Rollei CarDVR-110

Spätestens seit dem Meteoriteneinschlag in Russland im Februar diesen Jahres sind sie in aller Munde: Die Autokameras! Nicht nur für extraterrestrische Einschläge sind die sogenannten Dashcams gute „ Beifahrer“, sie können unter Umständen bei Autounfällen wichtiges Beweismaterial liefern. Annehmbare Autokameras gibt es bereits für rund 25 EUR. Wer auf Dauer eine brauchbare und vor allem vielseitige Dashcam haben möchte, der muss schon etwas mehr investieren. Im Test haben wir uns für die beliebte Rollei CarDVR-110 entschieden. Diese hat zwar einen stolzen Preis von derzeit 139 EUR, dafür  handelt es sich hier um eine GPS Auto-Kamera mit Mikrofon, Full HD, Weitwinkel-Objektiv und vielem mehr. Wir haben das Gerät genauer „unter die Lupe“ genommen und präsentieren Ihnen heute den Testbericht.

 

Lieferumfang und technische Daten

Als Lieferumfang gibt es zur CarDVR-110 noch die Fernbedienung, das KFZ-Ladekabel, die Windschutzscheibenhalterung, die Bedienungsanleitung (In Papierform und PDF) und die Software CD. Die Autokamera ist mit ihren 92 Gramm sehr leicht und liegt gut in der Hand. Die Verarbeitung ist gut und insgesamt wirkt die Dashcam solide und wertig. Als Anschlussmöglichkeiten gibt es: microSD (bis 32GB), mini-USB und HDMI-out. Der An- und Ausschalter befindet sich oberhalb des microSD-Slots. Das Mikrofon ist unten und der Lautsprecher vorne. Dort sehen wir auch das 3,0 mm Weitwinkel-Objektiv. Das Farb-LCD-TFT (112K Pixel) misst 2,4“ (6 cm).

 

HIGHLIGHTS DER CARDVR-110

 

  •           GPS
  •           Full HD Videoauflösung (1920x1080/30fps)
  •           Weitwinkel-Objektiv 3,0 mm
  •           2,4“ Farb-LCD-TFT
  •           Mit integriertem Mikrofon
  •           Mit eingebautem Lautsprecher
  •           Mit G-Sensor

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Die Testvorbereitung

Bevor auf einem geeigneten Testgelände gefilmt werden kann, muss der Tester erst einmal eine Speicherkarte einstecken, denn die CarDVR-110 hat keinen internen Speicher. Wir empfehlen die 32GB microSDHC Speicherkarte von Kingston. Am besten eignet sich hier ein SD-Adapter, damit man nicht immer die Kamera als Wechseldatenträger an den PC schließen muss. Als nächstes soll die Kamera eingestellt werden. Beim Anschluss via USB-Kabel an den PC, können wir nichts in den Einstellungen ändern, dafür aber den Akku aufladen. Daher empfehlen wir die Kamera an einen Powerpack oder ein geeignetes Ladegerät zu schließen, da der kleine 470 mAh Akku es im Test nie länger als ein paar Minuten ohne Stromquelle aushält und man so gleichzeitig einstellen kann.

Nun können wir Datum und Uhrzeit einstellen und uns an die Feinheiten wie die Auflösung, Helligkeit oder die automatische Aufnahme begeben. Das Menü bietet hier viele Einstellungsmöglichkeiten, was der CarDVD-110 vorab einen dicken Pluspunkt einheimst. Vor allem Punkte wie die Bewegungserkennung, Kollisionserkennung oder verzögertes Herunterfahren hat nicht jede Dashcam zu bieten.

 

Sind Autokameras im Straßenverkehr erlaubt?

Die Frage ob es in Deutschland erlaubt ist, Autokameras permanent während der Fahrt anzulassen ist rechtlich nicht ganz geklärt. In Österreich ist es verboten. Hierzulande eher eine Grauzone, an die sich keiner so recht heranwagt. Rollei erkennt die Lage und gibt in der Bedienungsanleitung folgendes an: „Bedienen Sie das Gerät aufgrund örtlicher Gesetze und aus Gründen der Fahrsicherheit nicht während der Fahrt.“ Jetzt mal im Ernst, dann kann man die Dashcam auch zu Hause lassen! Diese Aussage dient wohl eher der Absicherung. Zudem gelten in jedem Land andere Gesetzte, bzw. andere Straßenverkehrsordnungen. Bisher ist uns kein Fall bekannt, wo ein Autofahrer dafür verurteilt wurde, weil er eine Autokamera während des Fahrens benutzt hat. Im Gegenteil! In einem Bericht des ZDF Magazins WISO wird ein Mann gezeigt, der von einem anderen Verkehrsteilnehmer riskant überholt und ausgebremst wird. Daraufhin fährt er auf den Überholenden auf und kann die Situation vor Gericht- dank Dashcam- beweisen.

Jedoch akzeptiert nicht jeder Richter  Autokameras als Beweismaterial. Somit bleibt die Frage zurzeit noch offen und man muss ja nicht jede Fahrt protokollieren. Bei langen Autobahnfahrten ist es z.B. manchmal ganz sinnvoll. Wer zum Einkaufsladen nebenan fährt oder in Gassen mit großen Menschenmengen, greift schon etwas zu sehr in das Persönlichkeitsrecht ein. Hier muss jeder Autofahrer selber entscheiden wie und vor allem wo er die Autokamera einsetzt. Bitte beachten Sie, dass unsere Beiträge keine Rechtsberatung darstellen und zur finalen Klärung dieser Fragen der Rechtsanwalt immer die erste Anlaufstelle sein sollte. 

Bei einem Unfall werden vor allem finanzielle Fragen laut. Wer jetzt eine gute Unfallversicherung hat, der kann nur hoffen, dass er von dieser auch nicht im Stich gelassen wird. 

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Die Autokamera im Test

Das Anbringen an die Windschutzscheibenhalterung ist einfach. Kurz drandrücken, einrasten, fertig. Wir können nun die Autokamera in alle beliebigen Richtungen drehen. Auch der Saugnapf haftet fest an der Scheibe und lässt sich durch nichts aus der Fassung bringen. Außer wenn wir die Saugmechanik entriegeln. Die Technik ist sehr gut und hier fängt die Sicherheit bereits an. Eine zu schlecht verarbeitete Halterung, die

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Kommentare   

0 # Dasher 2015-11-17 15:35
schade, dass der akku nur so jurz hält an sonsten bin ich mit der dashcam total zufrieden :-)
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+7 # Tom 2013-08-26 16:34
danke für den tollen und ausgiebigen testbericht über die rollei carDVR-110. Endlich mal ein informativer und objektiver Testbericht und nicht nur auslobende werbetexte, wie man sie auf diversen blogs findet. Ich finde die Kamera trotz der wenigen Negativpunkte interessant.
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