WWE 2K17

Wrestling-Games erleben seit Anfang der 90er vor allem bei den Wrestling-Fans unter den Gamern eine große Beliebtheit. Anfangs waren die Grafiken noch relativ bescheiden, doch nach und nach entwickelten sich diese mit der besseren Technik immer weiter. Mit WWE 2K17 erschien kürzlich das 4. Spiel der Spielreihe von 2K Games. Wir haben uns dabei für die Digital Deluxe Edition für die Konsole Playstation 4 entschieden und diese ausgiebig getestet. Warum es im Endfazit für nur drei von fünf Sternen reichte, das zeigt der folgende Bericht.

Leider wird Gamern das Spielen immer mehr erschwert. Das fängt schon beim Starten an, denn wo man früher einfach eine Cartridge oder CD einlegen musste und sofort losspielen konnte, müssen heute nach dem langen Installieren erst einmal ein großes Update vollzogen werden. Der gesamte Download- Update- und Installationsprozess dauert im Test- trotz relativ schneller Bandbreite- mehrere Stunden. Nach dem Starten des Spiels bekommen wir gleich die erste kleine Enttäuschung. Der Anfangsbildschirm ist schlicht gehalten und erscheint etwas einfallslos. Ohne großen Hintergrund und im Nebel laufen oder kriechen die Superstars hin und her. Der Soundtrack ist Geschmackssache. Schön, dass es die Jukebox gibt, die einem erlaubt sich seine eigene Tracklist zusammenzustellen. Hier gibt es sogar eine Auswahl an Wrestling-Themes, darunter auch diverse Oldschool-Tracks.

Die Menüführung ist übersichtlich gestaltet und es kann einfach navigiert werden. Das Superstars-Angebot ist sehr vielfältig. Auch was die Auswahl an Legenden angeht. Dafür vermissen wir aus der guten alten WWF große Namen wie Hulk Hogan, Yokozuna oder Tag Teams wie die Nasty Boys, Legion of Doom oder das WCW Team Harlem Heat. Die Vorschaubilder der Wrestling sind unserer Auffassung nach nicht gut gelungen. Hier hätte man sich ruhig ein wenig mehr Mühe geben können oder gleich Originalbilder nehmen können.

Für unseren ersten Gameplay-Test entscheiden wir uns für ein klassischen 1 vs 1 Single Match. Sehr schön: Man kann bei manchen Superstars wie dem Undertaker oder Shawn Michaels zwischen verschiedenen „Jahres-Versionen“ auswählen. Auch toll ist das Auswählen von Ringrichtern, Titeln oder Arenen, wobei letzteres für unseren Geschmack leider etwas zu kurz geraten ist. Hier fehlen Eindrucksvolle Arenen wie beispielsweise die von WrestleMania 3, 4 und 9.  In den Match-Optionen können Feinheiten eingestellt werden, die das Spielen angenehmer machen. Bevor es mit dem Kampf losgeht gibt es eine Zwischensequenz und die Ankündigung durch die Ringsprecherin. Die Entrances sind ganz gut gelungen, jedoch sind die Entrance-Themes einfach zu leise und sind teilweise abgeändert worden. So zum Beispiel das Theme von Brutus Beefcake aber auch von anderen Oldschool-Stars.

Die Gesichter und Körper sind bei manchen Wrestlern besonders gut gelungen, bei anderen unserer meinung nach wiederum überhaupt nicht. Auch wirken manche Bewegungen eher kantig und einzelne Körperpartien falsch dargestellt. Ein besonders positives Beispiel sehen wir zum Beispiel an Ric Flair, wobei Psycho Sid unserer Auffassung nach überhaupt nicht gelungen ist. Die gleiche Ambivalenz erleben wir bei vielen anderen Superstars, vor allem bei den Legenden. Dafür sind die Fans sehr gut gelungen. Selbst in oberen Rängen wirken diese noch realistisch. Auch die Ringsprecher sind geglückt. Hier kann zwar wieder das Pult benutzt, jedoch keine Moves mehr darauf vollzogen werden. Bei einem Tag-Team Match werden nicht alle Teams, die es einmal gab automatisch zusammengefügt. Zwar werden aus Earthquake und Typhoon die Natural Desasters aber Teams wie die Hart Foundation (Bret Hart und Jim Neidhart) werden nicht erkannt. Bilder Quelle: 2K

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