Ein Wohnzimmer, das abends zum Kinosaal wird, braucht keine fünf Standboxen und kein halbes Rack. Nubert schnürt für genau diesen Fall ein 5.1-Paket: vier Kompaktlautsprecher nuBoxx B-40, den Universallautsprecher nuBoxx B-50 als Center, den aktiven Subwoofer nuSub XW-900 und den AV-Receiver Denon AVR-X1700H DAB. Wir haben das Set über einen Zeitraum von 3 Jahren aufgebaut, getestet und bewertet. Ob die Lautsprecher und der Receiver immer noch halten, was der Hersteller verspricht, erfahren Sie im folgenden Testbericht.
Anmerkung: Unser erster Test dieses Sets liegt im Jahr 2023. Jetzt, im September 2026, haben wir die Anlage erneut geprüft und den Bericht auf den aktuellen Stand gebracht. Das heutige Urteil sagt deshalb nicht nur über den Klang aus, sondern auch über eine Langzeit-Nutzung.
Wir testen und bewerten die Anlage anhand folgender Kriterien:
Verarbeitung und Material, Funktion und Anschlüsse, Klangqualität, Handhabung sowie Preis-Leistung. Aufgestellt wurde nach dem Einmesslauf des Receivers. Verkabelt mit dem beiliegenden nuCable LS Studioline (6,0 m, 2,5 mm²) und dem nuCable Y-Sub 6 (2,0 m). Der Subwoofer lag im Test kabelgebunden am Sub-Out, nicht über Nubert-Funk.
Lieferumfang
Das Denon-Edition-Set ist kein Baukasten, bei dem man hinterher noch den Receiver suchen muss. Es ist eine Kombination aus Produkten, die man auch einzeln kaufen kann.
Enthalten sind:
- 4× nuBoxx B-40, Schwarz, abnehmbare graue Front (Front und Surround)
- 1× nuBoxx B-50, Schwarz, abnehmbare graue Front (Center)
- 1× nuSub XW-900, Schwarz (aktiver Subwoofer)
- 1× Denon AVR-X1700H DAB, Schwarz (AV-Receiver)
- nuCable LS Studioline, 6,0 m, 2,5 mm²
- nuCable Y-Sub 6, 2,0 m
Anmerkung: Das Set als solches gibt es nicht mehr, jedoch sind die Produkte noch einzeln erhältlich.
Stative, Wandhalter und Höhenlautsprecher für Dolby Atmos gehören nicht dazu. Der Receiver kann 7.2 und Atmos – das Set selbst bleibt ein klassisches 5.1. Dolby Atmos können wir dank unserem optionalen Lautsprecher ebenfalls testen. Wer Deckenboxen will, muss nachrüsten. Der Listenpreis des Pakets lag bei rund 2.700 Euro. Zum Vergleich die Einzelpreise im Nubert-Shop (Stand 2. September 2026): B-40 278 Euro das Stück, B-50 298 Euro, XW-900 695 Euro, AVR-X1700H DAB 649 Euro. Inklusive Kabel liegt man also ungefähr in derselben Größenordnung.
nuBoxx B-40 – die vier Kompakten Lautsprecher
Die B-40 ist der größte Regallautsprecher der Serie und bringt knapp 9,6 Kilogramm auf die Waage. Gehäuse 21 × 34 × 31 Zentimeter, folierter Korpus, lackierte Schallwand, Magnetblende. Das Terminal ist vernickelt, die Weiche mit Folienkondensatoren und Schutzschaltung bestückt. Vier Stück im Set: zwei vorn, zwei hinten. Die Verarbeitung ist nüchtern und sauber, ohne Chromleisten, ohne Show.

Technisch ist es ein klassisches Zweiwege-Bassreflexsystem: ein 180-Millimeter-Tiefmitteltöner mit Polypropylenmembran in Nuberts B²-Auslegung (langes Hubvermögen, kräftiger Antrieb) und der 26-Millimeter-Seidenkalotten-Hochtöner nuOva B. Die Trennung liegt bei rund 2.000 Hertz. Herstellerangabe zum Frequenzgang: 41 bis 24.000 Hertz (±3 dB), Impedanz 4 Ohm, Wirkungsgrad 85,5 dB (2,83 V/1 m), Nennbelastbarkeit 160 Watt nach DIN, Musikbelastbarkeit 220 Watt.
41 Hertz untenrum ist für ein Regalmaß ungewöhnlich tief. Unabhängige Labormessungen (stereoplay) kamen auf 42 Hertz (−3 dB) bzw. 38 Hertz (−6 dB) und einen Maximalpegel von 99 dB – also keine Luftnummer. Das Impedanzminimum lag bei 3,3 Ohm. Der Denon muss das können, tut er bei 4 Ohm auch. Trotzdem: Frontlautsprecher im Receiver auf „klein“ stellen und den Rest dem Sub überlassen. Sonst arbeitet die B-40 unnötig im Keller und verschenkt Pegelreserve.
Im Hörtest bleiben Stimmen und Mitten klar, der Hochton der nuOva-B-Kalotte ist fein, nicht spitz. Ohne Subwoofer reicht die B-40 für Musik schon erstaunlich weit nach unten. Im 5.1 mit Filmpegel merkt man dann, wozu der XW-900 da ist: Explosionen und Orgelpedal holt die Kompakte allein nicht. Als Surround-Paar hinten im Raum verschwinden die Boxen optisch, klanglich halten sie mit den Fronts mit, gleiches Chassis, gleiche Abstimmung, das ist der eigentliche Vorteil gegenüber Misch-Sets aus Satelliten und irgendwelchen Rears.
Die Nubert nuBoxx B-40 geht denselben Weg, nur konsequenter: größeres Gehäuse, 18-Zentimeter-Tieftöner, mehr Pegel und tieferer Bass – weiterhin zum Direktvertriebspreis. Wir haben das Paar als klassische Stereo-Regalbox gehört und geprüft, ob der Aufpreis zur B-30 im Alltag spürbar ist.Lieferumfang und erster EindruckZum Set gehören zwei Lautsprecher, magnetische Frontabdeckungen, Elastikpuffer, Lautsprecherkabel (2 × 0,75 mm², je 4 m) und die Anleitung. Die Verarbeitung ist für die Klasse vorbildlich: festes MDF, lackierte Schallwand, saubere Folierung, wertiges Single-Wiring-Terminal. Farben sind Graphit/Schwarz sowie Eisgrau/Weiß.Jede Box misst 21,0 × 34,0 × 31,0 cm und wiegt 9,6 kg.
Damit steht sie klar über einer reinen Desktop-Box, bleibt aber regal- und ständertauglich. Die Reflexöffnung sitzt hinten, die Blenden halten magnetisch.Technik im ÜberblickDie B-40 ist ein passives 2-Wege-Bassreflexsystem. Unten arbeitet ein langhubiger 180-mm-Tiefmitteltöner mit Polypropylenmembran (B²-Technologie), oben eine 26-mm-Seidengewebekalotte (nuOva B) mit bedämpfter Rückkammer. Getrennt wird bei 2.000 Hz. Der Frequenzgang reicht von 41 bis 24.000 Hz (−3 dB) bzw. 36 bis 28.000 Hz (−6 dB).Weitere Daten: Impedanz 4 Ohm, Wirkungsgrad 85,5 dB (2,83 V/1 m) bzw. 82,5 dB (1 W/1 m), Dauerbelastbarkeit 160 Watt, Impulsbelastbarkeit 220 Watt. Selbstrückstellende Sicherungen schützen die Chassis. Bi-Wiring gibt es nicht.

So haben wir getestetDie Boxen standen auf Ständern mit etwas Wandabstand, Hochtöner auf Ohrhöhe. Als Verstärker dienten ein kräftiger Stereo-Amp und ein AV-Receiver. Gehört wurden Pop, Rock, Elektronik, Jazz, Singer-Songwriter, Klassik und Filmton. Zusätzlich prüften wir Pegelfestigkeit und das Verhalten wandnah.Verstärker: Reserve zahlt sich aus4 Ohm und der moderate Wirkungsgrad verlangen keinen Monster-Amp, aber auch keine schwache Mini-Endstufe. Ab etwa 2 × 40 Watt an 4 Ohm wird es im Wohnzimmer brauchbar, 2 × 80 bis 90 Watt holen Dynamik und Bassstraffheit besser heraus. Wer schon einen stabilen Receiver hat, ist im Vorteil. Aktivboxen bleiben die bequemere Alternative, wenn gar keine Elektronik vorhanden ist.Klang bei MusikDer erste Eindruck ist der Bass. Für ein 12-Liter-Kompaktgehäuse reicht die B-40 erstaunlich tief und bleibt dabei konturiert. Kickdrums haben Körper, Basslinien bleiben getrennt, der Hub des 18-Zentimeter-Chassis ist hörbar. Ganzes Subwoofer-Territorium ersetzt das nicht – bei normalen Wohnzimmerpegeln braucht sie aber keinen Woofer.Die Mitten sind klar, eher präzise als warm-schmeichelnd. Stimmen stehen frei und unverfärbt, schwache Aufnahmen werden nicht schöngefärbt. Die Höhen sind frisch, detailliert und nicht grell. Die Bühne wirkt breit, tief und sauber sortiert; der Sweet Spot ist großzügig.
Dynamisch geht die B-40 weiter als die B-30: lauter, tiefer, unangestrengter. In Räumen bis etwa 25 Quadratmetern bleibt sie souverän. Erst bei Dauer-Party-Pegel in großen Zimmern merkt man das Kompaktformat.Film und HeimkinoDialoge bleiben verständlich, Effekte haben Gewicht. Als Frontpaar in einem Surround-Set oder als kräftige Stereo-Lösung für Serienabende funktioniert sie unkompliziert. Für sehr tiefe Action-Bässe ist ein Subwoofer die sinnvollere Ergänzung als noch mehr Lautstärke.AufstellungFrei auf Ständern mit 30 bis 40 Zentimetern Wandabstand spielt sie am trockensten. Zu nah an der Wand wird der Bass voller, manchmal zu wuchtig. Die hintere Reflexöffnung braucht Luft. Ständer lohnen sich: Sie entkoppeln und bringen den Hochtöner auf Ohrhöhe. Die magnetischen Blenden sind alltagstauglich.
nuBoxx B-50 – der Center mit viel Klang
Die B-50 liegt im Set als Center vor dem Bildschirm. 14 Zentimeter hoch, 24,4 Zentimeter tief, also Lowboard-tauglich. Liegend im D’Appolito-Prinzip: zwei 123-Millimeter-B²-Tieftöner links und rechts der 26-Millimeter-nuOva-B-Kalotte. Stehend ginge sie auch als Front oder Rear durch; Nubert verkauft sie bewusst als Universallautsprecher. Frequenzgang 60 bis 24.000 Hertz (±3 dB), Wirkungsgrad 87 dB, Nennbelastbarkeit 170 Watt, Musikbelastbarkeit 270 Watt, ebenfalls 4 Ohm. Der Hochtöner übernimmt oberhalb von 2,1 Kilohertz.
Die B-50 ist ein passives 2-Wege-Bassreflexsystem in D’Appolito-Anordnung: Zwei 123-mm-Tiefmitteltöner mit Polypropylenmembran flankieren eine mittige 26-mm-Seidengewebekalotte (nuOva B). Die Weiche liegt bei 2.100 Hz. Der Frequenzgang reicht von 60 bis 24.000 Hz (−3 dB) bzw. 53 bis 28.000 Hz (−6 dB).Weitere Daten: Impedanz 4 Ohm, Wirkungsgrad 87 dB (2,83 V/1 m), Dauerbelastbarkeit 170 Watt, Impulsbelastbarkeit 270 Watt. Selbstrückstellende Sicherungen schützen Chassis und Weiche. Das Terminal ist Single-Wiring.

Die untere Grenze von 60 Hertz steht gegen 41 Hertz bei der B-40: Der Center reicht weniger weit in den Bass. Im eingemessenen 5.1 ist das egal, weil Dialoge ohnehin über den Sub-Crossover laufen. Ohne Sub würde man die Lücke hören. Die D’Appolito-Anordnung hält Stimmen in der Mitte, auch wenn man nicht genau auf Achse sitzt, im Heimkino wichtiger als die letzte Bassoktave. Genau hier liegt die Stärke. Dialoge stehen ruhig in der Bildmitte, ohne scharf oder nasal zu werden. Die D’Appolito-Anordnung hält die Stimme auch seitlich der Couch verständlich – wichtig, wenn nicht nur eine Person genau in der Mitte sitzt. Flüstern bleibt hörbar, laute Effekte schieben die Sprache nicht zur Seite.Der eigene Tiefgang bis etwa 60 Hertz gibt Stimmen Körper. Für ausgewachsenen Film-Subbass braucht sie trotzdem einen Subwoofer; als Center allein klingt sie nicht dünn, aber auch nicht nach Standbox.Film und MusikIm Mehrkanal-Set fügt sich die B-50 homogen zu B-30, B-40 oder B-60.
Der Charakter bleibt nüchtern und klar – typisch Nubert, ohne künstliche Präsenzanhebung. Action hat Kontur, Klassik und Jazz über den Center-Kanal wirken unaufgeregt und sauber.Hochkant als Stereo- oder Surround-Box überrascht sie mit Druck und Breite. Fünf identische B-50 plus Subwoofer ergeben ein besonders einheitliches Klangfeld. Wer nur ein Paar sucht, holt mit B-40 mehr Bass und Pegel; die B-50 punktet mit Flexibilität und Stimmentreue. Liegend sollte der Hochtöner nicht durch die TV-Kante verdeckt sein. Etwas Abstand zur Wand hält den Bass trocken; zu dicht am Lowboard-Rücken wird er voller. Die Füße aus dem Lieferumfang verhindern Klappern. Stehend auf Ständer oder Sideboard arbeitet die D’Appolito-Anordnung noch gleichmäßiger in der Höhe. Ein stabiler Receiver mit 4-Ohm-Festigkeit ist Pflicht. Sehr knappe Kompaktamps holen den möglichen Pegel nicht.

Dialoge in Spielfilmen und Nachrichtensendungen kamen im Test verständlich, ohne die zischelnde Aufdringlichkeit billiger Center. Musik über den Center-Kanal (Mehrkanal-Mischungen) bleibt an die Fronts angebunden, nicht als dritte Klangfarbe daneben. Wer Homogenität über alles stellt, könnte theoretisch fünfmal die B-50 nehmen. Im Denon-Set ist die Mischung aus B-40 vorn und hinten plus B-50 in der Mitte die sinnvollere Wahl: mehr Tiefgang an den Seiten, flacher Center unter dem Fernseher.
nuSub XW-900 – tiefer geht es kaum
Zum Subwoofer gehören höhenverstellbare Standfüße mit Spikes, Netzkabel (3 m), Y-Subwooferkabel (3 m) und Anleitung. Das Gehäuse ist ein schlichter Quader in seidenmattem Schleiflack, Schwarz oder Weiß. Anschlüsse und Regler sitzen hinten, nichts stört die Wohnraumfront.Die Maße: 35,0 × 47,7 × 40,0 cm inklusive Füße, Gewicht 19,5 kg. Das ist kein Möbelmonster, aber auch kein Unter-Sofa-Würfel. Chassis und Reflexöffnung strahlen nach unten (Downfire); die Füße halten den nötigen Abstand zum Boden.Technik im ÜberblickIm Boden arbeitet ein langhubiger 267-mm-Tieftöner mit Polypropylen-Verbundmembran und Doppelmagnet. Die Class-D-Endstufe leistet 220 Watt dauerhaft und 380 Watt impulsweise. Der Frequenzgang reicht von 21 bis 120 Hz (−3 dB), oben bis etwa 140 Hz (−6 dB). Softclipping schützt vor groben Übersteuerungen.Anschluss: Cinch-Line-In (im Lieferumfang als Y-Kabel), Empfang über X-Connect und X-Connect Surround. Bluetooth dient der App, nicht dem Musikstreaming vom Handy. Gesteuert wird über den hinteren Drehregler oder die Nubert X-Remote App. X-Room Calibration korrigiert Raummoden. Stand-by liegt bei unter 0,5 Watt per Kabel bzw. unter 2 Watt im Funkbetrieb.
Anschluss: Kabel oder FunkPer Y-Kabel hängt der XW-900 an jeden Sub-Out. Im Nubert-Ökosystem empfängt er das Signal kabellos – praktisch, wenn das Kabel sonst quer durchs Zimmer müsste. Die Funkstrecke blieb im Test stabil; die zusätzliche Laufzeit ist im Film nicht störend. Für fremde Receiver ohne Nubert-Sender bleibt das Cinch-Kabel der direkte Weg, optional gibt es Nubert-Transmitter.App und EinmessungPegel und Trennfrequenz lassen sich am Gerät einstellen. Sinnvoll wird der Sub erst mit der App: Phase, Filter, Presets und vor allem X-Room Calibration. Nach der Messung verschwinden Dröhnen und Aufblähungen, der Bass wird trockener und tiefer zugleich. Unter iOS läuft die Einmessung besonders komfortabel; Android-Nutzer kommen ebenfalls zurecht, brauchen je nach Setup etwas mehr Geduld oder Zubehör.Ohne Einmessung klingt der XW-900 kräftig, aber raumabhängig. Mit Einmessung fügt er sich an Satelliten, als käme der Bass aus den Hauptboxen.Klang bei MusikDer Sub geht tief, ohne sofort zu wummern. Nach der Kalibrierung bleiben Kick und Basslinie getrennt, Orgelpedal und Synth-Sub haben Druck und Kontur. Impulstreue ist eine Stärke: Schläge kommen schnell und klingen nicht nach Nachhall aus dem Gehäuse.Die Kunst liegt in der Trennfrequenz. Zu hoch eingestellt, wird der Sub hörbar als Kiste. Um 60 bis 80 Hertz, passend zu nuBoxx- oder nuPro-Satelliten, verschwindet er im Gesamtbild. Zwei XW-900 im Raum glätten Moden noch besser – ein einzelner reicht in normalen Wohnzimmern.Klang bei FilmHier zeigt er, wofür 21 Hertz und 380 Watt Impuls da sind. Explosionen haben Körper, Raumschiffe bekommen Gewicht, leise Spannungsszenen bleiben hörbar, ohne dauernd zu brummen. Die Pegelfestigkeit reicht für Wohnzimmer und mittlere Heimkinos. In sehr großen Räumen oder bei Referenzpegel ist der größere XW-1200 die logische nächste Stufe.
Denon AVR-X1700H DAB – die Schaltzentrale
Sieben Endstufen, zwei Sub-Ausgänge, DAB+-Tuner. Denon wirbt mit 145 Watt pro Kanal. Das ist die IEC-Angabe an 6 Ohm, 1 Kilohertz, ein Kanal, 1 Prozent Klirr. Seriöser zum Vergleich: 80 Watt an 8 Ohm, 20 Hertz bis 20 Kilohertz, zwei Kanäle. Für fünf 4-Ohm-Lautsprecher von Nubert plus Subwoofer reicht die Endstufe im Wohnzimmer und im Kinoraum. Wer alle sieben Kanäle mit Atmos-Höhen volldreht, kommt früher an die Grenze. In diesem Set bleiben zwei Kanäle sowieso frei.
Formate: Dolby Atmos, Dolby Atmos Height Virtualization, DTS:X, DTS Virtual:X. Ohne Höhenlautsprecher bleibt Atmos eine virtuelle Anhebung, kein echtes Oben. HDMI kann 8K/60 und 4K/120 durchreichen, dazu VRR, ALLM, Dolby Vision, HDR10+ und eARC – sechs HDMI-Eingänge, drei davon 8K-fähig. HEOS streamt Spotify, Amazon Music, TIDAL, Deezer. Sprache: Alexa, Google Assistant, Siri. Einmessung: Audyssey. Ein Phono-Eingang ist mit dabei, Bluetooth nur mit SBC.
Die Einrichtung ist Denon-typisch: Menü auf Deutsch, Einmessmikrofon, fünf Minuten Geduld. Die Nubert-Boxen als „Small“ anlegen, Übergangsfrequenz um 80 Hertz, Abstände nach Metermaß noch einmal gegenprüfen. Danach läuft der Alltag über die Denon-App oder die mitgelieferte Fernbedienung. DAB+ ist in Deutschland kein Kaufgrund mehr, stört aber nicht. Der Receiver ist inzwischen im Denon-Archiv, Nachfolger heißen X1800H DAB, in aktuellen Nubert-Sets oft X2800H DAB. Klanglich und von den Anschlüssen her bleibt der X1700H DAB für dieses 5.1 völlig ausreichend.
Das Set im Zusammenspiel
Einzeln sind die Teile solide. Zusammen ergibt sich das eigentliche Argument: gleiche Hochtöner-Familie vorn, Mitte, hinten, ein Subwoofer, der tiefer geht als die Satelliten je könnten, ein Receiver, der HDMI, Streaming und Einmessung mitbringt. Filme gewinnen vor allem durch Ortung und Dialog. Musik im Stereo-Direktmodus über die beiden vorderen B-40 plus Sub ist mehr als Beilage das ist eine ernstzunehmende Zwei-Kanal-Anlage mit Tieftonstütze. Nach drei Jahren im Dauereinsatz hat sich an diesem Eindruck nichts geändert: dieselben Boxen, derselbe Sub, derselbe Receiver.
Rund 2.700 Euro kostete das Set im Jahr 2023. Drei Jahre später haben wir die Einzelpreise neu aufgenommen (2. September 2026). Nubert verkauft die Boxen direkt; bei Amazon.de liegen dieselben Modelle oft als 2er-Pack. Der Live-Preis dort schwankt mit dem Marketplace.
nuBoxx B-40: 278 € das Stück. Im Set vier Stück = 1.112 €. nuBoxx B-50 (Center): 298 €. nuSub XW-900: 695 €. Denon AVR-X1700H DAB: 649 € (Der Receiver ist ein Auslaufmodell, Fachhandel notiert ihn derzeit etwa 590 €). nuCable LS Studioline 6,0 m / 2,5 mm²: 27 €. nuCable Y-Sub 6, 2,0 m: 10 €. Summe der Einzelteile, so wie im Karton: 2.791 €.
Zum Vergleich der übliche Preis (stand: 2.9.2026): B-40 ab 282 €, B-50 ab 305 €, XW-900 ab 702 € also eher teurer als der Direktvertrieb. Amazon listet die B-40 als Paar (schwarz ASIN B0CWRZBF6D, weiß B0CWS228YC); ein fester 5.1-Denon-Edition-Karton ist dort nicht mehr zu haben. Wer heute nachkauft, holt die Lautsprecher also bestenfalls einzeln beim Hersteller und liegt knapp unter 2.800 €, also ziemlich derselbe Betrag, den das Paket 2023 schon verlangt hat. Die von uns getesteten Geräte haben den Dreijahresbetrieb hinter sich. Dafür bekommt man vier gleiche B-40, einen echten Center, einen Subwoofer bis 21 Hz und einen 7.2-Receiver mit HDMI 8K + hochwertige Kabel. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt also, vor allem in Sachen Langelebigkeit und Nachhaltigkeit.
Fazit: Nach unseren ausgiebigen Tests – zuerst 2023, jetzt noch einmal 2026 – bleibt vom B-40 5.1-Set Denon-Edition ein klares Bild. Die nuBoxx B-40 spielt tiefer und sauberer, als übliche Kompaktboxen dieser Kategorie, die nuBoxx B-50 erledigt den Center-Job, ohne aus der Klangfarbe der Fronts zu fallen und der nuSub XW-900 schiebt den Bass nach, den viele andere Geräte dieser Größe physikalisch nicht liefern können. Der Denon AVR-X1700H DAB verdrahtet das Ganze, misst ein und reicht 4K- und 8K-Bild durch, ohne selbst zur Show zu werden. Selbst nach drei Jahren Laufzeit klingt alles noch so sauber wie am Anfang und auch die Materialien zeigen keine Schwäche. .
