Olympia Protect 9661

Die Zahl der Einbrüche in Deutschland steigt von Tag zu Tag, aber auch Haus- und Wohnungsbesitzer rüsten immer mehr auf. Aus Angst vor einem Einbruch sichern immer mehr Verbraucher ihr Hab und Gut mit Warnsystemen ab. Alarmanlagen verhindern zwar in der Regel keinen Einbruch, doch sie bieten einen zusätzlichen Schutz und durch ihre Meldewirkung wird das Risiko für Einbrecher, entdeckt zu werden, wesentlich erhöht. Passend zum Thema haben wir uns für unseren Test für das drahtlose GSM-Alarmanlagen-Set Protect 9661 von Olympia entschieden. Ob und welchen Sicherheitsgewinn das Alarmanlagen-Set bringt, das zeigt der folgende Testbericht.

Das Basis Set Olympia Protect 9661 (6001) beinhaltet neben der Basiseinheit noch 4 Fenster/Türkontakte, 1 Fernbedienung, 1 Bewegungsmelder inkl. Wandhalterung, 1 Netzadapter, Befestigungsmaterial, Batterien und eine Bedienungsanleitung. Zudem testen wir folgende, optional erhältliche Produkte: Wassermelder (6105), Glasbruchmelder (6106), Erschütterungssensor (6107), Außensirene (6109). Wir testen und bewerten die Produkte anhand folgender Kriterien: Ausstattung, Materialeigenschaften, Handhabung und Funktion/Leistung.  

In puncto Ausstattung gibt es sowohl beim Basis-Set als auch bei den Zubehörprodukten bereits einen ersten Pluspunkt. Als Lieferumfang sind ausreichend viele Batterien, Schrauben, Dübel und Klebematerialien dabei. Zudem sind alle Bedienungsanleitungen leicht verständlich und wurden ausführlich gestaltet. Alarmanlagen-Aufkleber sind nicht im Lieferumfang enthalten. Diese empfehlen wir jedoch anderweitig nachzubestellen, da die Anbringung dieser auf Einbrecher bereits abschreckend wirken kann.

Die Fernbedienung

Beginnen wollen wir dieses Mal mit dem kleinsten Teil: der Fernbedienung (5919). Im Test haben wir hiervon gleich zwei an der Zahl, doch dazu später mehr. Diese wirkt aufgrund ihrer nur rund 16 Gramm und Kunststoffelementen sowie Ummantelungen wenig wertig. Dafür sieht sie aufgrund der chromschwarzen Optik gut aus und bietet einen innovativen Schiebemechanismus und einen Schlüsselring. Etwas negativ betrachten wir die Optik der Symbole auf den Tasten, denn diese wurden einfach nur eingeprägt und unterscheiden sich farblich nicht von der silbernen Fläche. Die Aussparungen hätten wir in schwarzer Farbe als besser sichtbar betrachtet. Die Schiebeblende zum Abdecken der Tasten ist dafür recht hilfreich und verhindert Fehlbedienungen, jedoch hakt das Schieben im Test etwas und erweist sich vor allem für unsere weibliche Probandin als etwas schwierig.

 

Insgesamt ist die 5,8 cm hohe Fernbedienung jedoch sehr handlich und kompakt, und sie passt in jede Hosentasche ohne versehentlich Alarm auszulösen. Die Anordnung der Tasten ist gut und leicht verständlich positioniert, allerdings sind vor allem die unteren zwei Tasten nichts für große Finger bzw. Daumen. Alle anderen Zubehörteile wie der Bewegungsmelder, Wassermelder, Glasbruchmelder, Erschütterungssensor und die Außensirene sind zwar ebenfalls aus Kunststoff, wirken aber insgesamt etwas wertiger und wurden gut verarbeitet. Die Instandsetzung geht bei allen Produkten schnell vonstatten, und die Sensoren sind nach dem Einlegen der Batterien alle sofort einsatzbereit.


Die Basiseinheit

Nun wollen wir den Hauptfokus jedoch erst einmal auf das Wichtigste Produkt richten: Die Basiseinheit! Hier gibt es einen großen Lautsprecher, ein beleuchtetes, 7,5 cm großes LC-Display mit 13-stelliger numerischer und alphanumerischer Anzeige sowie jede Menge Bedienelemente. Das Einrichten verläuft im Test dank der guten Erklärungen in der Anleitung einfach und schnell. Das beleuchtete Display ist sehr deutlich und kontrastreich. Sehr schön: Die Displayfarbe reagiert entsprechend der Alarmmodi in blau oder gelb. Die Tasten sind beleuchtet, sodass die Basiseinheit auch im Dunklen problemlos genutzt werden kann. Die Tastentöne können wahlweise ausgestellt werden. Die lauten Reaktionstöne für gespeicherte Einstellungen und die Sprachwiedergabe mit Meldung, dass die Alarmanlage scharf oder unscharf gestellt wurde jedoch nicht. Die weibliche Stimme ist deutlich und klingt natürlich. Allerdings hören wir oftmals nur „Larmanlage“ anstelle von „Alarmanlage“. In den Einstellungen haben wir u.a. die Möglichkeit, die Stimmenlautstärke und Auslöseverzögerungen zu variieren.

Die Alarmanlage kann wahlweise mit und ohne SIM-Karte betrieben werden. Wir testen natürlich auch die GSM-Funktion und setzen eine Mini-SIM Karte (diese ist natürlich nicht im Lieferumfang enthalten) mit einem Prepaid-Tarif hinein. Das Anbringen bedarf im Test etwas Fingerspitzengefühl und die kleine SIM-Klappe verspricht aufgrund der Verarbeitung und Fragilität keine besonders lange Haltbarkeit. Bis jetzt hält sie aber unseren Tests stand! Der SIM-PIN kann durch erste Eingabe dessen entriegelt werden und muss also- anders als bei einigen anderen Alarmanlagen- nicht vorher umständlich deaktiviert werden.

Im weiteren Verlauf müssen wir die Servicenummer des Mobilfunkanbieters einspeichern und können bis zu 10 Rufnummern, die im Notfall angerufen werden sollen, einprogrammieren. Weitere wichtige Einstellungen sind vorerst das Datum, die Uhrzeit sowie Ton und Kontrasteinstellungen.

Die Basis kann sowohl von 3 AAA Batterien als auch mittels Netzstecker betrieben werden. Die Batterien dienen jedoch lediglich als Notstromlieferant bzw. Ausfallsicherheit. Unsere Tests zeigen, dass bei kontinuierlicher Nutzung ohne Netzkabel die Batterien sehr schnell verbraucht sind. Bei Verwendung beider Stromquellen werden die Batterien nicht belastet, sodass keine Akkubatterien hinein kommen, sondern normale Alkaline Batterien. Die Leistungsaufnahme liegt bei nur 8 Watt. Die mitgelieferten Batterien von „TINKO“ sehen in ihrer goldenen Ummantelung zwar gut aus, versprechen aber aufgrund ihrer schlechten Verarbeitung keine lange Haltbarkeit. Zudem zeigen sie im Test keine gute Ausdauer.

Die Basiseinheit kann wahlweise aufgehängt, hingelegt oder aufgestellt werden. Auf der Rückseite befinden sich hierzu Aussparungen und vier gummierte Füße. Zudem können die zwei mitgelieferten Standfüße eingerastet werden. Jetzt müssen wir die Geräte in der Basiseinheit registrieren. Im Test werden alle Sensoren und Kontakte schnell und zielsicher mit dem System verbunden. Nun haben wir sogar die Möglichkeit diese einzeln zu benennen (Z.B. Eingangstür, Wohnzimmerfenster, etc.) und ihnen eine eigene Sprachnotiz zu erstellen. Diese ist wichtig für den telefonischen Alarmanruf.

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Kommentare   

+1 # Sherri 2017-08-28 08:09
Was mir so gut an dem Set gefällt ist, dass man es durch so viele weitere Sensoren erweitern kann. Wäre toll, wenn ihr auch mal die dazu passenden Kameras testen und bewerten würdet.
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