Tesla präsentiert fliegenden Roadster

Bild mit KI / Grok erstellt

McGregor, Texas – Bei einer Veranstaltung auf dem Testgelände von SpaceX hat Tesla den neuen Roadster vorgestellt. Das Fahrzeug führte mehrere Manöver vor, bei denen es kurzzeitig abhob, sich in der Luft drehte und über eine Reihe anderer Tesla-Modelle sprang. Parallel dazu wurde eine Beschleunigung von 0 auf 96 km/h in 0,81 Sekunden gemessen. Die Vorführung fand live vor Publikum statt und wurde übertragen.

Es ist kein AI und kein CGI, auch wenn man es zuerst denken könnte, doch hier sehen wir ein Auto, was wirklich durch die Luft schwebt. Bei den Flugversuchen nutzte der Roadster ein System aus Cold-Gas-Thrusters, die mit komprimierter Luft arbeiten. Laut Tesla sind zwei Tanks mit insgesamt rund 600 Litern Volumen verbaut, die etwa 250 Kilogramm Luft speichern und zehn Düsen versorgen. Vier der Düsen sitzen am Heck und dienen vor allem der Beschleunigung, die übrigen sind um das Fahrzeug verteilt und ermöglichen Auftrieb sowie Lagekorrekturen. Bei den Demonstrationen hob das Auto von einer Rampe ab, drehte sich in der Luft und landete kontrolliert wieder. In einem weiteren Lauf sprang es über einen Tesla Semi, einen Cybertruck sowie mehrere Personenwagen hinweg und führte dabei eine Drehung aus. Es sieht aus wie in einem Action Film!

Screenshot: Tesla / YouTube

Die Landungen wurden durch nach unten gerichtete Thruster abgefedert. Zuschauer und anwesende Journalisten beschrieben den Luftstrom der Düsen als deutlich spürbar; der austretende Strahl wies sichtbare Mach-Diamanten auf, die bei Überschallaustritt entstehen. Das Fahrzeug blieb nach den Manövern fahrbereit auf dem Asphalt stehen. Tesla betont, dass es sich um kurze Hops handelt. Die Tankkapazität reicht bei vollem Schub nur für wenige Sekunden; anschließend muss ein Bordkompressor die Tanks wieder füllen.

Screenshot: Tesla / YouTube

Bei der Beschleunigungsmessung kam das Fahrzeug mit aktivierten Heck-Thrusters auf 0,81 Sekunden für 0–60 mph (ca. 96 km/h). Tesla gibt für die Rocket-Variante, die über das vollständige Thruster-Paket verfügt und nur einen Sitzplatz hat, eine Zeit unter 0,59 Sekunden an. Die Thrust-Variante mit Heckdüsen soll unter 0,9 Sekunden liegen, die straßentaugliche Performance-Version ohne Thruster unter 1,6 Sekunden. Alle Angaben beziehen sich auf Prototypenmessungen. Das Fahrzeug erreichte in der Vorführung zudem Geschwindigkeiten über 370 km/h; Elon Musk nannte als längerfristiges Ziel etwa die Hälfte der Schallgeschwindigkeit.

Zusätzlich verfügt der Roadster über ein Unterboden-Suction-System mit Ventilatoren, das Downforce erzeugt. Damit konnte das Fahrzeug auf einer steilen Rampe kopfüber fahren und haften bleiben. Tesla gibt an, dass die Kombination aus Suction und Thrusters Kräfte erzeugt, die deutlich über der Haftung der Reifen allein liegen.

Die Rocket-Variante ist nach Angaben von Tesla nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen und nur auf Einladung erhältlich. Produktionsstart ist für 2028 vorgesehen. Reservierungen für die Performance- und Thrust-Versionen sind bereits möglich. Preisangaben für die fertigen Fahrzeuge liegen noch nicht vor.

Mehrere anwesende Beobachter wiesen darauf hin, dass die Manöver unter realen Bedingungen stattfanden. Der sichtbare Staubaufwirbel, der spürbare Druck der Düsen und die unmittelbare Zeitnahme vor Ort sprechen gegen nachträgliche digitale Bearbeitung. „Es ist kein AI und kein CGI, auch wenn man es zuerst denken könnte“, sagte ein Zuschauer nach dem Lauf. Die Vorführung selbst dauerte rund eine halbe Stunde und konzentrierte sich auf die technischen Demonstrationen.