SILVERCREST Brotbackautomat

Im Durchschnitt verbraucht jeder Deutsche rund 42 kg Brot je Haushalt pro Jahr. Dabei sind sowohl traditionelle Mischbrote als auch Vollkorn- und Spezialbrote besonders populär. Aber auch das klassische Weizenmischbrot oder Weißbrot bereichert den Speiseplan von vielen. Leider ist Brot auch zu einer minderwertigen Massenware geworden, zum Leidwesen vieler Bäckerbetriebe. Wer jedoch beim Brot kaufen Geld sparen und dennoch nicht auf Qualität verzichten will, der greift zu einem Brotbackautomat. Dieser kann in der Regel verschiedene Brotsorten backen und ist einfach zu bedienen. So wie unser heutiger Testkandidat von Lidl. Um genau zu sein haben wir den SILVERCREST Brotbackautomat seit rund zwei Monaten im Test und präsentieren heute unser Testergebnis.

Den SILVERCREST Brotbackautomat SBB850E1 mit der Artikelnummer: 100259513 haben wir im Lidl-Onlineshop eingekauft. Die Lieferung dauerte fünf Tage und der Brotbackautomat kam unversehrt bei uns an, und das obwohl dieser lediglich in einer Umverpackung, ohne diese auszupolstern versendet wurde. Als Lieferumfang gibt es gleich zwei Knethaken, einen Messbecher, einen Musslöffel, einen Knethakenentferner, die Bedienungsanleitung und ein Rezeptheft. Wir testen und bewerten den Brotbackautomat von SILVERCREST anhand folgender Kriterien: Materialeigenschaften, Funktion und Handhabung. Zudem unterziehen wir dem Produkt einen Umfangreichen Dauertest. Hierbei haben wir seit der Anschaffung bereits rund 50 Brote gebacken. Manchmal unterschiedliche Brote am Tag.

Der Brotbackautomat sieht nicht nur gut aus, er weist auch eine wertige und gut verarbeitete Oberfläche auf. Größtenteils besteht dieser zwar aus Kunststoff, doch die gesamte obere Außenfläche befindet sich aus Metall. Zudem gibt es ein hübsches Sichtfenster. Mit den Maßen B 27 x H 29,3 x T 41 cm passt der Brotbackautomat im Test sehr gut auf unsere Arbeitsplatte. Mit 5,3 kg ist das Produkt zudem angenehm leicht. Dank der gummierten Füße sitzt der Brotbackautomat fest auf glatten Flächen und rutscht im Test selbst bei langen Knetdurchgängen nicht von der Stelle. An den Seiten und hinten sehen wir ausreichend viele Lüftungsschlitze. Vor der großen Klappe sehen wir das Bedienpanel mit insgesamt sechs Knöpfen und einem 4,5 cm großen Display. Die Backform ist beschichtet und beinhaltet gleich zwei Knethaken. Zudem weist sie einen Tragegriff aus Metall auf. Die metallene Backform misst 22 x 14 x 12,5 cm (L x B x T) und wiegt nur 514 Gramm.

Für den Betrieb stehen folgende 16 Funktionen zur Auswahl:

  1. Normal
  2. Locker
  3. Vollkorn
  4. Süß
  5. Low Carb
  6. Glutenfrei
  7. Express
  8. Kuchen
  9. Kneten
  10. Teig
  11. Nudelteig
  12. Pizzateig
  13. Joghurt
  14. Marmelade
  15. Backen
  16. Programmierbar

Mittels der sechs Bedienelemente lassen sich das Brotgewicht, welches hier zwischen 1000g, 1250g und 1500g variiert werden kann sowie drei Bräunungsstufen einstellen. Die Tatsache, dass der Brotautomat 16 Programme aufweist, zwei Knethaken besitzt und Brote bis 1,5 kg backt, hebt das Produkt deutlich von anderen Brotbackautomaten ab. Ein weiterer Vorteil, den auch nicht jedes Produkt bietet ist die Express-Funktion: Dank dieser können wir ein Weißbrot in nur einer Stunde und 15 Minuten backen. Dafür ist die Konsistenz hier auch etwas fester, feuchter und geschmacklich nicht so gut wie das Weißbrot im Normalprogramm. Hier dauert es etwas mehr als drei Stunden, doch dafür wird das Weißbrot außen knusprig und innen locker. Die drei Bräunungsstufen sind laut Hersteller Hell, Mittel und dunkel. Im Test sind die beiden ersten Bräunungsgrade ziemlich hell und lediglich die dritte Stufe bräunt das Brot ein wenig. Im konkreten Beispiel bekommt das Weißbrot nur so seine typische gelbbraune Farbe. Für ein gutes Weißbrot empfehlen wir das Rezept: „Weißbrot altbewährtes“ auf Seite 11 des Rezeptheftes. Gebacken wird das Weißbrot auf Stufe 2.

Sowohl die Bedienungsanleitung, als auch das Rezeptheft sind sehr informativ und mit allen wichtigen Informationen gestaltet. Alle Angaben sind leicht verständlich und auch an Illustrationen wurde gedacht. Nach dem Anschalten dauert es ca. 10 Minuten, bis die Knethaken beginnen. Im weiteren Verlauf gibt es ein Wechselspiel zwischen kneten, ruhen und erhitzen. Die Betriebslautstärke empfinden wir im Test als angenehm. Nach etwa 2,5 Stunden entsteht ein angenehmer Bäckergeruch, welcher hungrig macht. Nach 3 Stunden und 15 Minuten ist der Backvorgang zu ende. Direkt nach dem Backende ist das Brot noch sehr heiß. Ebenso die Metalloberfläche an der Oberseite, die Backform und der Henkel zum Herausnehmen. Wir müssen etwa 45 Minuten warten, bis wir die Form entnehmen können, ohne uns dabei die Hand zu verbrennen. Wer es schneller herausholen möchte, der kann natürlich einen Topflappen oder ähnliches nehmen.

Die Backform lässt sich durch ziehen herausholen und durch Andrucken hineinsetzten. Letzteres funktioniert jedoch nur in einer Richtung. Das Herausholen des Brotes erweist sich im Test als sehr schwierig, da das Brot noch frisch gebacken und fest in der Form und auf den Knethaken sitzt. Erst nach rund einer Stunde können wir das Weißbrot herausschütteln. Hierbei stört allerdings der Tragegriff, welcher sich immer wieder nach vorne klappt. Äußerlich und auch innerlich ist sieht das Brot aus, wie ein Kastenweißbrot vom Bäcker. Es ist außen knusprig und innen schön locker. Allerdings krümelt und bröckelt es sehr, wenn wir es kurz nach dem Backen bereits mit einem Brotmesser anschneiden. Diesen Umstand kann man einfach ändern. Wir empfehlen hierzu das Brot erst einmal mehrere Stunden ruhen zu lassen. Hierzu empfiehlt sich ein Brotkasten oder die Form im Brotbackautomat. Keinesfalls sollte das Brot direkt nach dem Backen in einen Frischhaltebeutel aus Folie. Zum einen können so ungesunde Weichmacher auf das Brot übergehen und zum anderen wirkt sich dies negativ auf die Konsistenz des Brotes aus. Die beste Zeit um das Brot in einen Frischhaltebeutel zu geben ist nach 24 Stunden, wenn überhaupt.


Sensorisch gibt es am Brot nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Das Weißbrot riecht und schmeckt wie vom Bäcker und fühlt sich auch auf der Zunge so an. Der Verzehr ist auch am zweiten und dritten Tag noch gut. Ab dem vierten Tag sollte das Brot jedoch vorsichtshalber nicht mehr gegessen werden. Der Grund: Da selbstgebackendes Brot keine Konservierungsstoffe enthält kann es schneller verderben als gewerblich hergestelltes Brot. Ein großes Weißbrot kann jedoch selbst von nur einer Person in drei Tagen verzehrt sein. Auch andere Brote wie ein Mischbrot oder Kartoffelbrot meistert der Brotbackautomat im Test mit Bravour! Was uns im Test auffällt ist, dass die Gewichte der Brote teilweise etwas von der eigentlichen Angabe in den Einstellungen abweichen. Diesen Umstand bemerken wir vor allem beim „altbewährten Weißbrot“, welches im Test auch in der 1,5kg Stufe nur rund 1kg Gewicht auf die Waage bringt. Bei einem Weizenmischbrot sind es jedoch

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