Tobi Kinderbett Melina

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Das Kinderbett gehört für werdende Eltern zu den ersten und wichtigsten Anschaffungen. Babys und Kleinkinder brauchen viel Schlaf und spielen auch mal gerne in ihrem Bett. Beim Kauf sollte das Augenmerk nicht nur auf dem Aussehen liegen, sondern vor allem in puncto Sicherheit. Deshalb sollte ein Kinderbett vor dem Kauf besonders kritisch betrachtet und hohen Anforderungen gerecht werden. Welche das sind, das erläutern wir auf den folgenden Seiten. Wir haben uns für unseren aktuellen Kinderbett-Test für das Kinderbett aus der aktuellen Kinderzimmerlinie Melina von Tobi entschieden. Wir haben das Bett über einen Zeitraum von 2 Monaten getestet und möchten Ihnen heute die Ergnisse präsentieren.

Wer ein neues Kinderbett kaufen möchte, der sollte zunächst prüfen ob es der GS geprüft und/oder der gesetzlichen Grundlage der DIN EN 716-1/-2:2008 + A1:2013 "Kinderbetten und Reisekinderbetten für den Wohnbereich" gerecht wird. Dieser Standard garantiert, dass der Abstand zwischen den einzelnen Bauteilen genormt ist. Z.B. dass das Baby nicht herausfallen oder sich etwas  einklemmen kann, die Gitterstäbe den richtigen Abstand haben und dass das Bett keine anderen Sicherheitsmängel hat. Zudem sollte man das Holz sorgfältig auf Fehler wie Kratzer, Splitter, überstehende Schrauben, Nägel, Klammern, Aufkleber und scharfe Kanten prüfen. Ist das Bett lackiert, sollte auch hierzu der Händler oder Hersteller befragt werden. Wenn es um die Sicherheit eines Kindes geht, kann nicht gründlich genug nachgefragt werden. Beim Preis sollte man hier keinesfalls sparen, denn bekanntlicherweise spiegelt sich dieser in vielen Fällen in der Qualität wieder.

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Erster Eindruck und Aufbau

Im Test haben wir die Kinderbett Melina in der Ausführung geölt/weiss. (ohne Matratze) Gleich nach dem Auspacken erhalten wir einen schönen aber starken Holzgeruch. Dieser verbreitet sich im gesamten Raum und verfliegt nach ca. einem Tag wieder. Wer den etwas penetranten Holzgeruch nicht mag, dem empfehlen wir nach dem Aufbau den Raum ordentlich durchzulüften. Bei dem unlackierten Holz handelt es sich um Teile aus geölter Kernbuche, welche sehr gut verarbeitet wurden! Es gibt keine scharfen Ecken oder Kanten, dafür nur glatte Oberflächen und alle Elemente sind frei von Ritzen. In den vorgestanzten Bohrlöchern finden wir zudem keine Sägespäne. Der Sprossenabstand der Seitenteile liegt bei 6 cm und ist somit im erlaubten Bereich. Der Abstand zweier Gitterstäbe oder der Durchmesser von Öffnungen muss laut DIN Norm mindestens 4,5 cm betragen und darf selbst unter Belastung 6,5 cm nicht überschreiten. Bei engeren Abständen besteht Einklemmgefahr, doch allzu gross sollte die Differenz auch nicht sein. In dem Fall besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass das Kind Arme oder Beine hindurch steckt und sich dabei einklemmt. Alle Sprossen haben eine so gute Festigkeit, sodass unser männlicher Testproband diese nur mit sehr viel Kraftaufwendung wenige mm bewegen kann. Außer dem Lattenrost gibt es im Inneren keine erreichbaren Querelemente, die ein Hochklettern ermöglichen. Der stabile Rost hat 12 integrierte Latten und 2 verleimte Holzelemente.

Die Ober- und Unterteile wurden teilweise weiss lackiert. Das sieht zwar gut aus, dafür bemerken wir im Test wie leicht sich der Lack abkratzen lässt. Ein wenig mit dem Fingernagel kratzen genügt um hier die Farbe wegzubekommen. Dasselbe gilt für die beiden Metallstäbe. Letztere überschreiten mit 7,3 cm den maximalen Abstand zweier Bauteile. Unserer Meinung nach geben die Stangen weder optisch noch technisch etwas her. Zudem kann hier ein Kleinkind problemlos einen Arm oder sogar den Fuß durchstecken. Unserer Auffassung nach wäre es hier besser gewesen die Ober- und Unterteile komplett mit Holz auszufüllen.

Weiter geht’s mit dem Aufbau. Dieser verläuft im Test sehr einfach und kann von nur einer Person durchgeführt werden. Alles was unser Proband benötig ist der kleine Innensechskant-Schlüssel. Die einzelnen Teile müssen nur noch gesteckt und verschraubt werden. Beim Anbringen der Seitenteile sollte darauf geachtet werden, dass die herausnehmbaren Sprossen mit den Federn nach oben montiert werden. Mit ein paar Handgriffen und ohne größe Mühen ist der Aufbau in rund 10 Minuten erledigt. Nach ein paar Nachkontrollen steht das Bett auch schon in Raum. Insgesamt hat das Kinderbett einen guten Stand und wirkt sehr solide. Die Aufstellmaße: H 105 x B 76 x T 145. Liegefläche, bzw. Matzratengröße: 70 x 140 cm.

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Wir wollen nun das Kinderbett anhand folgender Prüfkriterien testen: Verarbeitung, Handhabung, Aufbau, Stabilität, Vielseitigkeit und Sicherheit (z.B. einhaltung der DIN EN 716 Norm).

Nach außen hin gibt es zwar ein paar überstehende Schrauben, diese sind jedoch schon abgerundet und stellen keine Gefahr dar. Es gibt keine abnehmbaren Kleinteile und nach innen hin keine überstehenden Schrauben, Klammern oder ähnliches. Das Kinderbett besitzt diverse Bohrlöcher, die im Umfang bis zu ca. 7 mm groß und 25 mm tief sind. Die größten sind soweit oben, dass für Säuglinge keine Möglichkeit besteht dranzugreifen. Drei Sprossen lassen sich unter großer Anstrengung abnehmen. Ein Baby oder Kleinkind kann diesen Vorgang unmöglich alleine schaffen. Werden die drei beweglichen Bauteile entnommen, kann das Kind bequem durch den ca. 30 cm großen Abstand hinein oder hinausklettern. Achtung: Es müssen immer alle drei Sprossen herausgenommen werden, ansonsten besteht Einklemmgefahr! Im Test stellen wir fest, dass sich die 2 cm großen Metallfedern an den Sprossen einfach herausdrehen lassen, daher sollten diese Teile nicht in die Nähe der Kleinkinder gelegt werden. Generell dürfen diese Teile natürlich nicht in Kleinkinderhände.

Der Spalt zwischen dem Lattenrostboden und den Seitenteilen liegt bei < 1cm ist ist somit in der Norm. Anhand der Testergebnisse ist  kaum vorstellbar, dass hier ein Finger, geschweige denn eine Hand durchpasst. Etwas anders sieht es da mit dem Abstand zwischen dem Rost und den Außenteilen aus. Sowohl am Kopf- als auch am Fußteil sehen wir unten einen 4 cm großen Spalt, durch den der Tester sogar seine Hand durchstecken kann. Babys könnten hier sogar einen Fuß durchbekommen, jedoch müssten sie hierzu ersteinmal die Matratze anheben. Bei Kleinkinder im Alter ab 18 Monaten ist das keine große Sache. Experimente liegen an der Tagesordnung und alles was nicht niet und nagelfest ist, wird untersucht.

Der Rost ist 3-fach höhenverstellbar. Die jeweilige Höhe lässt sich durch die unterschiedliche Anbringung der Holzleisten verändern. Das Umstellen ist hier daher etwas aufwendig, dafür aber sicherer als bei anderen Kinderbetten. Die niedrigste Position ist 8, die zweite 13 und die Höchste 23 cm über dem Boden. In der niedrigsten Stellung des Bettbodens messen wir einen Abstand zur Oberkante von 65 cm. Sehr schön: In dieser höchsten Stellung des Bettbodens beträgt der Abstand zu den seitlichen Oberkanten rund 50 cm. Die Kopf- und Fußteile sind noch höher. Wichtige Anmerkung: Bei den Angaben wurden nicht die jeweiligen Höhen der Matratzen mit einerechnet. Die Dicke der Matratze sollte dann so gewählt werden, dass der Abstand zwischen Matratze und Oberkante  mindestens 55 cm in der niedrigsten Stellung und 40 cm bei der höchste Stellung beträgt. Die Höhe des Rosts muss auf das jeweilige Alter des Kindes abgestimmt werden. Natürlich darf ein 12 Monate altes Baby nicht mehr auf der höchsten Stellung bleiben. Am besten kann die Höhe so ermittelt werden: Sobald das Baby oder Kleinkind sich selbstständig an Möbeln o.ä. hochziehen oder stehen kann, muss der Rost runter. Hier sollte abgeschätzt werden, ob sich das Kind herauslehnen kann. Falls ja, sollte der Rost auf die unterste Stufe.  Hier kann das Kleinkind im Normalfall bis zum Wechsel in das Jugendbett liegen.

Der Lattenrost ist robust und gut verarbeitet. Die Abstände zwischen den einzelnen Leisten betragen 5,4 cm. Auch hier hat alles seine Richtigkeit. Alle Latten sind bereits angebracht und halten im Test jeweilsbis 25 kgGewicht stand. Selbst nach zwei Monaten Dauertest ist von Materialermüdung noch keine Spur. Die Schrauben müssen nur minimal nachgezogen werden. Das Einzige, was jetzt etwas leichter von der Hand geht ist die Herausnahme der drei Sprossen. Die Federn geben zwar etwas besser nach aber sorgen immer noch für eine gute Verankerung in den Seitenteilen. Praktisch: Das Kinderbett von babybay kann durch den Austausch der Seitenteile später in ein Juniorbett umgewandelt werden. Hierzu möchten wir noch einen separaten Test machen.

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Abschließend noch ein Sicherheitshinweis an alle Eltern: Spielzeuge oder Stoffe können für Babys und Kleinkinder auch zur Gefahrenquelle werden. Schnüre, Bänder oder Stoffe stellen z.B. eine potenzielle Strangulationsgefahr dar. Kleinkinder und Säuglinge können beispielsweise die Betthimmel in das Bett ziehen und sich mit dem Kopf darin verfangen. Um den Hals des Kindes gewickelt kann dies sogar zum Tod durch Ersticken führen! Lose Bänder haben im Kinderbett ebenfalls nichts zu suchen und Schnüre dürfen höchstens 22 cm freie Länge haben und mindestens 1.5 mm dick sein. Zudem dürfen diese nirgendwo hängen bleiben. Spielzeuge sollten nicht quer über das Kinderbett gespannt werden und Spielzeuge speichelecht sein. Wer sicher gehen will, der achtet hier auf die DIN Norm DIN EN 71-3.

Fazit: Das Kinderbett Melina von Tobi erweist sich als äußerst robust und belastbar. Insgesamt hält das Kinderbett von babybay wichtige DIN Normen ein und schneidet im Test in 4 von 6 Testkriterien gut bis sehr gut ab. Besonders gepunktet hat das Bett in Sachen Verarbeitung, Aufbau und Stabilität. Zwei Abstriche mussten wir in Sachen Spaltmaße machen, aber im großen und Ganzen überzeugte das Bett unsere Tester auch in Sachen Sicherheit. Vor allem die Holzqualität kann sich sehen lassen. Wir empfehlen die Kinderbett-Ausführung geölt natur (ohne weiße lackierung).

Testlabor.eu sagt: Wer dazu eine hochwertige und schwere Matratze benutzt, der ist mit diesem Kinderbett gut aufgehoben.  Infos über den Hersteller gibt es HIER

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