BRÜDER MANNESMANN 155-tlg. Werkstattbox

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Die Werkstattbox im Test 

Um die Schubladen zu öffnen, müssen wir im Test erst einmal den Deckel aufmachen. Sehr schön: Diese Technik verhindert das versehentliche Herausfahren der Schubladen beim Tragen. Der Deckel ist dank des vernieteten Verschlusses fest verschlossen und lässt sich am Verschluss sogar mit einem Vorhängeschloss (gehört nicht zum Lieferumfang) abschliessen. Das Öffnen verläuft einfach und schnell. Der Deckel wird in einem Winkel von etwa 110° gehalten, ohne wieder herunterzuklappen. Beim wiederverschließen sollte darauf geachtet werden, dass vorher die Schubladen eingeschoben sind, da sie sich im Nachhinein nicht in der Box feststellen lassen.

 

Das Deckelfach mit den Schraubendrehern und Zangen fällt beim Umklappen im Test jedoch schnell heraus. Hier wurde keine praktische Vorrichtung angebracht, welche ein Herausfallen verhindert. Eine einfache Lösung des Problems: Wir nehmen das beigefügte Isolierband und kleben es am Rand des Deckels und der Hülle fest. Aufgrund derselben Farbe fällt das Ganze optisch nicht auf und erfüllt seinen Zweck. Die Hüllen, in dem die Werkzeuge plaziert wurden sind aus dünnem Plastik und wirken eher fragil. Dennoch sitzen alle Werkzeugteile fest und geordnet in den Fassungen. Die Werkzeuge eignen sich für fast alle im Handwerk und Hobby anfallenden Arbeiten. Ob Hammer, Schraubendreher oder Schraubenschlüssel, die insgesamt vier Fächer bieten so ziemlich alles, was das Handwerkerherz begehrt. Sogar an Schrauben, Dübel und ein Bandmaß wurde gedacht. Was im Sortiment allerdings noch fehlt sind Nägel und eine Rohrzange. 

Die Zangen lassen sich etwas schwerer herausnehmen als die Schraubendreher. Den Zweck erfüllen jedoch alle sehr gut. Im Test können wir problemlos Schrauben unterschiedlicher Größen ein- und herausdrehen sowie Nägel aus der Wand ziehen oder einen Draht durchschneiden. Dank des Federmechanismus der Zangen ist die Handhabung deutlich einfacher als mit herkömmlichen Zangen. Auch an der Verarbeitung der Schraubendreher und der Zangen gibt es nichts zu bemängeln.

Weiter geht’s mit dem oberen Fach: Die Nussgrößen bewegen sich von kleinen 4 mm bis 32 mm. Von kleinen Schraubarbeiten bis hin zum Reifenwechsel ist mit diesen Nüssen alles möglich. Die Steckschlüsseleinsätze sind massiv, aber teilweise auch etwas scharfkantig. Die Umschaltknarren sind ebenfalls sehr solide und liegen aufgrund des Kunststoffgriffs gut in der Hand. Sowohl Verarbeitung als auch Funktion können bei allen Produkten im oberen Fach punkten. Allerdings hapert es bei beiden Ratschen etwas in der Handhabung. Sowohl die Verlängerungen als auch die Nüsse sitzen nicht besonders fest am Vierkant, sodass sich die Steckschlüsseleinsätze im Test leicht wieder lösen.

Im ersten Schubladenfach sehen wir uns zunächst den Schlosserhammer mit der DIN Norm 1041 200 an. Dieser wiegt 268 g und hat einen 9 cm langen Kopf und einen 26 cm langen Stiel. Die flache Bahn hat mit 2 x 1,9 cm eine recht schmale Schlagfläche. Der Hammer liegt gut in der Hand und im Test kommt er mit dem einschlagen von 4 cm langen Nägeln gut zurecht. Bei etwas größeren 8 cm Nägeln und einer hartnäckigen Wand wird es schon etwas schwieriger. Zudem bemerken wir einen leichten Spielraum zwischen Kopf und Stiel. Beim Bewegen wackelt der Kopf hin und her. Der Stiel ist sehr leicht und aus Holz, welches sich an manchen Stellen etwas ungeschliffen anfühlt. Gummi-Ummantelungen oder Nuten im Stiel sind ebenso wenig vorhanden wie obere Hülsen. Insgesamt erweist sich der Hammer im Test jedoch als Zuverlässig und ausdauerfähig. Was ebenfalls für eine lange Haltbarkeit spricht, sind die TÜV- und GS Prüfzeichen.Wichtig beim Hämmern: Schutzbrille nicht vergessen! Die Gefahr beim Einhämmern eines Nagels einen Splitter ins Auge zu bekommen unterschätzen viele. 

Beim Teppichmesser handelt es sich um ein günstiges Standard-Modell mit keiner besonders guten Wertigkeit. Unter normaler Belastung schneidet das Teppichmesser zuverlässig, einer allzu großen Belastung sollte dieses Messer jedoch nicht ausgesetzt werden. Das Bandmaß hat eine Länge von 2 Metern und lässt sich mittels Schiebeschalter auf eine gewünschte Position fixieren. Das metallene Band ist flexibel und lässt sich bis auf 110 cm ausziehen, ohne abzuknicken. Zudem sind die Zahlen und Striche sind gut lesbar. Der Aufrollmechanismus reagiert etwas zu stark. Hier wäre eine bessere Regulierung wünschenswert. Ebenfalls mit an Bord: ein vom TÜV-Rheinland und GS-zertifizierter Stromprüfer. Dieser ist sowohl von den Materialien als auch von der Verarbeitung sehr solide und kann im Test auf ganzer Linie überzeugen. Ebenso die Innensechskantschlüssel, welche weit über die gängigen Größen hinaus bestückt sind. Die Schrauben aus dem Kleinteilesortiment in der Kunststoffbox geben im Test eine etwas schlechtere Figur ab. Das Gewinde nutzt sich im Test schnell ab, dafür sind die Dübel akzeptabel. Der Rollgabelschlüssel liegt gut in der Hand und verrichtete im Test gute Arbeit.

Das Schlusslicht im Test bildet nicht nur von der Reihenfolge her der 6 Volt Stabschrauber. Dieser wird mittels vier AA Batterien, welche nicht im Lieferumfang sind, betrieben. Ein Akkuschrauber wäre aus Zweierlei Hinsicht besser angebracht. Erstens wegen der höheren Leistung und zweitens wegen der Wiederaufladbarkeit. Der Batterieschrauber weist eine robuste Kunststoffummantelung auf und ist gut verarbeitet. Wir sehen zum Beispiel Verschraubungen anstelle von Verklebungen. Der Schrauber ist mit seinen rund 18 cm klein, wiegt nur 297 g und liegt gut in der Hand. Der 1,5 cm lange Bithalter ist magnetisch und wurde gut verbaut. Ein Arbeitslicht gibt es nicht, dafür einen Schalter für den Vor- und Rückwärtslauf. Mit vollen Batterien dreht er Schrauben mit 150 U/m in die Wand. Der Schallpegel liegt im Test bei einer Entfernung von 30 cm bei 61 dB(A), was in etwa einer normalen Zimmerlautstärke mit sprechenden Personen vergleichbar ist. Im Test beweist der Stabschrauber nur bei leichten Aufgaben wie z. B. das Eindrehen in einen Dübel, oder Untergründen aus Gips sein Können. Bei Schraubarbeiten in Holz oder Beton kommt der Schrauber schnell an seine Grenzen und schafft es nicht immer, die jeweilige Schraube ganz einzudrehen. Ihm fehlt hierzu einfach die nötige Leistung. Die Bits konnten im Test ebenfalls nicht ganz überzeugen, da sie sich teilweise etwas schnell abnutzten.

Fazit: Zusammengefasst haben uns vor allem die beiden oberen Fächer, also die Schraubendreher, Zangen und der Steckschlüsselsatz gefallen. Auch die Produkte aus der oberen Schublade konnten größtenteils punkten. Der Stahlkoffer an sich hat uns sowohl von der Optik als auch von den Materialeigenschaften und der Technik überzeugen können. Der Stabschrauber und die Bits im unteren Fach sind nur bedingt zu empfehlen. Mit aktuell rund 67 EUR gibt es bei der Werkstattbox in Anbetracht der Sortimentvielfalt preislich nichts auszusetzten. Die Werkstattbox eignet sich für viele im Handwerk und Hobby anfallenden Arbeiten.

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