Coolpo AI Huddle PANA

Vor allem seit der Home-Office-Pflicht gehören Videokonfernezen zum täglichen Bedarf vieler Selbständiger und Arbeitnehmer. Auch Schüler verbringen seit dem Home-Schooling teilweise mehr Zeit vor Webcams als auf Schulbänken. Es überrascht also nicht, dass Videokonferenzen durch die jüngsten historischen Ereignisse einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung erfahren haben. Wir haben mit dem COOLPO AI Huddle PANA eine Intelligente 360° All-in-one Konferenzlösung im Test und präsentieren heute den Testbericht.

Wir testen und bewerten den COOLPO PANA anhand folgender Kriterien: Material, Funktion, Handhabung. Als Lieferumfang finden wir eine kurze COOLPO AI PANA PANA-Bedienungsanleitung, eine Objektivabdeckung, ein 12v/1,5A-Netzteil, ein etwas kurzes USB 3.0 A zu Micro B-Kabel und den imposanten COOLPO AI Huddle PANA Lautsprecher.

Während des Transports wird das Gerät mit einem hochdichten Schaumstoff an Ort und Stelle gehalten, der es vor jeglichem Schaden schützt, den der Karton auf dem Weg zu Ihnen erleiden könnte. Auf einem Tisch stehend, wo es eingesetzt werden soll, ist der PANA etwa 30 cm hoch, wobei die Fischaugenkamera ganz oben angebracht ist. Die vertikale Höhe setzt einige Annahmen über die körperliche Größe der Anwesenden voraus, wie niedrig sie ihre Sitze positionieren und ob etwas in ihren Händen während der Konferenz zu sehen sein muss, etc. Da das Gerät eine feste Höhe hat und keine Möglichkeit bietet, die Kamera zu senken oder zu heben, müssen die Benutzer selbst Anpassungen vornehmen.

Der untere Teil des COOLPO PANA ist mit Stoff überzogen, der Rest besteht größtenteils aus silbernem Kunststoff. Eine Gummikappe ruht auf der Kamera ganz oben, und die beiden Kabel werden unter dem Gummifuß angeschlossen.

Die Bedienung des PANA ist denkbar einfach: Es gibt einen physischen Ein-/Ausschalter und drei berührungsempfindliche Bedienelemente zum Erhöhen/Verringern der Lautstärke und zum Stummschalten. Die Rückmeldung zu diesen Tasten erfolgt über einen LED-Streifen an der Basis, der farbiges Licht auf die Tischoberfläche projiziert. Bei Stummschaltung leuchten die LEDs rot, und Lautstärkeänderungen werden durch einen Übergang zwischen Blau und Lila dargestellt. Wenn das Gerät in Betrieb ist und Videos gestreamt werden, pulsieren diese Lichter, um deutlich zu machen, dass sie höchstwahrscheinlich beobachtet werden.

Der COOLPO PANA muss an den Computer angeschlossen werden, auf dem die virtuelle Konferenz stattfindet. Es sind jedoch keine Treiber erforderlich, damit es funktioniert, sodass es ohne vorherige Installation an einen entfernten Standort und auf ein entferntes System mitgenommen werden kann.

Für das Host-System erscheint PANA wie drei Geräte: ein Mikrofon, ein Lautsprecher und eine Videoquelle. Diese Geräte können mit jeder Software verbunden werden, die für den Zugriff auf sie ausgelegt ist. Und da keine spezielle Software oder Schnittstelle erforderlich ist, funktionieren sie mit fast jeder Konferenzsoftware, die Sie oder Ihr Unternehmen verwenden. Dennoch gibt es es auf der Websute von COOLPO eine kostenloses Software, welche wir für unseren Test ebenfalls downloaden und verwenden. Im Test verwenden wir hierfür einen Windows PC. COOLPO PANA unterstützt die meisten webbasierten Videokonferenzprogramme. Wie z.B. Zoom, Microsoft Teams, Google Meet, Skype, Skype for Business, Webex, GoToMeeting und BlueJeans. Laut Hersteller speichert PANA keine Besprechungsdaten. Zudem lässt sich das Produkt nicht per WLAN bzw. Netzwerk verbinden. Schade eigentlich, denn so wäre das Gerät nicht immer PC gebunden. Andererseits ist so die Datensicherheit mehr gewährleistet.

Eine kleine Einschränkung der Formatausrichtung ist, dass einige Tools, vor allem Apple Facetime, seltsamerweise auf Videoquellen im Hochformat ausgerichtet sind, und PANA ist dafür nicht ideal. Es ist zudem wichtig zu wissen, dass die KI in PANA, Meeting Flex genannt, wie ein Live-Fernsehstudioredakteur arbeitet, der sich dem Geschehen anpasst und sich auf die sprechende Person konzentriert sowie hinschwenkt.

Dabei ist der Bildschirm in vier Bereiche unterteilt, mit einer einzigen breiten 360-Grad-Ansicht am unteren Rand und gezoomten Panels der Anwesenden. Jedes der gezoomten Panels ist Teil des Bildes mit einer Auflösung von 3840 x 2160, das der Kamerasensor aufnimmt, so dass sie mindestens eine Auflösung von 720p oder besser haben. Wenn mehr als drei Personen am Tisch sitzen, versucht PANA, Nahaufnahmen derjenigen zu erstellen, die im Laufe des Meetings sprechen. Beeindruckend ist, dass PANA jede Person verfolgt, die während des Gesprächs aufsteht und herumläuft. Und wenn sie aufhören zu sprechen und sich wieder bewegen, sobald sie wieder zu sprechen beginnen, wird es sie schnell finden und sie in ein Fenster setzen. PANA arbeitet also wie eine eigenständige Regie.

Diese Art von KI haben wir bislang in Sachen Webcam noch nicht erlebt und sind beeindruckt, wie gut das funktioniert. Die Automatik-Funktion beseitigt viele der Einschränkungen, die bei Web-Kamera-Konferenzen auftreten.Die automatische Bearbeitung ist dabei zwar nicht perfekt, und es kann zu Überschneidungen kommen, aber COOLPO hat einen großen Schritt in Richtung einer Zukunft gemacht, in der diese Geräte alltäglich gehen werden.

Wir haben genau hingesehen, aber was 360-Grad-Konferenzkameras angeht, so beansprucht COOLPO diesen Markt derzeit ganz für sich. Dennoch glauben wir, dass andere das Potenzial erkennen und dem Hersteller folgen werden, wie es auch schon bei den Videotürklingeln von RING der Fall war. Die COOLPO PANA kostet derzeit rund 700 EUR. Es ist möglich, 4K-Konferenzkameras für viel weniger zu bekommen, aber diese sind nicht für die Situationen geeignet, für die die PANA-Kamera entwickelt wurde. Wenn sie schwenken und zoomen können, werden diese Änderungen normalerweise vom Bediener initiiert und nicht vom System automatisiert.

Fazit: Die COOLPO PANA ist die derzeit beste und innovativste Videokonferenz-Webcam auf dem Markt. Die KI-gesteuerte Kamera sorgt für professionell aussehende Konferenzen und ist dabei in der Bedienbarkeit sehr einfach gehalten. Das Fehlen jeglicher Übersteuerungsmöglichkeiten könnte sich jedoch für einige Benutzer als störend erweisen, da es abgesehen vom An/Ausschalter keinerlei manuelle Bedienungsmöglichkeiten gibt. So lange sie jedoch funktioniert, ist die PANA sehr einfach zu verwenden und zu bedienen. Ob für den Privatanwender oder für Unternehmen mit zahlreichen Konferenzräumen ist die COOLPO PANA mit rund 700 EUR Anschaffungspreis jedoch keine billige Option. Dafür hebt sie sich technisch deutlich von „Otto-Normal-Kameras“ ab und hinterlässt ein professionelles Bild auf den Anwender oder das Unternehmen. Zudem erleichtert die Kamera Anwendern jegliche Einstellungsarbeiten; einfach einstecken und loslegen!

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