Severin Duo-Waffelautomat WA 2106

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Ganz frisch gebacken, noch warm und mit viel Puderzucker bestäubt - Waffeln kann kaum jemand widerstehen! Alleine der Duft lässt vielen das Wasser im Munde zusammenlaufen. Um in den Genuss von selbst gebackenen zu kommen, benötigt man natürlich ein Waffeleisen. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preisklassen. Wir haben uns für unseren heutigen Test für das Duo-Waffeleisen WA 2106 von Severin entschieden. Wie das Gerät im Test abschneidet und ob die Waffeln etwas werden, zeigt der folgende Testbericht. 

 

Der Begriff Waffeleisen fällt immer mehr aus dem Hersteller-Vokabular, denn der Waffelautomat hört sich für viele einfach moderner an. Vielleicht klingt Waffeleisen für so manche Hersteller auch einfach zu „altbacken“. Einen Unterschied zwischen einem Waffeleisen und einem Waffelautomat gibt es jedenfalls nicht. Technisch gesehen bestehen alle Waffeleisen aus zwei Eisenplatten. Daher der Begriff „Eisen“. Die Außenseiten sind glatt und die Innenseiten tragen durchstrukturierte Waben- oder Dreiecksmuster für die künftige Waffelform. Es werden natürlich immer zwei Eisen benötigt, welche beheizt werden. Bei den meisten Geräten sind Ober- und Unterteile zangenartig mit einem Scharnier miteinander verbunden und mit jeweils einem Griff ausgestattet. Alte Waffeleisen bestanden früher komplett aus Eisen, was beim Backen bewirkt, dass das komplette Waffeleisen erhitzte und somit für den Nutzer Vebrennungsgefahr bestand. Heutige Waffelautomaten sind meist aus Kunstsoff und weniger gefährlich. Mal sehen ob das bei unserem Testkandidaten, dem WA 2106 von Severin auch der Fall ist. Wir testen den Waffelautomat auf Funktion, Handhabung, Reinigung und Sicherheit. 

Erster Eindruck und technische Daten

Auf den ersten Eindruck wirkt der Waffelautomat auf unsere Tester etwas wackelig. Nach dem Öffnen des Deckels kippt das Gerät aufgrund seines geringen Eigengewichtes fast um und das Oberteil wackelt sehr und lässt sich etwas hin und herschieben. Es sieht so aus, als wäre das Scharnier nicht sehr gut verarbeitet worden. Zudem kommt des Testprobanden ein penetranter Neugeruch entgegen. Mal sehen wie lange dieser anhält. Der Waffelautomat ist- laut dem technischen Datenblatt des Herstellers- aus „hochhitzebeständigem Kunststoffgehäuse“. 

Zudem gibt es auf der Oberseite eine kleine Platte, auf der sich die zwei Kontrolleuchten und der Temperaturregler befinden. Severin nennt die Lichter „Backampel“ zur genauen Kontrolle der Backzeit. Dreht man am Temperaturregler, bekommt man das Gefühl an einem Tresoröffner zu drehen. Fünf Klicks nach links, zwei nach rechts, ganz wie im Agentenfilm. Eine Gradanzeige gibt es nicht, man muss sich also mit min. und max. zufriedengeben. Die Kabelaufwicklungsmöglichkeit an der Unterseite ist ganz nett, jedoch ist das Netzkabel mit rund 80 cm unserer Meinung nach viel zu kurz. Hier hätte man weniger sparen sollen. Ein Pluspunkt hingegen gibt es für die 4 Gummifüße. Diese bieten dem Waffelautomat einen guten Halt auf glatten Oberflächen.  

Im inneren gibt es die Doppelwaffelplatte mit Antihaft-Beschichtung. Diese ermöglicht das gleichzeitige Backen von 2 Herzwaffeln. Bei der Beschichtung sollte man besonders aufpassen und nicht mit einer Gabel in die Waffeln stechen, denn im Test reichen schon leichte Bewegungen um die Beschichtung abzukratzen. Ansonsten wirkt hier alles gut verarbeitet. Wir sehen Schrauben und die Griffe sind ebenfalls aus Kunstsoff. 

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Der Duo Waffelautomat im Test

Den ersten Backdurchgang erledigen wir ohne Waffeln. Wir möchten so verhindern, dass die ersten Waffeln den unangenehmen Neugeruch aufnehmen. Laut Bedienungsanleitung sollen wir das Gerät ca. 10 Minuten mit geschlossenen Backhälften aufheizen, damit der Eigengeruch abklingen kann. Dabei müssen wir den Temperaturregler auf höchste Stufe stellen. Das Ergebnis: Auch nach den zehn Minuten riechen wir noch den Neugeruch aber je öfter wir diesen Vorgang machen, umso besser wird es. Nach ca. drei Durchgängen ist der penetrante Geruch verfolgen und wir können mit dem Backen loslegen. Unser Tipp: Nutzen Sie die 10 Minuten, um den Teig zuzubereiten. Dieser darf nämlich nicht lange im warmen stehen, ansonsten können sich salmonellen bilden. Auch darf der Teig nicht zu lange ruhen uns muss ständig in Bewegung bleiben. Ab und zu umrühren ist hierbei eine gute Lösung. Waffelrezepte gibt es im Internet in Hülle und Fülle. Hier sind die Geschmäcker auch sehr verschieden. Wir haben uns für den klassischen Waffelteig entschieden. Das Rezept haben wir von HIER. 

Einen An-Schalter gibt es nicht! Nachdem der Strecker eingesteckt wurde, wird das Waffeleisen in Betreib gesetzt. Im Test wird das Gerät bei maximaler Leistung (ca. 1200 Watt) innerhalb 30 Sekunden heiß. Nach einer Aufheizzeit von rund 8 Minuten (Diese Zeit kann künftig für die Teigzubereitung genutzt werden) kann es auch schon mit den ersten Waffeln losgehen. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, leuchtet die gründe Bereitschaftsanzeige auf und signalisiert das GO! Severin empfiehlt die Backflächen nur zu beginn mit etwas Fett einzuschmieren. Auch das erledigt unser Tester und reibt die Ober- und Unterflächen vorsichtig ein. 

Im nächsten Schritt befüllt unser Tester die unteren Backflächen mit etwas Teig. Hier muss er darauf achten, dass nicht zu viel hineinfließt, ansonsten schleißen die Flächen nicht richtig und an den Seiten quillt alles heraus. Der Teig geht beim Backen natürlich noch auf. Zu wenig sollte es jedoch auch nicht sein, sonst werden die Waffeln zu klein. Mit ein wenig Übung bekommt man den Dreh jedoch schnell heraus und weiss, wie viel man nehmen muss. So wie auch unser Testproband. Nachdem er die Backhälften zugeklappt hat, wartet er ca. 2 Minuten, bis die grüne Kontrolleuchte aufleuchtet. Diese zeigt auch an, dass die Waffeln fertig sind. Ein erster Blick verrät ihm jedoch, dass sie an manchen Stellen noch zu hell sind. Im Schnitt dauert es auf maximaler Stufe 2 ½ - 3 Minuten, bis die Waffeln ihre gleichmäßigen Bräunungen erhalten. 

Im Test fällt uns auf, dass auch das komplette Kunststoffgehäuse sehr heiß wird. Vor allem im Bereich des Griffs herrschen hohe Temperaturen. Hier spielt auch der Dampf eine große Rolle. Unsere Tester müssen oftmals aufpassen sich nicht zu verbrühen. Noch ein Tipp: Anhand der Dampfentwicklung merkt man auch den Fortschritt. Wird diese weniger sind die Waffeln fast fertig. Insgesamt erweist sich die Kontrolllampe als zuverlässig, auch wenn sie hin und wieder etwas zu früh erlischt. Die Waffeln sind dann zwar schon genießbar, für unsere jedoch noch etwas zu hell. Zwei Minuten sollten es jedoch mindestens sein, damit die Waffeln auch von innen schön durchgebacken werden. Waffeln kleben weniger fest, wenn sie gut durchgegart sind. Wenn das Waffeleisen sich schwer öffnen lässt, wartet man noch eine Minute. Sehr schön: Im Test backen die Waffeln in allen Durchgängen nicht an. Zudem müssen wir nur am Anfang mit etwas Fett einpinseln. Den Rest erledigt die gute antihaft-Beschichtung mit Bravour. Im Test schaffen wir 20 Waffeln in rund 50 Minuten und das Ergebnis kann sich sehen lassen! Wer knusprige Waffeln bevorzugt, dem empfehlen wir die Waffeln nebeneinander auf ein Kuchenrost zu legen. Aufeinandergestapelt werden sie weich. Unsere Waffeln sehen nicht nur gut aus, sie schmecken auch dem gesamten Team.

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Nach Gebrauch müssen wir den Netzstecker ziehen und und das Gerät mit geöffneten Backhälften abkühlen lassen. Nach rund 45 minuten sind beide Backflächen wieder kühl genug für die Reinigung. Wir empfehlen die Flächen mit einem feuchten Tuch zu reinigen und auf Reinigungsmittel komplett zu verzichten. Aufgrund der Erhitzung sterben etwaig entstandene Keime auch ohne Spülmittel. Ob Innen- oder Außenflächen, die Reinigung verläuft im Test einfach und schnell. Die senkrechte Aufbewahrung klappt im Test nur solange gut, bis wir dagegenstoßen, denn bei Letzterem öffnen sich Ober- und Unterteile.

 

 Kurzfazit:

+ schnelle Zubereitung

+ gleichmäßige Bräunung

+ schmackhafte Waffeln

+ Doppelwaffelplatte

+ Gummifüße

 

-          zu kurzes Netzkabel

-          Deckel wackelt

-          Gehäuse wird sehr heiß

 

Fazit: Der Duo-Waffelautomat  WA 2106 leistete in den Tests gute bis sehr gute Arbeit. Trotz diverser Abstriche wie die starke Hitzeentwicklung des Gehäuses und im Bereich des Griffes,  konnte uns das Waffeleisen überzeugen. Das der Deckel wackelt hat die Backvorgänge in keiner Weise negativ beeinflusst. Die Antihaftbeschichtung lässt sich zwar im Test einfach lösen, jedoch sorgt sie auch dafür, dass die Waffeln nicht anbacken. Die Waffeln wurden alle samt gleichmäßig braun und knusprig. Allen Testern hat es gut geschmeckt und auch die Reinigung war einfach zu erledigen. Den Waffelautomat gibt es zurzeit für rund 40 EUR. Mehr über das Waffeleisen und den Hersteller Severin gibt es HIER

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Bilder: Alexander Müller, Severin, Albrecht E. Arnold  / pixelio.de

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