ein Leichtgewicht, dafür rutscht sie nicht wie andere Kapselmaschinen ständig hin und her.

An der Platzierung der Bedienelemente gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln. Auf der oberen Seite wurden in einer Reihe u.a. Auswahltasten für Filtercafe, Caffè Crema und Espresso platziert. Zudem gibt es eine Wasserstandsanzeige in Form einer LED. Ist diese rot, muss Wasser in den Wassertank eingefüllt werden. Hier passen jedoch nur 1,2 Liter hinein. Zudem sitzt der Deckel etwas unglücklich auf dem Behälter, sodass dieser im Test hin und wieder abrutscht. Dafür ist der Tank abnehmbar, was wir wiederum sehr gut finden. Oben rechts befindet sich der Drehknopf für Dampf- und Heißwasser.

Zwischen dem Kapselhalter und der Auffangschale sind nur ca 13 cm Abstand, sodass große Kaffeetassen gerade noch hineinpassen. Beim Herausnehmen der Kapseln wird es hierbei sehr eng. Im Test müssen wir große Tassen daher vorher herausholen. Für kleine Espressotassen gibt es dafür einen herunterklappbaren Espresso-Tisch. Der Milchaufschäumer befindet sich rechts neben dem Kapselhalter. Unten sehen wir noch eine Abtropfschale mit Gitter. Sehr schön: Die kleine Schale hat einen Schwimmer, der die Flüssigkeit in der Abtropfschale anzeigt.

Weiter geht es mit der Bedienung der Cafissimo Classic: Die drei Kaffeesorten Filtercafe, Café Crème und Espresso lassen sich wahlweise anhand den Bedienknöpfen einstellen. Blau steht dabei für den normalen Kaffee, Gelb für Café Crema und grau für Espresso. Die einzelnen Lichtmodi lassen jedoch in puncto Farbtreue etwas zu wünschen übrig. Wir verwenden für unseren Kaffee-Test folgende Kapseln: Cafissimo Kaffee kräftig, Caffè Crema Columbia, Caffè Crema India und Espresso Brasil. Jede Kapsel ist für nur eine Tasse portioniert, und die Pulvermenge liegt je Portion bei rund 8 Gramm.

Die Cafissimo bietet folgende Getränkemengen:

  • Filterkaffee: 125 ml
  • Café Crème: 125 ml
  • Espresso: 50ml

Diese werkseitig eingestellten Mengen können für jede Kaffeesorte individuell verändert werden. Hierzu müssen wir im Test so lange auf die jeweilige Taste drücken, bis die gewünschte Fülle erreicht wurde. Diese wird dann von der Maschine gespeichert. Das bedeutet jedoch, dass bei der Verwendung von kleinen Tassen diese wieder neu abgestimmt werden müssen, damit der Kaffee nicht überläuft. Die Möglichkeit des Brühabbruches gibt es auch. Hierzu drückt man während des Vorgangs einfach noch einmal die jeweilige Taste. Die geringste einstellbare Menge liegt bei 25 ml. Ein normaler Espresso sollte mindestens 30 ml beinhalten. Auch Kaffee wird im Normalfall in einer anderen Dosis getrunken. Wir haben die vom Hersteller voreingestellten Füllmengen daher auf ein etwas höheres Niveau eingestellt.

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