Medisana NM 860

Verspannungen im Nacken gehören bei vielen zum Alltag. Vor allem Menschen, die beruflich viel im Sitzen arbeiten kennen das Problem und wissen oft keinen anderen Ausweg mehr als zum Masseur zu gehen. Dabei gibt es auch Produkte, die den Kunden die Massage von zu Hause versprechen. Ja sogar der beliebte Begriff Shiatsu wird dabei häufig verwendet. Dementsprechend haben wir uns für unseren aktuellen Test für das Shiatsu-Nacken-Massagegerät NM 860 von Medisana entscheiden. Ob das Produkt hält, was der Hersteller verspricht, das zeigt der folgende Testbericht.

Das Wort Shiatsu bedeutet "Fingerdruck" und wird auch als Fingerdruckmassage beschrieben. Durch diese soll der Körper wieder in seine energetische Balance kommen. Die entspannende Druckmassage wird normalerweise mit Fingern, Daumen oder Handflächen vollzogen. Shiatsu-Massageprodukte wie das NM 860 Shiatsu-Nacken-Massagegerät ahmen diese Bewegung nach. Je nach Intensität und Druck kann diese Art von Massage die Durchblutung fördern und soll Verspannungen lockern und Stress abbauen.

Wir testen und bewerten das Produkt anhand folgender Kriterien: Funktionen, Handhabung und Materialeigenschaften. Das Shiatsu-Nacken-Massagegerät ähnelt optisch einer Halskrause und besteht aus einem festen Schaumstoff. An den jeweiligen Seitenenden sind Halteschlaufen angebracht, sowie auf der linken Seite ein integriertes Bedienfeld. Mittig gibt es einen abnehmbaren, waschbaren Bezug, worunter sich die vier rotierenden Massageköpfe inkl. zuschaltbarer Wärmefunktion befinden. Die Verarbeitung des Produkts betrachten wir insgesamt als gut. Laut Hersteller ist das Shiatsu-Massagegerät NM 860 in erster Linie für die Shiatsu- Massage im Nacken- und Schulterbereich bestimmt. Aber es soll auch einen flexiblen Einsatz an weiteren Körperstellen wie zum Beispiel an Bauch, Rücken, Ober- und Unterschenkeln erlauben.

Die Benutzung muss aufgrund des Netzkabels in Steckdosennähe erfolgen. An der linken Schlaufe ragt das Kabel mit der Buchse heraus, welche zur Aufnahme der Kabelkupplung dient. Die Kupplung rastet sauber ein und hält auch, so lange nicht zu fest daran gezogen wird. Die Länge des Netzkabels ist ausreichend.

Das Nackenmassagegerät im Test  

Insgesamt stehen zwei Rotationsgeschwindigkeiten zur Verfügung. Als ersten Test wollen wir den wichtigsten Modus- die Nackenmassage- testen. Nach dem Anschalten fangen die vier Massageköpfe auch schon an zu rotieren. Die Köpfe ragen ca. 7 cm heraus und bestehen aus hartem Kunststoff. Die Massage fühlt sich bei unseren zwei Testprobanden dementsprechend fest an. Die Massageintensität ist durch Zug auf die Halteschlaufen individuell regulierbar. Je mehr der Proband die Schlaufen nach unten zieht, desto intensiver ist die Massage. Zu fest gezogen empfindet er die harten Massageköpfe im Nacken als etwas unangenehm.

Hinzu kommt, dass das Massagegerät aufgrund der Gewichtsverteilung und des Schwerpunktes immer nach hinten rutscht und etwas unbeholfen am Nacken sitzt. Im Test müssen die Probanden somit ständig an den Schlaufen ziehen, was auf Dauer etwas mühsam ist. Ein  gemütliches Anlehnen ist im Test mit diesem Produkt leider nicht möglich. Was ebenfalls auffällt ist, dass die Leistung des Motors etwas nachgibt, sobald das Gerät zu fest angezogen wird. Da sich die Ohren in der Nähe des Nackens befinden ist die Lautstärke im Test auf Dauer ziemlich störend, was vor allem bei der höchsten Rotation bemerkbar wird.

Ein Klick auf die Wärmefunktions-Taste soll bewirken, dass die Massageköpfe leuchten und die Wärmefunktion zugeschaltet wird. Die Beleuchtung funktioniert zwar, doch Wärme ist im Test selbst nach 10 Minuten kaum spürbar. Der Massagebereich ist recht klein, dafür kann unser Tester mittels der Schlaufen einfach während der Massage die Positionen wechseln und so auch die Schulterblätter oder der Rücken massieren lassen. Die Massage verläuft- wie auch im Nackenbereich- zwar souverän und spannungslösend, jedoch empfinden unsere Tester die Massageköpfe auch im Schulter- und Rückenbereich als etwas hart.

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