Dorr-Biomassehof Holzpellets

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Immer mehr Haushalte setzen beim Heizen auf die Verwendung von Holzpellets. Für viele ist diese Art von Wärme einfach die günstigere und umweltfreundlichere Variante. Hierzu werden, je nach Hausgröße, Pelletöfen oder Pelletheizungen verwendet. Die Auswahl der richtigen Holzpellets wirkt sich dabei entscheidend auf die Heizleistung, den Verbrauch und auch auf die Kosten aus! Bei unserem diesjährigen Test haben wir den Focus auf nur einen Anbieter gerichtet. Es handelt sich um den deutschen Hersteller und Produzenten Dorr-Biomassehof aus Kempten. Wir haben die Holzpellets rund einen Monat ausgiebig getestet und präsentieren heute das Ergebnis.

Der Preis von Holzpellets ist in diesem Jahr aufgrund der höheren Nachfrage erneut gestiegen. Umso mehr macht vor dem Kauf ein Holzpellets-Vergleich Sinn. Wir verweisen hierzu auf unseren Holzpellets-Vergleich-Test aus dem vorherigen Jahr. Für unseren Test haben wir eine Palette Pellets, also 66 Säcke à 15 kg bestellt. Die Palette kostete 294,64 EUR. Den Betrag konnten wir wahlweise per Vorabüberweisung oder PayPal bezahlen. Zudem ist zu erwähnen, dass in dem Gesamtpreis auch die Lieferung per Spedition enthalten ist. Die Lieferung dauerte nur 10 Tage. 

Wir testen und bewerten Holzpellets anhand folgender Kriterien: Materialeigenschaften (Pellets, Folie), Umwelteigenschaften (Geruchsentwicklung), Wärmeentwicklung, Herstellung/Produktion Deklaration (Website/Verpackung) und die Anzahl und Wertung der Zertifikate. Beim Abladen der 66 Säcke bemerken wir sofort die Stärke der Folien. Keine der Säcke nimmt beim Entladen einen Schaden. Die Folien sind gut verarbeitet und haben eine gute Festigkeit. Die typische Geruchsentwicklung der Holzpellets ist natürlich vorhanden, doch sie halten sich bei diesen Pellets in Grenzen. Holzpellets sondern allerdings nicht nur Gerüche ab, sondern auch Kohlenmonoxid (CO) aus. Bei Kohlenstoffmonoxid handelt es sich um eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses sowie giftiges Gas. Es entsteht unter anderem bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen bei unzureichender Sauerstoffzufuhr. Der Transport von 20 Holzpellets Säcken oder mehr sollte daher bestenfalls auf einem Anhänger oder abgeschlossenen Kofferraum, welcher vom Fahrrerraum getrennt ist, stattfinden. Beim Fahren müssen zudem die Fenster etwas geöffnet werden.

Die Lagerung von großen Mengen Holzpellets darf außerdem nur in einem großen Raum mit einem offenen Fenster oder einer elektrische Lüftung gelagert werden. Andernfalls kann eine unsachgemäße Lagerung zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tode führen. CO-Warnmelder dürfen in Pelletlagern ebenfalls nicht fehlen! Diese können hier ebenfalls hilfreich sein und Alarmschlagen, wenn sich der CO-Gehalt in der Luft vermehrt. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, Pellets in Kunststoffbehältern oder in Silos zu lagern. Möglich ist auch die Lagerung von Pellets in Erdtanks außerhalb des zu beheizenden Gebäudes.

Die Größe und Beschaffenheit von Holzpelles unterliegen strengen Prüfkriterien, welche vor allem durch die Zertifikate EN plus A1 und A2 sowie DIN plus vorgewiesen werden können. Beim Kauf von Holzpellets sollte daher eines dieser Zertifikate mindestens vorhanden sein. Zu den Prüfkriterien gehören folgende Werte:

  • Durchmesser
  • Länge
  • Rohdichte
  • Heizwert
  • Abriebfestigkeit
  • Wassergehalt
  • Aschegehalt
  • Schwefelgehalt
  • Chlorgehalt
  • Stickstoffgehalt
  • Presshilfsmittel
  • Externe Produktionskontrolle

Das wichtigste Augenmerk sollte beim Kauf auf dem Heizwert liegen. Der Heizwert gibt die Effizienz eines Brennstoffes an. Der Heizwert der Dorr-Biomassehof Pellets liegt bei 4,8 kWh/kg, was in etwa dem Heizwert von einem halben Liter Heizöl entspricht. Im Vergleich dazu liegt der Heizwert von luftgetrocknetem Holz nur bei ca. 3,4 kWh/kg. Der Bedarf von Holzpellets entspricht etwa dem halben Bedarf an Heizöl (z.B. 1000 l Heizöl = 2000 kg Holzpellets).

Kommentare   
+2 # Bernd 2020-01-16 14:53
Ja, sehe ich genauso. Deutschland wird immer mehr zum Importland und unter der Fuchtel von gierigen Großkonzernen. Selbst bei Pellets. Hier wird zugesehen wie diese aus illegalen Abholzungen stammen. Aber Hauptsache immer vom Klimaschutz reden und suggerieren, dass es mit CO2 Grenzwerten und Plaketten getan ist.
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+4 # Jim 2020-01-15 14:45
Toll, dass es noch deutsche Hersteller mit Prinzipien gibt. Pellets, welche sowoehl für die Natur als auch für den Kunden von besserer Bedeutung sind und ohne gesichtslose Großkonzerne, welche in Polen oder anderen Ländern unter fragwürdigen Bedingungen Pellets herstellen.
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