Philips SpeedPro Max Aqua

Kabellose Staubsauger gibt es in immer mehr Haushalten. Kein Wunder, sind diese doch äußerst praktisch in der Handhabung und schnell zur Hand, wenn etwas wegzusagen ist. Beim Putzen sah es da bisher anders aus: Hier mussten Anwender entweder zum klassischen Wischmop greifen oder ein Bodenreinigungsgerät verwenden. Mit dem SpeedPro Max Aqua zeigt Philips, dass es auch einfacher geht. Bei dem Produkt handelt es sich um einen kabellosen 3-in-1 kabellosen Staubsauger, der auch wischen kann. Wir haben das Produkt im Test und präsentieren heute unser Ergebnis.

Einfach saugen können viele herkömmliche Akku-Staubsauger, doch eine Wischfunktion ist neu. Eben genau diese interessiert uns im Test am meisten, denn in der restlichen Bau- und Funktionsweise ähnelt der Akku-Sauger sehr dem normalen Philips SpeedPro Max, den wir ebenfalls im Test hatten.

Wir testen und bewerten den Philips SpeedPro Max Aqua anhand folgender Kriterien:

  • Ausstattung
  • Materialeigenschaften
  • Handhabung
  • Funktion/Leistung

Wir testen den Saugroboter von Philips unter alltagstypischer Beanspruchung. Dazu gehören unter anderem das Saugen und wischen auf folgenden Hartböden: Fliesen, Laminat und Vinyl. Auch lassen wir ihn über Teppichfliesen, Nadelfilzteppiche und einen Hochflorteppich saugen. Ebenso testen wir das Produkt an Sofas und Sesseln.

Erster Eindruck und technische Daten

Geliefert wird der Philips SpeedPro Max in einem ansprechenden und zu 90 % recycelbaren Karton. Der Staubsauger ist in schwarz rot gehalten und macht gleich beim ersten Auspacken sowohl optisch als auch materialtechnisch eine gute Figur. Der Lieferumfang besteht neben dem Akku-Staubsauger aus folgenden Bestandteilen:

  • Standarddüse: 360°-Saugdüse
  • Saugdüse mit Wischaufsatz
  • Tierhaar Turbobürste
  • Lange Fugendüse
  • 2 Mikrofaserpolster
  • Integrierte Bürste
  • Separater Ersatzfilter
  • Verlängerungsschlauch
  • Mini-Turbo-Saugbürste
  • Wandhalterung
  • Netzteil

Der Philips SpeedPro Max wird in China hergestellt und besteht aus einem 42 cm langen Handstaubsauger, einem 70 cm langen Rohr aus Aluminium und Kunststoff sowie einer 30 cm langen und 26 cm breiten Elektro-Saugdüse. Am Rohr befindet sich zudem eine aufklappbare Bürste. Diese ist besonders praktisch, da sie integriert wurde. Im aufgebauten Zustand messen wir eine Gesamtlänge von rund 120 cm. Zudem gibt es noch eine kleine, ebenfalls elektrische Bürste. Die motorisierte Turbodüse ist für die Polster- und Autoreinigung vorgesehen. Sie ist außerdem für die Entfernung von Tierhaaren geeignet. Des Weiteren gibt es eine Saugdüse mit Wischaufsatz. Es handelt sich also um einen 3-in-1 Akku-Staubsauger, bestehend aus einem Staubsauger, Handstaubsauger und Wischsystem. Der SpeedPro Max Aqua ist jedoch kein Nasssauger und somit nicht zum Aufsaugen von Flüssigkeiten geeignet!

Eine Parkposition gibt es nicht, dafür eine Wandhalterung, an die der Akku-Staubsauger eingehängt und anhand eines praktischen Magnetsteckers einfach aufgeladen werden kann. Mit seinen rund 2,7 kg (inkl. Der 360° Bürste) ist der Akku-Sauger besonders leicht, was vor allem auf das Aluminium-Saugrohr zurückzuführen ist. Als Handstaubsauger wiegt der SpeedPro Max 1,5 kg. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass der SpeedPro Max Aqua besonders handlich und leicht ist.

Der Akku-Staubsauger im Test

Der Handgriff ist aus Hartplastik liegt gut in der Hand. Mittels Daumendruck erreicht man bequem den An/Aus-Schalter, welcher in drei Leistungsstufen einstellbar ist. Auch sehen wir eine LED-Anzeige, welche den aktuellen Batteriestand in Prozent aufzeigt! Auf der Rückseite gibt es den Netzanschluss sowie die Einkerbung für die Wandhalterung. Das Ein- und Ausstecken der Bürsten und Stange verläuft anhand des Klick-Systems ebenfalls einfach und schnell. Sowohl die Materialeigenschaften als auch die Verarbeitung können uns bei diesem Produkt überzeugen.

Der herausnehmbare Filter hat eine Staubaufnahmekapazität von 0,6 l und lässt sich ebenfalls komfortabel handhaben. Vor dem ersten Anschalten muss der Akku aufgeladen werden. Im Test vergehen bei einem vollständig entleerten Akku 4 Stunden und 50 Minuten. Im Normalfall empfehlen wir jedoch eine Aufladung bei spätestens 10%, da eine ständige vollständige Entladung eines Akkus auf Dauer ebenso schaden kann, wie eine andauernde Aufladung auf 100%. Nach dem Starten messen wir zunächst die Lautstärken des Gerätes. Hierbei ermitteln wir folgende Werte:

  • Stufe 1: 70 dBA
  • Stufe 2: 74 dBA
  • Stufe 3: 77 dBA

Die Lautstärke ist somit insgesamt etwas stark, jedoch im Bereich der Akku-Staubsauger kein Einzelfall und unterhalb der erlaubten dB Höchstgrenze. Die Leistungsstärke macht sich dafür auch sofort in Sachen Saugleistung bemerkbar. Ob Staubmäuse, Haare oder verschiedener Dreck, der SpeedPro Max saugt alles weg, was ihm in die Quere kommt. Selbst auf Stufe eins bemerken wir vor allem auf Hartböden bereits eine beachtliche Saugleistung, welche nicht nur auf die Elektrobürste, sondern vor allem auf den PowerBlade Digitalmotor mit einer Luftgeschwindigkeit von >1000 l/min zurückzuführen ist. Kaum zu glauben, dass die Elektrobürste nur 12 Watt Leistung erbringt. Etwas störend ist jedoch, dass die Luft in Richtung des Anwenders ausgeblasen wird. Zwar besitzt der Staubsauger einen Filter, doch dieser kann nicht zu 100% Staub zurückhalten. Etwas Feinstaub wird immer wieder herausgeblasen und das in diesem Falle direkt in Richtung Gesicht. Der Filter ist waschbar und sollte für beste Reinigungsergebnisse monatlich gewaschen werden. Alle Teile die mit Wasser gereinigt werden müssen vollständig trocken sein, bevor Sie wieder in den Staubsauger eingesetzt werden.

Auf den Stufen 2 und 3 kann sich der SpeedPro Max im Test auch auf Teppichen beweisen! Selbst mit hohem Flor kommt das Produkt klar, ohne abzubrechen. Lediglich einmal kommt es vor, dass die Bürste blockiert. Hierzu erscheint die Fehlermeldung E4 auf dem Display. Das Saugen auf Treppen funktioniert im Test ebenfalls sehr gut. Dank des geringen Gewichtes können wir auch bequem an Wänden entlang saugen. Auch nur die 10 Watt starke Turbodüse kann im Test punkten, denn diese vereinfacht das Saugen auf Sofas und saugt sogar Tierhaare problemlos weg. Auch als Autosauger beweist sich der SpeedPro als zuverlässig und praktisch. Auch große Flächen lassen sich mit dem SpeedPro Max schnell und einfach säubern und auch unter Sofas oder Couchtischen lässt es sich gut arbeiten. Sehr schön ist auch die LED-Beleuchtung an der großen Elektrobürste. Dank dieser können wir auch unter der Couch oder in dunkleren Räumen genau erkennen, wo gesaugt werden muss. Sehr schön ist auch die Verwendung als Handstaubsauger. Klein und praktisch lässt sich der Sauger so überall hin mitnehmen uns saugen.

Als nächstes testen wir den Wisch-Modus. Hierzu müssen wir einfach nur die Aufsätze wechseln und etwas Wasser sowie Putzmittel in den Wischaufsatz geben. Im nächsten Schritt können wir schon loselegen und der SpeedPro Max Aqua saugt und wischt zu gleicher Zeit. Sehr schön ist dabei, dass sich die Saugdüse direkt vor dem Wischaufsatz befindet, sodass direkt nach dem Aufsaugen von Krümeln oder ähnlichem gewischt wird. Die Wischfunktion funktioniert im Test im Großen und Ganzen gut. Kleine, wie auch große Flecken werden mit mehreren Wischvorgängen weggewischt und der Wischer sorgt für einen guten Bodenglanz. Hin und wieder löst sich zwar der Wischaufsatz, doch bei ruhiger und konstanter Nutzung bleibt alles festsitzen. Für das Wischen von engen, wendelartigen Treppen eignet sich der Wischer nicht besonders, dafür umso mehr auf glatten Hartböden wie Fliesen und Laminat. Dank des Pumpenreglers können wir im Test immer bestimmen, wieviel Flüssigkeit ausgelassen werden soll. Der Wischaufsatz ist nicht für das Reinigen oder auffrischen von Teppichböden geeignet. Für das Putzen für zwischendurch eignet sich der Wischer gut. Wie sich die Saug- und Wischleistung auf langer Distanz hält, wird der Dauertest zeigen.

Der Akku hält im Dauertest und im Wechsel zwischen verschiedenen Stufen und Modi rund eine Stunde. Die vom Hersteller angegebenen 65 Minuten Akku-Laufzeit können nur auf den geringeren Stufen, vorzugsweise der ersten erreicht werden. Trotz dessen reichen 60 Minuten für die meisten Haushalte sogar für mehrere Tage, wenn der SpeedPro Max nur zum Saugen für zwischendurch verwendet wird oder kein großes Haus vorhanden ist. Dank der Wandhalterung hängt der Akku-Staubsauger platzsparend und zugleich gutaussehend an jeder Wand. Beim Aufladen an der Steckdose entsteht eine Leistungsaufnahme von nur 0,5 Watt. In Stromkosten auf das Jahr gerechnet bei unter einem Cent. Mit aktuell rund 500 EUR ist der Akku-Sauger auf den ersten Blick nicht gerade günstig, doch in Anbetracht dessen, dass man hier 3 Geräte in einem bekommt, inkl. Wischsystem, wird dieser Preis verständlich.

Das Herausnehmen und Säubern der Bürsten verläuft besonders einfach und ermöglicht ein lückenloses Reinigen. Selbst das Entfernen von Haaren geht dabei problemlos von Statten. Auch das Ausleeren des Staubbehälters ist schnell erledigt. Einfach herausnehmen, aufmachen und entleeren. Beim Wasserbehälter genügt einfaches Auswaschen und Lufttrocknen. Die Mikrofaserpolster können von Hand oder in der Waschmaschine gereinigt werden.

Fazit: Der Phillips SpeedPro Max Aqua ist eine verbesserte Version des Vorgängers ohne Wischfunktion und beweist im Test nicht nur Saugkraft, sondern auch Wischleistung! Der Akku-Saugwischer konnte in fast allen Testkriterien überzeugen. Zwar stört uns das Anpusten durch den Lüfter etwas und auch die Lautstärke könnte etwas geringer sein, leistungstechnisch ist das Produkt jedoch auf einem hohen Level. Die Wischfunktion ist ein tolles Extra, welches den Haushaltsalltag ebenfalls erleichtert. Auch von den Materialeigenschaften konnte uns der Akku-Staubsauger im Test überzeugen! Was uns ebenfalls Imponierte war die Einfachheit in der Handhabung und die vielseitigen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten, z.B. als Handstaubsauger.

                                                                                                                                                                                                                                                                                           Bilder: testlabor.eu, Philips

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