Monoprice Select Mini V2

Angenommen, Sie sind auf der Suche nach einem günstigen 3D-Drucker. Das ist gar nicht so einfach, denn es gibt Modelle, die völlig überteuert sind, Geräte, die manuell zusammengebaut werden müssen, und einige, die nicht nur im Preis sondern auch in den Leistungen weit unten sind. Es gibt jedoch auch 3D Drucker, die preislich erschwinglich und dennoch gute für den Heimgebrauch sind. So wie unser heutiger Testkanditat, der Monoprice Select Mini V2 3D Drucker. Hierbei handelt es sich um einen kleinen 3D-Drucker für Leute, die die Welt des 3D-Drucks erkunden möchten, ohne dabei ihren Geldbeutel zu sprengen. Und wie schlägt er sich im Test? Finden Sie es im folgenden Testbericht heraus!

Wir testen und bewerten den 3D Drucker anhand folgender Kriterien: Materialeigenschaften, Handhabung, Funktion, Leistung.

Der Lieferumfang des Select Mini V2

  • 1x MP Select Mini-3D-Drucker
  • 1x Filamenthalter
  • 1x Netzteil
  • 1x AC-Netzkabel
  • 1x Micro-USB-Kabel
  • 1x MicroSD™-Karte
  • 1x Bettschaber aus Kunststoff
  • 1x Bettnivellierungssechskantschlüssel
  • 1x Probe PLA-Filament (PLA Weiß)

Das Design dieses Druckers ist so einfach gehalten wie nur möglich. Er besitzt einen einzelnen Extruder und druckt auf ein beheiztes Bett. Der Druckbereich ist offen und mit 120 x 120 x 120 mm sehr klein.  Das ist jedoch für einen Drucker dieser Preisklasse durchschnittlich, so dass es in dieser Hinsicht eigentlich keine Beschwerden gibt. Der Druckbereich ist offen. Es gibt ein 3,7 Zoll großes Display sowie ein Bedienrad mit welchem es sich bedienen lässt. Sowoehl das Display als auch das Bedienrad sind schön unterleuchtet. Da dieser Drucker für Anfänger konzipiert ist, waren wir erfreut, dass er vollständig geliefert wird. Dafür mussten wir für den ersten Start eine manuelle Nachkalibrierung vornehmen. Diese ist etwas aufwändig und bedarf einige Zeit. Ebenso das Einsetzten des Filaments. Ob Kalibrierung oder Temperaturen, jede Einstellung muss manuell vorgenommen werden. Wenn wir während des Betriebes am Einstellungsrad drehen, müssen wir aufpassen, dass das Druckbrett nicht unsere Finger einklemmt. Diese bewegt sich nämlich nach hinten und vorne. Die beiden anderen Richtungen übernimmt der Extruder. Die Anleitung weist uns hier besonders ausführlich ein, hat aber auch diverse Fehler in der Beschreibung. Dank des Vier-Säulen-Nivelliersystems sollte man ihn jedoch nicht allzu oft kalibrieren müssen. Zwar ist eine automatische Kalibrierung um einiges besser und bequemer, doch ist er einmal kalibriert können Anwender sich auf das konzentrieren, was Spaß macht: das eigentliche Drucken.

Man kann diesen 3D-Drucker entweder über einen PC oder direkt über den integrierten 3,7-Zoll-IPS-Farbbildschirm steuern, um die zu druckenden Modelle auszuwählen. Außerdem gibt es einen USB-Anschluss und einen SD-Kartensteckplatz, und im Lieferumfang des Druckers ist eine 512 MB microSD Speicherkarte mit Beispiel-Modellen enthalten, sodass Sie sofort mit dem Drucken beginnen können. Wer möchte kann sich natürlich auch Modelle auf Seiten wie Thingiverse oder Cults3D kostenlos oder für wenige EUR kaufen und per Speicherkarte ebenfalls drucken. Zudem lässt sich der Drucker per WLAN verbinden.

Bedenken Sie beim Drucken an einen belüfteten Raum oder verwenden Sie einen Luftreiniger, denn die Dämpfe, die von verschiedenen erhitzen Filamenten abgelassen werden sind nicht immer ganz ungefährlich. Das ständige Einatmen kann bei manchen Menschen zu Kopfschmerzen, Übelkeit oder anderen Symptomen führen. Da dieser Drucker einen offenen Druckbereich hat, ist ein belüfteter Raum daher besonders wichtig. Der Select Mini V2 ist im Druck-Modus sehr langsam. Seine Höchstgeschwindigkeit ist nur halb so hoch wie die seiner Konkurrenten. Mit einer langsamen und gleichmäßigen Vorgehensweise sind Sie jedoch weitaus besser bedient als mit einer schnellen und unsauberen. Auf diese Weise entstehen beständigere und schönere 3D-Modelle.

Wir bedenken bei den Druckergebnissen auch, dass es sich um einen sehr preiswerten 3D-Drucker handelt. Trotzdem finden wir, dass die Ausdrucke sich sehen lassen können. Sicher, man kann die Schichten immer noch sehen, und komplizierte Details werden nicht ganz so gut wiedergegeben wie mit höherpreisigen Geräten, aber mit ein wenig Geduld und Nachbearbeitung kann man mit dem Select Mini einen annehmbaren 3D Druck kreieren. Günstige 3D-Drucker haben in der Regel eine Eigenschaft gemeinsam: mangelnde Vielseitigkeit. Sie können davon ausgehen, dass Sie bestenfalls mit PLA, vielleicht auch ABS drucken können. Erstaunlicherweise unterstützt der Monoprice Select Mini aber nicht nur diese beiden Materialien, sondern auch Holzfüllung, Metallfüllung und andere. Er ist nicht einmal auf die Verwendung eines speziellen Marken-Filaments beschränkt, so dass Sie sich hier wirklich austoben können.

Ein Teil der Attraktivität dieses Druckers ist seine Einfachheit. Daher verfügt er auch nicht über viele fortschrittliche Funktionen, die man bei teureren 3D Druckern gewohnt ist. Vielmehr versucht er, die Dinge für neue Benutzer so einfach wie möglich zu machen. Nehmen wir zum Beispiel die Software: Er arbeitet mit Cura, Repetier, Simplify3D und den meisten anderen gängigen Modellierungs- oder Slicing-Programmen zusammen. 

Der 3D- Drucker Select Mini V2 kostet aktuell nur 180 EUR und gehört damit zu den günstigsten 3D-Druckern auf dem Markt! Die Freiheit, Filament von Drittanbietern zu verwenden, bedeutet, dass Sie sogar Ihre Materialkosten niedrig halten können. Wenn Sie häufig drucken möchten, werden diese Kosten natürlich etwas höher ausfallen, aber da es keine Markenanbindung gibt, sollten die Dinge finanziell nicht zu sehr aus dem Ruder laufen. Dieser 3D-Drucker hat ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist vielseitig genug, um den Low-End-Markt an sich zu reißen. Trotz der niedrigen Preise bietet Monoprice zudem eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie für alle seine Drucker. Sobald Sie sich für das Gerät entschieden haben, tritt eine einjährige beschränkte Garantie in Kraft. Das ist eine ziemlich gute Absicherung, zumal keine Gefahr besteht, dass bei der Montage etwas kaputt geht.

Zudem bietet Monoprice in seinem Support-Bereich grundlegende Tipps zur Fehlerbehebung und Anleitungen zum 3D-Druck an. Anwender können dort das Ticketsystem, E-Mail, Telefon oder den Live-Chat nutzen, um ausführlichere Hilfe zu erhalten.

Fazit: Der Select Mini V2 ist vom Aufbau und den Funktionen nicht gerade der Größte und etwas aufwändiger in der Handhabung als andere Modelle, doch wer sich mit wenig Geld in die Welt des 3D-Druckens stürzt, der muss sich auch etwas in die Materie reinarbeiten. Der Monoprice Select Mini V2 toppt mit aktuell 180 EUR jedenfalls in Sachen Preis-Leistung alle 3D-Drucker dieser Klasse! Die Druckergebnisse können sich zudem gerade für Hobbyanwender und Neueinsteiger durchaus sehen lassen.

 

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