Leica M-E Messsucherkamera

Leica tituliert die M-E als „Quintessenz der Messsucherfotografie“. Kein Wunder also, dass wir uns diese Kamera zur Brust genommen und getestet haben. Das Einsteigermodell der M-Serie verwendet den KAF-18500-CCD-Sensor und bietet satte 18 Megapixel Nennauflösung. Zudem gibt es einen ISO Empfindlichkeitsbereich von 160– 2500, ein 2,5-Zoll-TFT-Display und vieles mehr. Was die Luxuskamera noch bietet und vor allem wie, zeigt der folgende Testbericht.

 

Der erste Eindruck

Das erste was dem Tester in den Sinn kommt, als er die M-E in die Hand nimmt ist: Mann ist die schwer! Knapp 600g wiegt das gute Stück. Das Ganzmetallgehäuse besteht aus einer Magnesium-Legierung mit Kunstlederbeschichtung. Deckkappe und Bodendeckel sind aus Messing. Insgesamt fühlt sich die M-E hochwertig und solide an. Leica Kenner sind hier nichts anderes gewohnt. Das Leder ist angenehm griffig, kann jedoch das Fehlen eines Handgriffs nicht ganz ausbügeln. Doch mal ehrlich: Wie würde das an diesem nostalgischen Gerät aussehen? Die Deckkappe und der Bodendeckel wurden anthrazitfarben lackiert, was der Kamera einen ganz eigenen Charme beschert. Insgesamt wirkt die Leica M-E klassisch. Als Zubehör gibt es den mAh Akku, das Akkuladegerät mit Netzkabeln, ein  12-V-Ladekabel, einen Trageriemen, die Anschlussabdeckung und den Gehäusedeckel.

Das erste was unser Tester suchen muss ist der SD Slot. Dieser befindet sich unter der Bodenplatte. Hier hat man zu Analogzeiten noch einen Film einlegen müssen. Unter der Metallplatte sehen wir auch den 1.860 mAh Akku. Das Stativgewinde ist an der Bodenplatte befestigt. Das hat den Vorteil, dass man die Kamera beim Wechseln der Speicherkarte nicht abschrauben, sondern nur von der Bodenplatte trennen muss. Wenn man sich die Anordnung der Bedienelemente ansieht, könnte man meinen es handle sich hier um das Schwestermodell M9. Die M-E ist technisch nahezu identisch mit der M9. Das zentrale Bedienelement  an der Oberseite ist das Verschlusszeitenrad. Der mechanische Schlitzverschluss bietet Belichtungszeiten von 1/4.000 s bis 8 s. Der Auslöseknopf ist von einem Drehschalter umgeben, der die Wahl zwischen S für Einzelbilder, C für Serienbilder und dem Selbstauslöser zulässt. Ein Blitzschuh gibt es auch noch obendrauf.

Die Objektive sind sehr schlank und kompakt. Im Vergleich zur Konkurrenz wirken diese eher unscheinbar. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass die Leica Objektive keinen Autofokus haben. Die Scharfstellung funktioniert hier noch wie in guten alten Zeiten: Nämlich Manuell! Auch die Blende muss von Hand justiert werden. Autofokus verwöhnte werden es hier schwer haben, denn hier ist Genauigkeit angesagt. Einzig die Belichtungszeit kann wahlweise automatisch erfolgen. Es gibt Belichtungsmessung durch das Objektiv (TTL),mittenbetont, mit variabler Arbeitsblende und mittenbetonte TTL-Belichtungsmessung für Messvorblitz mit systemkonformen SCA-3000/2-Standard-Blitzgeräten.

Das 2,5-Zoll-TFT-Display dient nur der Menüführung und Ansicht der bereits gemachten Bilder. Der Monitor bietet eine geringe Auflösung von 230.000 Pixel. Warum ist uns angesichts des Gehäusepreises schleierhaft. Hätte man doch hier ein weitaus besseres Display einbauen können. Selbst Einsteigerkameras in einem viel kleineren Preisbereich haben da teilweise mehr zu bieten als die M-E. Rechts vom Monitor ist der 4-Wege-Schalter mit umgebendem Drehschalter. Darüber sehen wir die Menü-Taste. Fünf weitere kleine Bedienelemente orten wir auf der linken Seite.


 

Die Leica M-E im Test

Wie auch bei anderen M-Modellen, zeigen Leuchtrahmen im Sucher den Bildausschnitt für verschiedene Objektive an. Hier bekommt man in der Regel nicht mehr zu sehen als den eigentlichen Motivausschnitt. Einen Live-View via Monitor gibt es bei dieser Kamera nicht. Ebenso wenig den Video-Modus. Die M-E wurde ganz auf „Oldschool“ getrimmt, daher wohl auch der Verzicht auf Autofokus. Beim manuellen Fokussieren hilft daher ein Mischbild-Entfernungsmesser. Dieser ist erkennbar durch ein helles rechteckiges Feld im Sucherzentrum. Hier bringt man durch Drehen am Fokussierring zwei identische Bildausschnitte übereinander. Im Test klappt das bei statischen Motiven ganz gut. Bei bewegenden Objekten  erweist sich das Scharfstellen im Test jedoch als schwierig. Die jeweilige Verschlusszeit ist ebenfalls im Sucher erkennbar.

Drückt man z.B. die ISO-Taste, kann man mittels Drehschalter den gewünschten ISO-Wert einstellen. Loslassen genügt um den Wert beizubehalten. Mittels Info-Taste können wir anhand grafischer Balken und Zahlen die aktuelle Akku- und Speicherkartenkapazität anzeigen lassen. Zudem gibt es den angesetzten Objektivtyp und die aktuelle Verschlusszeit zu sehen. Nach Drücken der Set-Taste erscheint das ebenfalls nicht sehr umfangreiche Einstellungs-Menü. Die sechs Einträge sind: Weißabgleich, Kompression, Auflösung, Belichtungskorrektur, Belichtungsreihe und das Benutzerprofil. Beim Weißabgleich vermisst man eine manuelle Feinkorrektur.

Jetzt anmelden oder kostenlos registrieren, um den ganzen Beitrag zu lesen

Kommentare   

+1 # Franz49 2013-10-18 10:22
kann mich meinem vorredner nur anschliessen. klasse bericht und tolle kamera.
Antworten
+2 # Reinhold 2013-10-09 21:57
erst einmal danke für den ausführlichen testbericht über die leica M-E. dieser hat mir sehr geholfen und mir die kaufentscheidung erleichtert.
Antworten

Alle Kommentare werden vorab intern geprüft. Beiträge die gegen gesetzliche Bestimmungen verstossen werden nicht veröffentlicht. Links zu externen Websites werden nur in Ausnahmefällen veröffentlicht. Ihre E-Mail Adresse bleibt für die Öffentlichkeit unsichtbar. Es wird zu Ihrem Beitrag lediglich der Name (Vorname oder Pseudonym genügt) veröffentlicht. Des Weiteren gelten unsere Datenschutzbedingungen.


Sicherheitscode
Aktualisieren

Contentempfehlungen & Anzeigen