Kingston FURY Renegade DDR4 RGB-Speicher

Der Kingston FURY Renegade DDR4 RGB-Speicher kombiniert aggressives Design, lebendige RGB-Beleuchtung und solide Leistung für Gamer und PC-Enthusiasten, die noch immer DDR4-Systeme nutzen. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 4600 MT/s und Kapazitäten von bis zu 256 GB bietet er einen zuverlässigen Upgrade-Pfad, aber liefert er auch in Praxistests die gewünschte Leistungssteigerung? Erfahren Sie es im folgenden Testbericht.

Lieferumfang und Verpackung

Das Kit kommt in einer hochwertigen, stabilen Retail-Verpackung. Enthalten sind vier einzelne 16GB-Module mit schwarzen Heatspreadern und integrierter RGB-LED-Leiste. Die Module sind einzeln in antistatische Folie eingeschweißt und liegen sicher in einer formschlüssigen Einlage. Mitgeliefert werden ein kurzer Quick-Start-Guide und Kingston-Aufkleber. Die Verarbeitung wirkt hochwertig – typisch Kingston.

Wir testen und bewerten den Kingston FURY Renegade RGB anhand der folgenden Kriterien:

  • Ausstattung / Lieferumfang

  • Technische Spezifikationen & XMP-Profil

  • Installation und Kompatibilität

  • Leistung / Benchmark-Ergebnisse

  • RGB-Funktion und Synchronisation

  • Stabilität und Wärmeentwicklung

  • Preis-Leistung

Der Kingston FURY Renegade DDR4 RGB ist Teil der auf Gaming ausgerichteten Speicherproduktreihe des Unternehmens. Im Test haben wir insgesamt 4x 16GB FURY Renegade DDR4 RGB-Speicher. Die FURY Renegade DDR4 RGB-Speicher sind auf Hochleistungs-Builds ausgerichtet, demnach testen wir es natürlich auch an einem entsprechend leistungsfähigen Test-PC. Dieser entpsricht dem etwaigen Gamer-Durchschnitt. Im Detail hat unser Test PC folgende Spezifikationen:

  • CPU: Amd Ryzen 7 5700X 3.4 Ghz 8-Core

  • Motherboard: Gigabyte B550 Gaming X V2

  • Wir testen und bewerten die Produkte anhand folgender Kriterien: Materialeigenschaften, Design, Funktion und Leistung.

  • Der Kingston FURY Renegade DDR4 RGB Ramspeicher ist in verschiedenen Konfigurationen erhältlich:

  • Kapazitäten: Einzelmodule von 8 GB bis 32 GB; Kits mit 2 bis 64 GB; Kits mit 4 bis 128 GB; Kits mit 8 Modulen à 256 GB.

  • Geschwindigkeiten: 3200 MT/s, 3600 MT/s, 4000 MT/s, 4266 MT/s, 4600 MT/s.

  • Latenzen: CL16, CL18, CL19.

  • Spannung: 1,35 V bis 1,5 V.

  • Abmessungen: 133,35 mm x 45,76 mm x 8,29 mm.

  • Betriebstemperatur: 0 °C bis 70 °C.

Hauptmerkmale: Intel XMP-zertifizierte Profile für einfaches Übertakten, AMD Ryzen-Kompatibilität, patentierte Infrared Sync Technology für RGB-Synchronisation und Aluminium-Wärmeverteiler.

Design und Konstruktion

Der Renegade hat ein markantes, aggressives Aussehen mit zweifarbigen schwarzen Aluminium-Wärmeverteilern mit gezackten Kanten und geprägten Metallakzenten. Die schwarze Leiterplatte verstärkt die RGB-Effekte, die durch eine durchscheinende Lichtleiste mit sanfter, diffuser Beleuchtung erzielt werden, die nicht zu hell oder blendend ist. Infrared Sync sorgt für eine perfekte Synchronisation zwischen den Modulen, ohne dass Software erforderlich ist, obwohl es mit den wichtigsten RGB-Ökosystemen wie ASUS Aura Sync kompatibel ist. Mit einer Höhe von 42,2 mm (oder 45,76 mm in einigen Spezifikationen) ist er kompakt genug für die meisten Builds, einschließlich kleiner Formfaktoren, und vermeidet Platzprobleme mit großen CPU-Kühlern. Die überlappenden Kühlkörperabschnitte können jedoch zu kleinen Beleuchtungstoten Punkten führen, und er ist nur in Schwarz erhältlich, was die Optionen für thematische PCs einschränkt.

Testaufbau und Methodik

Unsere Tests liefen auf einem aktuellen DDR4-System (CPU: Amd Ryzen 7 5700X 3.4 Ghz 8-Core Motherboard: Gigabyte B550 Gaming X V2). Frische Windows 11-Installation, aktuelles BIOS, keine anderen Tuning-Maßnahmen außer XMP-Aktivierung. Getestet wurde mit:

  • MemTest86 (mehrere Durchläufe über Nacht)

  • HCI MemTest

  • AIDA64 Memory Benchmark

  • Real-World-Szenarien: gleichzeitiges Gaming + Streaming + Browser mit 50+ Tabs, Premiere-Pro-Exporte und große Photoshop-Dateien

Installation und XMP

Die Module ließen sich problemlos in die DIMM-Slots stecken (Dual-Channel-Betrieb mit 4 Modulen). Im BIOS war das XMP 2.0-Profil mit einem Klick aktivierbar: 3600MT/s bei CL16-20-20 und 1,35V. Keine manuellen Anpassungen nötig – das Profil lief auf Anhieb stabil.

Leistung im Test

Die Benchmark-Werte waren durchweg stark:

  • AIDA64 Memory Read: ca. 52–54 GB/s

  • Write: ca. 47–49 GB/s

  • Copy: ca. 50 GB/s

  • Latency: unter 58–60 ns

Im Vergleich zu einem günstigeren CL18- oder CL20-Kit spürt man die strafferen Timings deutlich – spürbar kürzere Ladezeiten in Spielen und flüssigeres Multitasking bei hoher RAM-Auslastung. Besonders bei 64 GB Gesamtkapazität profitieren schwere Workloads (große Projekte, viele virtuelle Maschinen oder Content Creation) massiv.

In Benchmarks glänzt der Renegade mit seinen XMP-Profilen, die Boosts mit einem Klick ermöglichen. Bei einem 4600MT/s-Kit umfasst die Standardleistung eine Verbesserung der Lesegeschwindigkeit um 2,6 %, der Schreibgeschwindigkeit um 1,4 % und der Kopiergeschwindigkeit um 2 %, wenn die Timings auf CL17-23-23-41 bei 1,65 V verkürzt werden, wodurch die Latenz von 52,5 ns auf 49,0 ns sinkt. Der Übertaktungsspielraum ist beeindruckend und erreicht mit ausreichender Kühlung stabile DDR4-5168 CL19-28-28-48. In Gaming- und Produktivitätstests führen Upgrades von langsameren DDR4-Modulen wie 3600 MT/s zu einer Gesamtsteigerung von 5 bis 10 % und zu einer FPS-Steigerung von 5 bis 30 in Titeln, abhängig von CPU-/GPU-Engpässen. Die Stabilität ist absolut zuverlässig, sodass es sich für anspruchsvolle Aufgaben eignet, auch wenn sich die Reaktionsfähigkeit im Alltag möglicherweise nicht dramatisch verändert, wenn Ihr System nicht speichergebunden ist.

Die Stabilität war einwandfrei: Keine Fehler in MemTest86 über Nacht und auch längere Prime95- und HCI-Tests blieben ohne Abstürze oder WHEA-Fehler.

RGB und Optik

Hier glänzt der Renegade besonders. Die RGB-LED-Leisten sind hell und gleichmäßig ausgeleuchtet. Die patentierte Infrared Sync Technology sorgt dafür, dass alle vier Module perfekt synchron laufen – ohne zusätzliche Kabel oder Controller. Die Steuerung funktioniert einwandfrei über die Kingston FURY CTRL Software sowie die gängigen Mainboard-Tools (ASUS Aura Sync, MSI Mystic Light, Gigabyte RGB Fusion, ASRock Polychrome).

Es stehen zahlreiche Effekte zur Verfügung, die sich individuell anpassen lassen. Optisch ein echter Hingucker im Gehäuse – vor allem bei offenen oder seitlich verglasten Builds.

Wärmeentwicklung und Verträglichkeit

Unter Volllast erreichten die Module maximal 48–52 °C (je nach Gehäuselüftung). Die Heatspreader leisten gute Arbeit. Auch nach mehreren Stunden Dauerlast keine Auffälligkeiten. Die Module sind kompatibel mit den meisten aktuellen DDR4-Mainboards von Intel und AMD und laufen problemlos mit XMP auf beiden Plattformen.

Preis-Leistung

Preislich liegt der Kingston FURY Renegade RGB 64GB Kit zurzeit (Stand 06/26) auf Amazon bei etwa 180–200 € (je nach Angebot und Verfügbarkeit). Für 64 GB High-Performance-DDR4 mit ordentlichen Timings und gelungener RGB-Implementierung ist das ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis – besonders, wenn man noch ein langlebiges DDR4-System betreibt und nicht direkt auf DDR5 umsteigen möchte.

Fazit: Der Kingston FURY Renegade RGB 64GB (4x16GB) DDR4-3600 CL16 hat uns im Test absolut überzeugt. Die Kombination aus hoher Kapazität, straffen Timings, zuverlässiger XMP-Stabilität und der sehr guten, kabellosen RGB-Synchronisation macht ihn zu einer starken Wahl für Gamer und Creator, die ihr DDR4-System nochmal richtig pushen wollen. Einfache Installation, top Verarbeitung, stabile Leistung und ansprechende Optik, hier stimmt einfach alles.

Der Kingston FURY Renegade DDR4 RGB zeichnet sich durch geringe Latenzzeiten, Übertaktungspotenzial und eine auffällige Ästhetik aus und ist eine klare Empfehlung für preisbewusste Anwender, die eine Mischung aus Stil und Geschwindigkeit in DDR4-Ökosystemen suchen. Mit Testwerten um 8,5/10 ist er ein solider Performer für Gaming und Content-Erstellung, insbesondere bei 3600 MT/s oder höher, obwohl DDR5-Alternativen diejenigen verführen könnten, die langfristige Upgrades planen.

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