Arctic Air vs Arctic Air Smart

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Schall und Licht 

Der Arctic Air kann sowohl per Netzadapter als auch per USB am PC betrieben werden. Beim Arctic Smart entfällt die USB-Möglichkeit. Beide haben eine Kabellänge von rund 180 cm, was für ihre Einsatzgebiete vollkommen ausreichend ist. Beim Einstecken an die Geräte sollte immer darauf geachtet werden, dass sich kein Wasser an den Anschlüssen befindet. Nach dem Starten der beiden Geräte messen wir zunächst die Lautstärken. Hierbei ermitteln wir folgende Werte:

Arctic Air

  • Stufe 1: 46 dBA
  • Stufe 2: 49 dBA
  • Stufe 3: 52 dBA

Arctic Air Smart

  • Stufe 1: 49 dBA
  • Stufe 2: 51 dBA
  • Stufe 3: 53 dBA

Die Schallpegelmessungen wurden in einem Meter Entfernung durchgeführt. Steht das Produkt auf dem Wohnzimmertisch oder Schreibtisch ist von einer Entfernung von rund 40 cm auszugehen. Hier liegt der Geräuschpegel des Arctic Air Smart im höchsten Modus bei rund 57 dBA und des Arctic Air bei 53 dBA. Vergleichbar in etwa mit einem Radio oder TV-Gerät in Zimmerlautstärke. Gerade wenn die Produkte in der Nähe stehen können die hohen Töne auf Dauer störend sein. Ein normaler Ventilator ist deutlich leiser. Bei einem mobilen Klimagerät sind die Werte ähnlich.

Lichttechnisch liegt der Arctic Air (links) deutlich vorn. 

Kommen wir nun zu den Lichtverhältnissen. Beide Geräte verfügen über eine Lichtfunktion. Letztere ist bei Arctic Air Smart sehr überschaubar. Es gibt ein blaues Licht, welches in zwei Helligkeitsstufen variiert werden kann. Mediashop gibt dies als LED-Nachtlichtfunktion an. Das Licht lässt sich nicht unabhängig vom Gebläse anschalten, sodass die meisten Anwender bei der Betriebslautstärke des Lüsters sicher nicht einschlafen können. Auch ist es, nicht empfehlenswert neben einem laufenden Ventilator einzuschlafen, da dies eine Erkältung hervorrufen könnte. Auch das stundenlange davorsitzen am Tage kann zu einer Augen- oder Halsentzündung sowie anderen Krankheiten führen. Beim Arctic Air sieht es lichttechnisch da schon besser aus. Das Produkt verfügt über ganze 7 wählbare Stimmungslichter. Einen automatischen Wechselmodus gibt es nicht, dafür kann das Licht auch ausgeschaltet werden. Die Lichtstärke und Farbintensität ist beim Arctic Air um Längen besser. Auch wird das Licht seitlich ausgestrahlt, was auch mehr Sinn ergibt als oben. Wahlweise können beide Geräte auch ohne Licht betrieben werden.

Der Arctic Air leuchtet wahlweise in 7 verschiedenen Farben. 

Die Kühlfunktionen 

Als Nächstes testen wir die Kühlleistungseigenschaften. Hierzu heizen wir unsere Testräume auf sommerliche Temperaturen auf und wollen wissen, ob und wie schnell die Geräte Temperaturen herunterkühlen können. Hierbei verwenden wir verschiedene Thermo- und Hygrometer zur Bestimmung der Gradzahlen in Celsius und für die Messung der Luftfeuchte. Gleich beim ersten Anschalten bemerken wir bei beiden Produkten einen deutlich kühleren Luftstrom als bei einem herkömmlichen Ventilator. Je kühler das verwendete Wasser, desto kühler ist auch die herausströmende Luft. Eiswürfel können hierbei auch ihren Teil beitragen. Von der Verwendung von Duftölen oder Ähnlichem raten wir ab. Zum einen aufgrund der gesundheitlichen Bedenklichkeit. Wir verweisen hierzu auf unseren Bericht über Duftöle aus dem Jahr 2015. Zum anderen bleiben Gerüche in den Filtern hängen und vermischen sich, was einen ständigen Wechsel der Filter zur Folge hätte. Den aktuellen Pegelstand des Wassers erkennt man beim Arctic Air durch das seitliche Licht sehr gut. Beim Smart kann äußerlich kein Pegelstand erkannt werden.

 

Die Lüfter der beiden Arctic Air-Geräte sind gleich groß. 

Der Unterschied zwischen der Raumtemperatur und der Region um den Luftauslass liegt bei beiden Geräten zwischen 5-7° Celsius. Bei einer Raumtemperatur von 30° Celsius ist vor dem jeweiligen Gerät somit zwischen 25° und 23° Celsius. Somit ein angenehmer und kein zu hohem Kontrast zum gesamten Raum. Das beste Kühlergebnis erhalten wir in unmittelbarer Nähe, bis ca., 50 cm Abstand. Einen kompletten Raum können beide Geräte im Test nicht herunterkühlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser 50 m² oder 10 m² groß ist. Doch ein komplettes herunterkühlen von Räumen schaffen sogar viele mobile Klimageräte nicht und diese sind um einiges leistungsstärker. Zwar können beide Produkte nicht gut auf weite Entfernung kühlen, doch in der Nähe sorgen sie an heißen Tagen für eine angenehme Erfrischung. Die Luftfeuchtigkeit wurde allerdings in unmittelbarer Nähe um 16 % erhöht, in die komplette Raumluft hat sich dieser Wert jedoch nicht ausgewirkt. Die Luftfeuchte ist im Raum selber fast dieselbe wie vor der Messung. Bei mobilen Klimageräten sieht das schon anders aus. Hier sind Erhöhungen der Luftfeuchte von 20-30 % keine Seltenheit, was das Raumklima in Sachen Hitze noch verschlimmert. Die beste Möglichkeit, einen Raum herunterzukühlen sind sogenannte Split-Klimaanlagen. Die Filter der beiden Produkte nehmen sogar Staub und unangenehme Gerüche auf, sodass auch eine zonenbasierte Luftreinigung entsteht. Am besten punktet hierbei erneut der Filter des Arctic Air Smart.

Beim Arctic Air ist nach rund 3 ½ Stunden Betrieb der Wasserbehälter leer. Beim Arctic Air sind es ca. 30 Minuten früher. Wer den Arctic Air also täglich 3 Stunden am im Betrieb lässt, der muss mit einem Wasserverbrauch von ca. 0.5 – 0,7 Liter pro Tag rechnen. Auf die Sommermonate hin gerechnet kommen Anwender so auf ca. 42 – 58 Liter Wasser. Die jährlichen Wasserkosten sind mit 8-11 Cent für jeden Anwender sicher übersichtlich. Hinzu kommt der geringe Stromverbrauch der beiden Geräte, welcher mit einer Leistungsaufnahme von nur 2,7 – 2,9 Watt sehr gering ausfällt. Auf das Jahr gerechnet wären das Stromkosten von weniger als einem Cent. Der Strom- und Wasserverbrauch ist somit deutlich geringer als bei mobilen Klimaanlagen oder Ventilatoren. Dafür bieten diese natürlich auch mehr Leistung. Die Folgekosten liegen beim Arctic Air eher beim Nachkaufen der Filterkartuschen. Ein Ersatzfilter kostet rund 10 EUR und sollte mindestens einmal pro Monat ausgewechselt werden. Pro Jahr fallen somit für die Filter 30 EUR an. Entsorgt werden die Filter über den normalen Hausmüll. Abschließend noch ein Kommentar zu unserem Dauertest: Selbst nach über 10 Stunden Dauerbetrieb werden die beiden Geräte nicht heiß! Beide Produkte können wahlweise auch ohne Wasser als normaler Ventilator betrieben werden. 

Beim Ausschütten eines Wasserbehälters sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht in das Gerät bzw. die Elektronik läuft. Leider wurde bei beiden Produkten nicht an eine Ablaufrinne gedacht. Das Trocknen der Filter meistert der Arctic Air Smart besser. Hier fühlen wir bereits nach einem Tag keine Feuchtigkeit mehr auf dem Filter. Beim Arctic Air hingegen bleibt selbst nach tagelangem Stehenlassen alles feucht. Die Nässe, geschmückt mit der aufgefangenen Luftpartikeln und dem Schmutz gibt einen idealen Nährboden für Schimmel. Wer also seinen Arctic Air eine Weile stehenlässt und ihn dann wieder in den Betrieb nimmt, pustet sich Keime in die Luft. Um das zu verhindern empfiehlt es sich den Filter beider Geräte nach jeder täglichen Anwendung mit heißem Wasser abzuwaschen. Bestenfalls vorher mit etwas Desinfektionsmittel einsprühen. Der Filter des Arctic Air Smart ist von der Materialstärke her deutlich besser als der Filter vom Arctic Air. Letzterer reißt sogar im nassen Zustand, wenn man nicht aufpasst. Aufgrund des schnellen Wasserverbrauchs ist eine Keimbildung im Wasserbehälter selbst jedoch nicht so schnell möglich. Wichtig ist es hierbei jedoch auch, das Wasser nicht zu lange stehen zu lassen. Es sollte nach jedem Anwendungstag entleert werden. Das Aufstellen der Filters auf einem warmen Untergrund hilft beim Trocknen nach dem Abwaschen. Das Ganze ist somit zwar etwas reinigungslastig, dafür frei von chemischen Mitteln. Den Arctic Air gibt es bei MEDIA SHOP für rund 50 EUR. In Anbetracht der Leistungen und im Vergleich zu anderen Geräten dieser Art durchaus angemessen.

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Neueste Kommentare

  • Walter Fartely
    Hab das Gerät gestern gekauft. Dank ihres hervorragenden Testbericht denke ich alles richtig gemacht ...

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  • Tobias Weih
    Ich benutze Silberstäbchen (Secosan) statt des Hygienemittels, um den Luftwäscher keimfrei zu halten.

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