MEDION Wischroboter MD 18379

Beitragsseiten

Im Testbetrieb 

Der Schallpegel liegt im Test bei einer Entfernung von 1 m bei 60 dB(A), was in etwa einer normalen Zimmerlautstärke mit sprechenden Personen entspricht. Bei der manuellen Reinigung ist der Geräuschpegel sogar 2 dB darunter. In diesem Modus kann der Wischroboter mittels Fernbedienung gezielt ferngesteuert werden. Hierbei lässt er sich im Test problemlos nach vorne und zu den Seiten navigieren. Rückwärtsfahren kann er nicht, hierfür dreht er sich jedoch um 180°. Auch 360°-Drehungen sind möglich. Die mittlere untere Taste bewirkt, das der MD 18379 wieder zu seinem Ausgangspunkt fährt. Während des manuellen Navigierens ertönt ein etwas störender, taktartiger Ton. Gestoppt wird der Wischroboter wahlweise mittels einer Modustaste auf der Fernbedienung oder auf der CLEAN-Taste am Gerät. Letztere fungiert als Start- und Stopptaste. Bis auf die Ansteuerung der Sprachausgabe lassen sich alle Funktionen, welche am Gerät bedienbar sind, auch von der Fernbedienung aus steuern. Insgesamt bewegt sich der Wischroboter recht langsam, was jedoch den Vorteil hat, gründlicher aufzuwischen. Beim Durchqueren von Räumen geht er immer nach dem selben vorprogrammierten System vor. Er „merkt“ bzw. speichert sich jedoch keine Räume in dem Ausmaß wie es z. B. vortschittliche Saugroboter tun.

In den automatischen Programmen ortet der Wischroboter mit Hilfe von Sensoren zuverlässig Hindernisse und fährt daran vorbei. Auch erkennt er Teppiche sowie Hindernisse. Dank seiner tiefen Lage stößt er im Test sogar an dünne Läuferteppiche und umfährt diese souverän. Auch Treppen bzw. Abgründe erkennt der Wischroboter im Test zuverlässig. Aufgrund seiner Höhe von 11 cm kann der Wischroboter auch problemlos unter Couchtische oder Sofas fahren. Bei Letzteren kann es jedoch vorkommen, dass er auch mal steckenbleibt. Durch die Gyro-Technologie fährt der Wischroboter im Test systematische Linien und entfernt dabei Staub, Haare und oberflächlichen Schmutz. Während des Wischens sehen wir leicht befeuchtete Bahnen, welche vor allem auf den Testböden Vinyl und Laminat eine gute Wischleistung hinterlassen. Der Roboter wischt feucht aber nicht zu nass, sodass er auch bedenkenlos auf Laminat angewendet werden kann. Auf unseren glatten Böden hinterlässt er lediglich einen kleinsten Feuchtigkeitsfilm, welcher schnell trocknet. Bei Böden mit Fußbodenheizung verläuft die Trocknung in Sekunden. Mit unseren Test-Fliesen kommt er allerdings nicht so gut klar wie mit den anderen Böden, was vermutlich an der Beschaffenheit der Fliesen liegt. Da diese eine leichte Struktur aufweisen, bleibt er etwas feuchter, was mit dem Nässegrad nach der Nutzung eines Bodenwischers vergleichbar ist. Beim Reinigen verlor der MD 18379 einmal seine Wischlippe, was an den etwas zu schwachen Magneten liegt. Mit tief sitzendem Schmutz und Flecken kommt der Wischroboter im Test nicht gut zurecht. Dafür wischt er in nur einer Bahn verschüttete Getränke wie Cola oder Eistee problemlos auf. Selbst mit Ketchup und Soßen kommt der Wischroboter im Test zurecht.

Sehr schön ist die Trennung von Frisch- und Schmutzwasser. Im Schmutzwasserbehälter sammelt sich im Test einiges an schmutzigem Wasser an, welches jedoch nicht ausläuft. Lediglich beim Hochnehmen tropft es manchmal etwas aus den Behältern. Ist die Bürste erst einmal richtig vollgesogen mit Flüssigkeiten und anderen Dingen, ist eine Säuberung zwischendurch nötig. Andernfalls hinterlässt sie beim weiteren Verlauf hier und da ihre Spuren. Für ein besseres Wischergebnis empfehlen wir vor jedem Wischvorgang die Reinigungsbürste anzufeuchten und etwas Putzmittel aufzutragen. Während eines Wischvorgangs haben wir immer im Blick, wann der Wischroboter wieder geladen werden muss. Die gut sichtbare Anzeige für den Ladezustand informiert hierüber in drei Stufen. Nach einer Betriebszeit von ca. 70 Minuten muss der MD 18379 wieder an seiner Ladestation. Nach ca. 2,5 Stunden hat der Akku wieder ausreichend Kapazität, um in einen neuen Wischvorgang zu starten. Seltsamerweise sagt die Roboter-Stimme manchmal bereits nach wenigen Minuten „Charging Finnished“, was natürlich nicht stimmt. Eine volle Ladung Frischwasser reicht im Test für mehrere Durchgänge.

 

Das Ausleeren des Schmutzwasserbehälters funktioniert einfach und unproblematisch. Das Säubern erweist sich jedoch an manchen Stellen als etwas schwierig, doch dafür gibt es ja die kleine Reinigungsbürste im Lieferumfang. Die Reinigungsrolle lässt sich einfach abnehmen und wieder anbringen. Wir empfehlen die Reinigung durch Abwaschen unter heißem Wasser unter Hinzugabe von etwas Putzmittel. Die Wischlippe lässt sich angenehm und schnell abwischen. Wichtig ist, dass sowohl der Schmutz- als auch der Frischwasserbehälter nach jedem Arbeitsgang geleert werden. In brachliegendem Wasser sammeln sich schnell Keime und diese möchte man natürlich nicht auf seinem Fußboden verteilt haben.

Fazit: Ein klassisches Wischsystem ersetzt der MD 18397 zwar nicht, doch als Putz-Ergänzung eignet sich der MEDION Wischroboter dafür umso mehr. Wer einmal in der Woche mit einem Wischmopp inkl. Putzmittel eine Tiefenreinigung macht, der kann den Wischroboter von MEDION in der Zwischenzeit dazu nutzen, die Böden konstant oberflächlich schön zu halten. Auch kann der Wischroboter dazu verwendet werden, um etwas Umgeschüttetes schnell aufzuwischen. Die Selbständigkeit hapert etwas an der Tatsache, dass man ihn auf die Ladestation heben muss. Abgesehen davon verrichtet er seine Wischvorgänge konsequent, auch wenn man nicht im Raum ist. 

Kommentar schreiben


Contentempfehlungen & Anzeigen

Neueste Kommentare

  • Walter Fartely
    Hab das Gerät gestern gekauft. Dank ihres hervorragenden Testbericht denke ich alles richtig gemacht ...

    Weiterlesen...

     
  • Tobias Weih
    Ich benutze Silberstäbchen (Secosan) statt des Hygienemittels, um den Luftwäscher keimfrei zu halten.

    Weiterlesen...