MTD Minirider 76 RDE

Beitragsseiten

Wir testen und bewerten den Benzin-Rasenmäher anhand folgender Kriterien: Leistung, Funktionen, Materialeigenschaften und Bedienbarkeit. Laut Hersteller ist der Minirider 76 RDE zum Mähen der Oberflächen bis ca.2.500 m² geeignet. Für unseren Test steht uns ein Rasen auf einem Gelände von rund 1000 m² zur Verfügung. Dieses ist teilweise flach, verwinkelt, hat schwer zugängliche Stellen und an manchen Stellen ein Gefälle von ca. 14-20 %. Erschwerend kommt noch hinzu, dass das Gras teilweise mit über 15 cm besonders hoch gewachsen ist. Zudem gibt es in manchen Bereichen einiges an Unkraut. Vor allem die hohen Brennnesseln sind sicher keine leichte Aufgabe.

Im Auslieferungszustand befindet sich im Minirider 76 RDE bereits ausreichend Öl und sogar etwas Benzin im Tank. Dieser umfasst 4,9 Liter. Somit passt fast ein voller Benzinkanister hinein. Sowohl das Befüllen mit Öl als auch mit Benzin funktioniert beim hochgeklappten Sitz einwandfrei. Als besonderes Sicherheitsmerkmal lässt sich der MTD Minirider 76 RDE nicht starten, wenn kein Aufsatz auf dem seitlichen Auswurf ist. Das Variieren zwischen dem hinteren Auswurf mittels Rohrs und dem Mulchaufsatz lässt sich in schnellen Schritten erledigen. Dabei wird nicht einmal ein Schraubendreher benötigt. Der gefederte und gut ausgepolsterte Fahrersitz ist groß und besonders bequem. Auch in diesem steckt ein toller Mechanismus: Sobald man vom Sitz aufsteht schaltet sich der Motor ab. Der Motorstart klappt im Test auf Anhieb. Im Freien sind die vom Hersteller angegebenen 100 dB kaum als solche wahrzunehmen. Von der Lautstärke her ist der Minirider akustisch kaum lauter als ein normaler Benzinrasenmäher. Der mittlere Hebel vor dem Sitz regelt vor, zurück und den Leerlauf. Dieser Hebel sollte natürlich nur dann betätigt werden, wenn die Kupplung, welche zugleich auch als Fuß- und Feststellbremse fungiert, gedrückt wird. Nach dem Schalten in den ersten Gang und auf Vorwärts eingestellt, fährt der Aufsitzrasenmäher nach Loslassen der Kupplung auch schon los. Er fährt nun also quasi von selbst, ohne dass Gas gegeben werden muss.

Die 6 Gänge sind somit auch eine Art Tempomat. Die Zahlen sind jedoch aufgrund des gleichen roten Farbtons nicht gut zu erkennen. Zudem gibt es noch einen seitlichen Gashebel, welcher die Geschwindigkeit ebenfalls reguliert. Im ersten Gang und geringsten Geschwindigkeits-Modus, welcher mit dem Schildkrötensymbol gekennzeichnet wurde, bewegt sich der Minirider konstant bei ca. 6 km/h, was einer normalen Laufgeschwindigkeit zu Fuß entspricht. Hierbei lässt sich das Fahren wunderbar üben und kennenlernen. Das Transmatic-Getriebe hat auch den Vorteil, dass man sich beim Fahren komplett entspannen kann, da sogar die Füße kein Pedal zum Fahren drücken müssen. „Schalten ohne zu halten“ heißt es beim Transmatic-Antrieb, doch im Test funktioniert das nur bedingt und auch lediglich, wenn von einem niedrigen auf einen höheren Gang geschaltet wird. Um alle Gänge ordentlich zu schalten, müssen wir jedes Mal die Kupplung bzw. in diesem Fall auch gleichzeitig die Bremse betätigen. Das Starten im 6. Gang meistert der Aufsitzmäher jedoch ohne Probleme, selbst, wenn vor einem Hügel angefahren wird.  Im höchsten Gang und bei maximaler Geschwindigkeit mit dem Hasensymbol kommt der Aufsitzmäher richtig in Fahrt. Mit 9 km/h ist er besonders schnell und bleibt dabei stets souverän. Auch der Rückwärtsgang verhält sich gut. Was uns im Test ebenfalls sehr gut gefällt ist das Lenkrad und der geringe Wenderadius von nur 46 cm.

  

Um das Schneidewerk zu aktivieren, müssen wir im gestarteten Zustand die Mähwerkkupplung langsam lösen, bis es gestartet hat. Auch dies funktioniert im Test gut, und wir hören die kraftvolle Klinge sich drehen. Dass vor allem mit den Füßen ein gewisser Sicherheitsabstand zur unteren Wanne gehalten werden muss, sollte jedem Anwender klar sein, denn hier droht eine sehr hohe Verletzungsgefahr! Beim Befahren auf Bereichen mit hohem bis sehr hohem Gras benutzen wir die Schnitthöhe 5. Bei besonders dichtem Wuchs inkl. Unkraut eignet sich der Seitenauswurf mit Mulchaufsatz besser. So bekommt der Aufsitzmäher „mehr Luft“ und kommt besser zurecht. Im Test meistert der MTD Minirider 76 RDE hohes Gras und Gestrüpp mit Bravour. Selbst 176 große Brennnesseln überfährt und zerkleinert der Aufsitzrasenmäher ohne zu zögern. Lediglich, wenn im Test an Stellen wie einen Stumpf oder mehrere Äste gestoßen wird, kommt es zum Stillstand. Auch drehen die hinteren Räder manchmal durch, vor allem auf weichem Untergrund. Ein Front- oder Allrad-Antrieb wäre zwar besser, doch der Hinterradantrieb erweist sich im Test als ebenfalls gut und besonders hartnäckig.

Wie bereits erwähnt ist der kleine Wendekreis besonders Hilfreich, was im Test immer wieder auffällt. Wenn wir jedoch zu weit einlenken kommt es hin und wieder zum Verhaken bzw. Stillstand und wir müssen zurücksetzen. Was manchmal etwas umständlich ist, ist die Tatsache, dass man bei jeder Rückwärtsfahrt neben dem Verstellen des F auf den R Schalter auch das Mähwerk ausschalten muss und nachdem man auf der richtigen Position ist, es wieder eingeschaltet wird. Im Rückwärtsgang ist kein Mähen möglich. Auf unserer Rasenfläche mit einer Grashöhe von etwa <15 cm mähen wir mittels Auffangbehälter. Hier können wir auch eine tiefere Schnitthöhe einstellen. Dank der großen Schnittbreite von 76 cm benötigt es nur wenige Bahnen, bis die jeweilige Test-Rasenfläche gemäht ist. Dank der 6-Gänge und des Gashebels kommen wir auch deutlich schneller voran als mit einem Rasenmäher mit Radantrieb. Sehr schön: Selbst mit unseren Abhängen mit dem relativ großen Gefälle kommt der Minirider gut zurecht. Hier kommt die Kraft des 10 PS starken Benzinmotors voll zur Geltung. Das Ausleeren des Fangkorbes verläuft bequem per Hebel, während man auf dem Aufsitzmäher sitzt.

 

Das Schnittbild kann sich nach Testende sehen lassen! Wir erkennen einen guten und gleichmäßigen Schnitt bei den Grasflächen. Selbst bei den hohen Brennnesseln sind kaum noch Halme zu erkennen und auch mit Rasenkanten kam der Aufsitzmäher zurecht. Nach dem Abstellen kann die Handbremse mittels Einstellens der Parkposition eingestellt werden. Ist zusätzlich ein Gang drin, rollt der Minirider auf ebenen Flächen nicht weg. Aufgrund seiner verhältnismäßig geringen Größe kann der Aufsitzrasenmäher untergestellt werden, ohne viel Platz wegzunehmen.

Was den Verbrauch angeht, so sind nach knapp 2 Stunden mähen und einer Gesamtfläche von etwa 500 m² sind bereits rund 2,5 Liter Benzin verbraucht. Für die gesamten 1000m² benötigt der RDE 76 somit eine ganze Tankfüllung. Bei einem Benzinpreis von 1,30 EUR kostet somit ein kompletter Mähvorgang 6,81 EUR. Über die Mähmonate hinweggerechnet kommen hier schon einige EURO zusammen, doch das ist beim normalen Benzin-Rasenmäher nicht anders. Das Öl muss nur sehr selten nachgefüllt werden. Ein ganzer Kanister kann hierbei sogar mehrere Jahre halten. Die Folgekosten sind bei diesem Produkt somit hauptsächlich auf das Benzin beschränkt. Der Anschaffungspreis liegt derzeit bei ca. 1.600 EUR. In Anbetracht der Marke, des souveränen Motors und der Funktionen ein durchaus angemessener Preis.

Fazit: Der MTD Minirider 76 RDE überzeugte im Test vor allem in Sachen Motorleistung und Funktion. Die große Schnittbreite und der geringe Wendekreis erleichterten den Mähprozess. Die Geschwindigkeiten waren optimal und das Fahren wird, dank der tollen Bedienbarkeit, vor allem auf breitflächigen, ebenerdigen Rasen zum Genuss. Selbst vor einigen Hügeln und Gestrüpp machte der Minirider im Test keinen Halt.Der Aufsitzmäher von MTD eignet sich hervorragend für kleine und große Gärten, mit und ohne Gefälle! 

 

Anzeigen