Strong SRT 2400

Der UHD Receiver im Test

Nach der Sprachauswahl fragt das System nach der Oberflächengröße des TV-Gerätes. Gefolgt von Netzwerk-Einstellungen, Auflösungen sowie Datum und Uhrzeit. Nach dem ersten Start sehen wir die Strong-eigene Benutzeroberfläche, basierend auf dem schon etwas veralteten Betriebssystem Android 5.1.1. Die Haupt-Apps auf dem Homescreen sind: Browser, Bilder, Videos, Musik, TV, S-Link, PlayStore, Einstellungen und Alle Apps. Hier finden wir weitere vorinstallierte Programme wie: Miracast, MK Player, Kodi, einen File Browser und YouTube. Gesteuert wird das Betriebssystem via „Air Mouse“: einem Mauszeiger, der über die Fernbedienung gesteuert wird. Auf der Rückseite der Fernbedienung befindet sich die Tastatur. Die Verbindung aus Air Mouse-Funktion und Tastatur ist zwar innovativ und bereitet ebenfalls Spaß, jedoch reagiert der Mauszeiger manchmal etwas verzögert oder ungenau. Schön ist dafür die Möglichkeit, die Maus bei Nichtverwendung zu deaktivieren. Zudem ist das Zurücknavigieren zwischen einzelnen Apps manchmal etwas umständlich. Die QWERTY Tastatur erlaubt keine Verwendung von Umlauten. Die virtuelle Display-Variante hingegen schon. Diese ist oftmals jedoch nur via ESC wieder wegzubekommen.

Der Sendersuchlauf ist sehr ausgiebig und nach rund 10 Minuten findet der UHD-Receiver 590 TV-Programme und 267 Radiosender. Die Menüführung ist gewöhnungsbedürftig, gefällt uns aber insgesamt gesehen recht gut. Die Informationen zu den einzelnen Sendungen (EPG) ist allerdings nicht zu jeder Sendung verfügbar, was jedoch an den Sendern liegt und nicht am Receiver. Die Umschaltzeiten sind in einem annehmbaren Bereich. Das Bedienen bereitet mit der Fernbedienung viel Vergnügen, da alle Tasten gut positioniert wurden. 

Die Bildqualität betrachten wir im Test als unterschiedlich aber größtenteils als gut. Vor allem die Wiedergabe in 4K kann sich sehen lassen. Dank der Ultra HD Video-Dekodierung (3840 x 2160p) bekommen wir im Test gestochen scharfe Bilder in höchster Qualität geboten. Die Tonausgabe betrachten wir als gut. Der Mediaplayer kommt wunderbar mit USB-Sticks und Festplatten klar. Sehr schön ist auch, dass sogar SD-Karten als Medium verwendet werden können. In Sachen Medienformate gibt es einen dicken Pluspunkt, denn der interne Video-Player des SRT 2400 spielt im Test alle gängigen Videoformate problemlos ab. Das Gleiche gilt für Audioformate. Auch die Aufnahme auf einen USB-Stick (PVR) sowie Timeshift funktioniert im Test sehr gut. Zum Aufnehmen von Sendungen stehen entweder die Direktaufnahme oder das Programmieren von Sendungen (Timer) zur Verfügung. Das Aufnahme-Archiv ist über den Knopf neben der Home-Taste zu erreichen. Sehr schön: Die USB-Steckplätze eignen sich auch zum Anschließen von weiteren Geräten wie Maus, Tastatur, Speichergeräte, Web-Kamera, etc.

Die gelungene Bildergalerie zeigt Fotos und Bilder von SD-Karte oder einem USB-Speichergerät (inkl. heruntergeladene Bilder aus dem Web). Die Internetanwendungen sind ein besonderes Highlight des Strong Receivers. Problemlos können wir im Test via Browser im Internet surfen oder Apps benutzen. Nicht ganz so gut sieht es bei diversen Apps aus. Diese lassen sich zwar größtenteils installieren, beim Spielen sind allerdings nicht alle Apps für das Gerät geeignet oder sorgen für Probleme beim Spielen. Teilweise hängt sich der SRT 2400 im Test auch auf und muss neugestartet werden. Dies ist jedoch nur selten vorgekommen. Das Streamen von Videos verläuft im Test hingegen gut, allerdings kann der Receiver im Test Netflix aufgrund fehlender Kompatibilität nicht installieren. Dafür laut Hersteller jedoch via USB. Die Übertragung von Inhalten vom Smartphone auf den Fernseher verläuft dafür jedoch sehr gut. Der Stromverbrauch liegt im Standby bei maximal 0,5 W. Die Leistungsaufnahme im Betrieb liegt zwischen 7 und 24 Watt. Somit ist dieser Receiver auch als besonders stromsparend zu betrachten.

Fazit: Der SRT 2400 ist ein echtes Multitalent: Mit dem Receiver verwandelt man den heimischen Fernseher nicht nur zu einem Smart TV um, der SRT 2400 hat auch einen Triple Tuner inkl. dem neuen DVBT2 Standard und kann in 4K auflösen. Leider wurde das Gerät mit dem etwas veralteten Android 5.1.1 geliefert. Ein Update war zum Testzeitpunkt nicht möglich. Auch wurden nicht alle Apps vom SRT 2400 anerkannt. Dennoch konnte uns der SRT 2400 im Test vor allem in Sachen Bildqualität, Vielseitigkeit und Funktionen überzeugen. Das Einzige, was bei den vielfältigen Anschlussmöglichkeiten unseres Erachtens noch fehlt in ein CI-Slot für Pay-TV. Zum Testzeitpunkt kostet der SRT 2400 rund 124 EUR! In Anbetracht der Funktionen und Vielseitigkeit ein absolut gerechtfertigter Preis.

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