WallPerfect W 985 E - Das Wandfarben-Sprühsystem von Wagner

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Der Frühling naht und für viele heißt es jetzt wieder: putzen was das Zeug hält! Auch streichen ist bei so einigen Wänden wieder notwendig. Vor dem aufwendigen Renovieren wird sich da gerne mal gedrückt. Das klappt in den meisten Fällen nur so lange, bis es Post vom Vermieter gibt. Wer keine Lust auf Streichen hat und nur wenig Zeit investieren möchte, für den wäre ein Wandfarbensprühsystem genau das Richtige. Wir haben uns daher für unseren Frühjahrsputz-Test für das Sprühsystem WallPerfect W 985 E entschieden.

Das Wandfarben-Sprühsystem WallPerfect W 985 E ist sowohl für Wände, als auch für Decken geeignet und soll- laut Hersteller- dank der Sprühlanze selbst große Flächen ohne Ermüdung mit Farbe beschichten. Ganze Räume könnten so ohne Vorstreichen von Ecken und Kanten einfach, schnell und mit perfektem Ergebnis gesprüht werden. Die Farbe wird direkt aus dem Farbeimer angesaugt. Das alles klingt schon mal sehr vielversprechend. Schauen wir uns einmal weitere technische Daten an. Die Leistungsaufnahme beträgt 600 Watt. Die Farbmenge von 0 – 525 ml/min ist stufenlos regelbar. Das W 985 E System bietet einen Aktionsradius von 8,5 m, sowie eine Sprühlanzenlänge von 70 cm. Zudem gibt es eine 2-stufige Turbine. Jetzt wollen wir es genau wissen und schauen, wie sich das Wandfarben-Sprühsystem im Alltag schlägt.

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Der Zusammenbau

Bevor es mit dem Einsprühen der Wände und Decken losgeht, muss das WallPerfect W 985 E System erst einmal zusammengebaut werden. Viel gibt es da nicht zu tun, denn die wichtigsten Elemente sind bereits ordentlich verbaut. Alle Teile sind gut verarbeitet und wertig. Ales erstes muss der Testproband die Kunststoff-Sprühlanze mit dem Griffstück verbunden werden. Dank der Klicktechnik keine große Sache! Ebenfalls werkzeuglos und genauso einfach wird der Sprühkopf montiert. Am Lanzenende aufsetzen, überschieben bis zum Einrasten, fertig. Es sitzt, passt und wackelt nicht.

Der Seilzug dient zum Öffnen der Düse bei Betätigung des Abzugs. Diesen muss der Tester über die Lanzenlänge spannen und in der Aufnahme am Sprühkopf einhängen. Dank der Rändelschraube kann der Seilzug dann auf richtige Spannung eingestellt werden. Jetzt kommen die Schläuche dran! Der Farbförderschlauch wird direkt am Düsenkopf auf einen kleinen Stutzen geschoben. Von dort wird dieser über die gesamte Sprühlanze gezogen und dann in die Nut gedrückt. Auch das verläuft im Test reibungslos. Jetzt muss nur noch der etwas dünnere- ebenfalls transparente- Steuerschlauch am Griffende eingesteckt werden. Der dritte und letzte Schlauch ist der Luftschlauch, der ebenfalls am Griffende angebracht wird. Abschließend muss der Tester nur noch die Blende am Düsenkopf anbringen. Diese dient nur als Schutzabdeckung der Sprühlanze und sorgt für eine schönere Optik. Natürlich müssen auch am Gerät selbst noch die Schläuche angebracht werden. Hier müssen der  Farbförderschlauch, der dünnere Steuerschlauch und der Ansaugschlauch eingesteckt werden. Der schwarze Luftschlauch wird einfach am Turbinengehäuse angedockt.

Beim Befüllen muss der Testproband den Drehknopf auf „Clean“ stellen um einen vollen Mengendurchsatz zu erhalten. Die Farbförderpumpe ist nun an und die Turbine läuft noch nicht. Jetzt kann der Tester mittels gedrückten Griffs die Farbe aus dem Eimer pumpen. Am transparenten Schlauch kann er nun sehr gut verfolgen, wie die Farbe vorankommt. Der Proband muss solange gedrückt halten, bis die Farbe austritt. Jetzt Muss er nur noch den Griff loslassen und das Gerät ist start- bzw. sprühbereit. Der Zusammenbau ist in ca. 10 Minuten zu schaffen.  

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Das Sprühsystem im Test

Beim Besprühen der Wände muss unser Tester immer darauf achten immer den gleichen Sprühabstand beizubehalten. Ca. 15-20 cm sind dabei optimal. Auf den cm genau muss es nicht sein, doch zu viele Abweichungen machen sich sonst im Endergebnis bemerkbar. Auf schwierigen Untergründen empfehlen wir den Kreuzgang. Hierzu muss man- wie auch der Tester- zunächst von oben nach unten und dann von rechts nach links auftragen. So erhält man einen gleichmäßigeren und nahezu perfekten Farbauftrag.

Sehr schön: Die Farbe wird direkt aus dem Originaleimer angesaugt. Anderes als bei anderen Systemen ist hier also kein Um- oder Nachfüllen mehr nötig. Es muss einfach nur der Ansaugschlauch mit einer Klammer am Eimer fixiert und eingetaucht werden. Jede gängige Innenwandfarbe lässt sich nun- leicht verdünnt- verarbeiten. Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Farben Zimmertemperatur haben, denn angewärmte Farben lassen sich einfacher versprühen. Verdünnen Sie die Farben ggfs. mit warmem Wasser. Wer sich das Verdünnen sparen will, kann eine besonders sprühgeeignet eingestellte Farbe verwenden, die es passend zum Gerät gibt.

Das WallPerfect W 985 E System macht in etwa so viel Lärm wie ein Staubsauger. Der Druck den das Gerät aufbaut ist ziemlich hoch, daher kann es passieren, dass zu dünne Abdeckplanen beim unvorsichtigen hantieren durchgeblasen werden. Dadurch, dass man nur die leichte Sprühlanze halten muss, verläuft der Arbeitsvorgang für den Tester ermüdungsfrei. Die Farbe kommt nun fein zerstäubt nach Befüllung des Farbförderschlauchs und Betätigung des Ein-Schalters aus dem Sprühkopf. Dieser bietet zwei Einstellungen: Grün steht für eine breite Flächenverteilung und rot für den gezielten Kompaktstrahl.

Wir empfehlen vor dem Besprühen der Wände und Decken eine kurze Sprühprobe zu machen. Hier eignet sich ein Karton bestens um die richtige Farbstrahleinstellung auszuprobieren und anzupassen. Das Besprühen der Wände und decken verläuft einfach und schnell. Die Sprühlanze liegt gut in der Hand. Dank der langen Lanze sind selbst 3, 50m hohe Decken ohne Leiter problemlos zu erreichen. Wir empfehlen das Gerät so weit wie möglich heranzuholen, damit man während des Sprühvorgangs nicht nachrücken muss. Das Einzige, das dieses System noch perfekter machen würde, wäre ein rollender Unterbau für den Farbeimer und das Sprühgerät. Der Schlauch zur Lanze ist zwar lang genug aber in langen Fluren kann es schon mal etwas eng werden.

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Das Ergebnis: Ein absolut streifenfreier und gleichmäßiger Farbauftrag. Der Farbverbrauch ist sogar niedriger als beim gewöhnlichen streichen mit der Rolle. Durch das berührungsfreie Arbeiten bleibt der Putz da wo er sein soll: an der Wand! Weitere Vorteile: Nach dem Streichen bekommt man keinen Muskelkater und bleibt selbst beim Deckenbesprühen verschont von Farbspritzeren. Noch nie zuvor hat unser Tester so schnell eine Wohnung fertig bekommen. Das einfärben von 4 Räumen (inklusive Abkleben) dauerte im Test nur einen Arbeitstag. Kein Wunder, denn das mühselige und zeitaufwendige Streichen der Ecken und Kanten entfällt! Spätestens hier holt man den höheren Abklebe aufwand wieder heraus.

Nach all dem Sprühvergnügen kommt ist nun die Reinigung an der Reihe. Vor dem Reinigungsvorgang ist der Wählschalter erneut auf „Clean“ zu stellen. Es muss nämlich nur die Förderpumpe in Aktion treten. Sobald der Ansaugschlauch im Wasser hängt, wird in der Reinigungsphase Wasser durch das System und den Schlauch gepumpt, bis nur noch Wasser hindurchfließt. Der gesamte Reinigungsvorgang dauert ca. 10 Minuten. Zum Schluss muss nur noch der Düsenkopf kurz zerlegt und ausgewaschen werden. Auch bei jedem Farbwechsel ist ein gründliches Reinigen erforderlich. Ansonsten gibt es unerwünschte Farbmischungen.

Fazit: Ob Aufbau, Betrieb oder Reinigung, mit dem WallPerfect W 985 E System von Wagner verläuft alles einfach und schnell. Das Endergebnis kann sich sehen lassen! Wir haben den Eindruck, dass hier ein noch besseres Ergebnis zustande gekommen ist, als beim herkömmlichen Streichen. Sehr schön ist auch, dass die Farbe direkt aus dem Originaleimer angesaugt wird und somit kein Um- oder Nachfüllen nötig ist. Alles in allem ein tolles und empfehlenswertes System, welches derzeit für rund 250 EUR zu haben ist. Ein stolzer Preis, doch in diesem Fall ist der Spruch „Qualität hat ihren Preis“ durchaus angebracht. Hier gibt es weitere Infos über das Farbsprühsystem WallPerfect W 985 E

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Neueste Kommentare

  • Walter Fartely
    Hab das Gerät gestern gekauft. Dank ihres hervorragenden Testbericht denke ich alles richtig gemacht ...

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  • Tobias Weih
    Ich benutze Silberstäbchen (Secosan) statt des Hygienemittels, um den Luftwäscher keimfrei zu halten.

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