Braun Ear & Nose Precise & Gentle Trim

Nasen- und Ohrenhaare gehören zur Pflege, die man oft aufschiebt, bis sie auffallen. Dafür gibt es spezialisierte Mini-Trimmer, die in die Kulturtasche passen und schneller und angenehmer sind als Schere oder Pinzette. Der Braun Ear & Nose Precise & Gentle Trim wirbt mit SkinGentle-Technik, dualen Klingen und Taschenformat. Wir haben ihn im Alltag an Nase und Ohr getestet und präsentieren heute unseren Bericht.

Nasen- und Ohrenhaartrimmer sind kleine Spezialgeräte für störende Härchen an Nase und Ohr. Sie sollen schnell, hygienisch und ohne Ziepen kürzen. Worauf man achten sollte: sichere Klingenführung, einfache Reinigung, sicherer Halt in der Hand und eine Größe, die ins Reisekit passt. Haben müssen sie eine schonende Schneide, zuverlässigen Antrieb und eine Kappe oder Aufbewahrung, die den Kopf schützt. Gut ist ein kompaktes Gerät, das sich alltagstauglich bedienen und nach der Nutzung leicht säubern lässt. Hierfür haben wir nun den Braun Ear & Nose Precise & Gentle Trim im Test.

Unsere Testkriterien

Wir testen und bewerten das Gerät anhand der folgenden Kriterien:

  • Materialeigenschaften
  • Funktionalität
  • Handhabung
  • Haltbarkeit

Lieferumfang und erster Eindruck

Im Karton liegen der Trimmer, die Schutzkappe und eine AAA-Batterie. Mehr braucht es nicht. Das Gerät ist mit seinen 14cm Länger ungefähr so lang wie Kugelschreiber und seinen ca. 50g auffällig leicht, was ihn ideal für ein Reisekit oder die Schreibtischschublade macht. Die Schutzkappe sitzt auf dem Schneidkopf. Sie soll Hygiene und Klinge schützen. In der Praxis löst sie sich oftmals aber zu leicht. In der Tasche rutscht sie jedoch im Test dennoch nicht ab.

Materialeigenschaften

Gehäuse und Kopf wirken fest, ohne Premium-Gewicht. Soldie aber nicht hochwertig, so ist unser erster Eindruck vom Gehäuse. Die modularen, waschbaren Klingen sind der klare Pluspunkt: unter fließendem Wasser abspülen, trocknen lassen, fertig. Die äußere Klingenführung ist glatt gedacht, damit die Haut weniger Ziepen abbekommt. Eine kleine LED fehlt allerdings. In Bad oder Hotelzimmer ohne direktes Licht muss man raten, wo die Spitze sitzt. Für ein Gerät, das in dunklen Öffnungen arbeitet, wäre eine dezente Leuchte sinnvoll gewesen.

Funktionalität

Braun verspricht präzises, sanftes Trimmen. Das gilt vor allem bei längeren, festeren Haaren. Die Dual-Klingen greifen dort spürbar und kürzen zuverlässig. Das können wir nur teilweise erkennen. Feine Nasenhaare erwischt das Gerät in unseren Tests etwas schlechter. Man fährt öfter nach, ohne dass wirklich alles weg ist. Die Präzision ist nicht immer perfekt und wer den Kopf leicht schräg ansetzt oder zu hastig kreist, lässt Stellen stehen. Insgesamt arbeitet der Trimmer jedoch souverän, wenn auch nur bei festen, größeren Haaren. Eine Anwendung dauert also schon mal mehrere Minuten, bis auch jedes Mini-Haar erwischt wurde. Langsam, flach und mit wenig Druck arbeitet es sich am besten. Ohne Nachgang erwischt das Gerät große und feste Haare gut. Der Kopf ist auswechselbar, was sehr nutzerfreundlich ist. So muss nicht imemr das ganze Gerät neugekauft werden falls er erneuter werden muss und natürlich wegen der Reinigung.

Unser Tipp:

Nicht jedes Haar in Nase und Ohr muss weg und vor allem nicht tief entfernt werden. Vor allem Nasenhaare sind ein wichtiger natürlicher Filter: Sie halten u.a. Staub, Pollen und Tröpfchen zurück und befeuchten die Atemluft. Wer alles bis weit innen rasiert, schwächt diesen Schutz und reizt leicht die Schleimhaut. Sinnvoll ist nur das, was sichtbar aus dem Naseneingang oder dem äußeren Gehörgang ragt. Den Trimmer höchstens wenige Millimeter einführen, langsam kreisen, nie tief in die Nase oder ins Ohr stoßen. Tiefe Härchen lässt man stehen; sie gehören zur Barriere, nicht zum Styling. Wer starkes Ziehen, Blut oder Entzündung merkt, hört auf.

Lautstärke und Vibration

Diese liegen in einem akzeptablen Rahmen. Kein Lärmhammer aber auch kein unauffälliges Summen. Das Gerät bleibt mit etwa 34 dB sehr leise und ist vergleichbar mit leisem Wind, Blätterrascheln oder gedämpftem Reden im Nebenzimmer.

Im stillen Bad hört man eszwar aber nicht laut. Spürenkann man das Gerät aber etwas deutlicher. Die Vibrationen in der Hand werden zwar nicht unangenehm, entspannend sind sie aber auch nicht. Vor allem nach längerer Anwendung fängt es schon mal an an zu kribbeln.

Handhabung und Reinigung

Die Handhabung ist insgesamt recht gut. Der schlanke Körper liegt sicher zwischen Fingern, der Schalter sitzt logisch. Ein-aus, ansetzen, kreisen, fertig. Batteriebetrieb ist praxisnah: keine Ladezeit, überall einsetzbar, Ersatzzelle im Reisebedarf schnell gefunden. Reinigung der Klingen unter Wasser geht schnell und hygienisch. Die lockere Kappe bleibt der etwas störende Teil im Ablauf: nach jeder Nutzung wieder draufdrücken und hoffen, dass sie sitzenbleibt.

Haltbarkeit

Das Grundgerät wirkt wie bereits erwähnt weder besonders robust, noch billig. Man kann es als solide bezeichnen mit Tendenz zur langlebigkeit. Gehäuse, Schalter und Schneidkopf machen den Eindruck viele Wechsel zu überstehen und die Haltbarkeit der Batterie ist ebenfalls annehmbar. Im Test mit vielen Durchgängen machte sie nicht einmal so schnell schlapp. Die waschbaren und auswechslbaren Klingen sprechen für laungen Dauerbetrieb statt für ein Wegwerfgerät wie aus dem Discounter.

Fazit: Der Braun Ear & Nose Precise & Gentle Trim ist zwar kein Präzisionswerkzeug der Extraklasse, aber ein praktisches und durchaus nützliches Gerät für zu Hause oder unterwegs, wenn schnell störende, längere Haare weg sollen. Kompakt, leicht, batteriebetrieben und mit waschbaren Klingen trifft der Trimmer auch den Reisealltag. Besonders gut ist die Langlebigkeit aufgrund der Kontruktion und Bauweise. Bis auf die etwas zu lose sitzende Kappe, das fehlende Licht und das teilweise häufige nachfahren haben wir jedoch nichts zu meckern. Wer zu Hause in Ruhe und mit gutem Licht arbeitet, der kommt mit diesem Produkt gut zurecht. Unterwegs auch, denn hier nimmt das stiftgroße Gerät keinen Platz in der Handtasche oder im Kulturbeutel weg.