Thermostar Trocken-Dampfreiniger

Wenn normales Scheuern und Schrubben nichts mehr nützt, dann kommen sie ins Spiel: Dampfreiniger. Mühelos und ganz ohne Chemie lassen sich hiermit u. a. Fenster, Fußböden, Armaturen und Polster reinigen. Ob Küche, Bad oder Hobby, Dampfreiniger erweisen sich als nützliche Helfer und sind nicht umsonst bei vielen sehr beliebt. In unserem heutigen Testbericht stellen wir Thermostar Trocken-Dampfreiniger Avantgarde vor. Was das Gerät leistet und was die Tests ergeben haben, zeigen wir auf den folgenden Seiten.

Reinigung mit Trockendampf

Das im Test befindliche Produkt ist ein sogenannter „Trocken-Dampfreiniger“. Als Trockendampf wird der überhitzter Dampf mit einer Temperatur oberhalb der Siedetemperatur bezeichnet. Unter normalem Umgebungsdruck verdampft das Wasser bei 100°C. Es entsteht Dampf mit sehr hohem Wasseranteil (Nassdampf). Findet dieser Siedeprozess in einem geschlossenen System statt, wie z. B. in einem Dampfkessel, werden höhere Temperaturen erreicht, der Dampf wird „trocken“ und enthält keine Tröpfchen. Der erzeugte Dampf wird mittels eines Überhitzers in diesen Zustand gebracht. Je höher die Temperatur und der Druck werden, umso trockener wird der Dampf. Trockendampf wird in einem entsprechenden Dampfsystem mit mindestens 6 bar bei 159 °C erreicht. Der Vorteil ist, dass Stoffe nicht nass, sondern nur leicht feucht werden.

Ein Trockendampfreiniger ist nicht dasselbe wie ein Hochdruckreiniger (Dampfstrahler). Ein Dampfreiniger ist z. B. nicht für das Reinigen von Terrassen, Wänden, oder Fassaden geeignet. Vielmehr liegen die Einsatzgebiete im Haushaltsbereich. Ob Fußböden, in der Küche, im Bad oder für die Fensterreinigung, mit einem Trockendampfreiniger lässt es sich zu Hause problemlos arbeiten. Die Reinigung mit einem Trockendampfreiniger ist hygienischer, gründlicher, umweltfreundlicher und sparsamer als eine herkömmliche Reinigung. Der heiße Dampf löst dabei hartnäckigen Schmutz und hat zudem eine stark desinfizierende Wirkung. Aufgrund der sehr hohen Temperaturen von über 159° werden auch Bakterien und Keime abgetötet. Für Allergiker kann das eine große Erleichterung sein.


Erster Eindruck & technische Daten

Der Thermostar Dampfreiniger kommt in einem großen Karton ins Haus. Darin befindet sich zu dem Dampfreiniger noch ein sehr umfangreiches Zubehör. Mit zum Set gehören folgende Produkte: Handgriff/Pistole mit Dampfschlauch, Dampflanze, Bodendüse, Dreiecksbürste, Verlängerungsrohr, Messingbürste Ø 60mm, Messingbürste Ø 28mm, Nylonbürste Ø 28mm, Dampfspachtel, Saugglocke, Anleitung und eine Tragetasche.

Der Dampfreiniger bringt 8,4 kg auf die Test-Waage und weist einen robusten und hochwertigen Edelstahlkessel auf. Dieser hat einen Kesselvolumen von 1,5 Liter. Der Wassertank kann 2 Liter aufnehmen. Der Druck liegt bei 6 bar und laut Hersteller kann eine Dampftemperatur von 164° C erzeugt werden. Ideale Bedingungen für den sogenannten Trockendampf. Das Zubehör lässt keine Wünsche offen und ist insgesamt auch sehr wertig und solide. Das Netzkabel ist 4,80 m lang und lässt sich am hinteren Ende umwickeln. Die Schlauchlänge beträgt 2,80 m. 

Technische Daten

  • ·         Edelstahlkessel                AISI 304
  • ·         Kesselvolumen                1,5 Lt
  • ·         Wassertank       2 Lt
  • ·         Druck    6 bar
  • ·         Dampfproduktion           64 g/min
  • ·         Dampfproduktion           3,8 kg/h
  • ·         Dampf T°             164 °C
  • ·         Spannung           230V – 50/60 Hz
  • ·         Maximalleistung              2,85 KW
  • ·         Kesselleistung 2,0 KW
  • ·         Gewicht              ca. 9,5 Kg

Außerdem hervorzuheben ist, dass der  Thermostar Dampfreiniger TÜV geprüft und mit dem GS-Zeichen versehen ist. 

Der Dampfreiniger im Test

Wir testen und bewerten den Thermostar-Trockendampfreiniger anhand folgender Kriterien: Ausstattung, Materialeigenschaften, Handhabung, Leistung und Umwelteigenschaften. 

Die Bedienungsanleitung ist übersichtlich und leicht verständlich gestaltet. An alle Leser: Bevor Sie dieses Gerät benutzen, lesen Sie bitte alle Sicherheitshinweise durch! Der Aufbau verläuft dementsprechend einfach und schnell. Schlauch und Düsen lassen sich dank des Klickmechanismus gut anbringen und alle Teile sitzen fest am Gerät. Jetzt muss unser Tester erst einmal den Tank mit Wasser befüllen. Es kann normales Leitungswasser, destilliertes oder Osmose-Wasser verwendet werden. In letzterem Fall oder bei anderem kalkfreiem Wasser  ist kein Entkalken des Gerätes notwendig. 

Die anfängliche Wassertemperatur liegt bei 20° Celsius. Jetzt den Hauptschalter, sowie Dampfkesselschalter betätigen und warten bis die Kontrollleuchte aufleuchtet, die anzeigt, ob  Dampf im Kessel vorhanden ist. Kurz nach dem Anschalten hören wir es schon im Kessel brodeln. Das Betriebsgeräusch liegt im Test nun bei rund  70 dB. Der Edelstahlkessel ist außen bisher nur 24° warm. Im inneren geht es jedoch bereits nach 3 Minuten buchstäblich heiß her. 100° Celsius zeigt das Display an und weitere drei Minuten später sind es schon 164° C. Nach siebeneinhalb Minuten ist die Höchsttemperatur von 170° Celsius erreicht.

Achtung: Durch den heißen Dampfstrahl kann es bei unsachgemäßer Verwendung zu Verbrühungen kommen. Daher gilt hier besondere Vorsicht! Der Dampfstrahler darf niemals in die Hände von Kindern, sowie auf Personen oder Tiere gerichtet werden.  

Nun macht sich der Tester an das Säubern. Ob in der Küche, im Bad oder auf den Testböden, der Dampfreiniger zeigt, was er kann und sprüht kraftvoll und souverän den Schmutz weg. Dabei spielt es keine Rolle ob dieser eingebacken oder neu ist. Selbst die Fettflecken auf den Kacheln oder der eingebrannte Schmutz auf dem Herd werden buchstäblich weggespült. Auch Fenster können mit dem Dampfreiniger und dem passenden Aufsatz gereinigt werden. Das Bedienpanel ist übersichtlich, leicht verständlich und einfach zu bedienen.  Der Thermostar Dampfreiniger arbeitet mit 3 Leistungsstufen. 10A, 10B und 10 C. Im normalen Modus messen wir im Lautstärken-Test 84 dB. Im stärksten Modus sind es schon 93dB. Auf Deutsch, es wird extrem laut. So laut, dass der Tester laut Vorschrift einen Hörschutz benötigt.

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