007 First Light

James Bond ist zurück. Nicht als der fertige, unschlagbare Agent, den wir aus den Filmen kennen, sondern als junger, noch nicht ganz ausgereifter Typ, der erst noch zum 007 werden muss. IO Interactive (die Macher hinter Hitman) hat sich da was ganz Schönes ausgedacht und mit 007 First Light ein richtiges Agenten-Abenteuer abgeliefert. Wir haben den Titel ausgiebig auf dem PC getestet und können sagen: Das ist kein gewöhnliches Actionspiel. Das ist ein Kinoerlebnis.

Getestet haben wir auf einem Gaming PC mit einem Ryzen 7 5700X Prozessor und einer GTX 1070. Trotz der eher älteren Grafikkarte lief das Game stabil. Kaum Ruckler, keine Abstürze, die Ladezeiten waren in Ordnung und die Einstellmöglichkeiten lassen sich gut anpassen. Controller-Support ist ebenfalls dabei. Technische Probleme oder nervige Bugs? So gut wie keine. Für ein Spiel dieser Größe und dieses Alters und bei dieser Hardware eine richtig gute Leistung!

Grafisch ist das Spiel einfach nur atemberaubend. Die Animationen sind grandios, die Umgebungen beeindruckend und die Optik passt absolut zum James-Bond-Feeling. Man merkt sofort, dass hier jemand mit Herzblut gearbeitet hat. Ob Island, Malta, London, die Slowakei, Mauretanien, Vietnam oder die Antarktis, jede Location hat ihren eigenen Charakter und sieht sehr gut aus.

Beim Sound wird’s richtig stark. Die Musik ist James-Bond-typisch, und der Titeltrack „First Light“ von Lana Del Rey sitzt einfach perfekt. Man könnte fast denken, die Musik allein wäre schon einen eigenen Film wert. Dazu kommen die kühlen, trockenen Bond-Lines, die absolut iconic sind, und die Soundeffekte zu den Gadgets. Genau so stellt man sich Qs Spielzeug vor. Der Sound trägt die Spannung und das Bond-Feeling von der ersten Minute an.

Das Gameplay macht Spaß und reißt einen mit. Die Steuerung ist einprägsam, die Missionen spannend und die verschiedenen Locations plus ein paar ordentliche Plot Twists bringen richtig Abwechslung rein. Man schleicht, schießt, schlägt, nutzt Gadgets und jagt ab und zu hinter jemandem her. Die Schwierigkeit ist knifflig aber für uns aber kein Problem. Wir mögen das so.

Die Geschichte erzählt, wie aus einem Navy-Offizier erst ein MI6-Agent und dann der eigentliche 007 wird. Bond steckt mittendrin in einer größeren internationalen Verschwörung und muss herausfinden, wem er überhaupt noch trauen kann. Man fühlt sich in dem Spiel wirklich wie James Bond, vor allem weil man mit den Gadgets oft ganz andere Wege durch Konfrontationen findet, als nur die Tür einzutreten. Für uns gab es eigentlich nur gute Momente. Der eine, der uns am stärksten im Kopf geblieben ist, war die Jagd auf Webb. Dieser Part hat uns mit am meisten Spaß gemacht.

Die Kampagne umfasst zehn Kapitel und hat uns ungefähr 15–20 Stunden gekostet. Insgesamt stecken fast 24 Stunden darin. Daneben gibt’s den Tacsim-Modus, so eine Art Trainings- und Challenge-Modus, in dem man Missionen mit zusätzlichen Modifikatoren und Herausforderungen nochmal angehen kann. Dafür gibt’s Intel, Ausrüstung und kosmetische Belohnungen. Perfekt, wenn man nach der Story noch was zu tun haben will.

Fazit: Im Test waren wir uns ziemlich schnell einig: 007 First Light schafft es, klassisches Bond-Feeling mit modernem Gameplay und einer richtig starken Präsentation zu verbinden. Eine rundum gelungene Agentengeschichte, die sowohl alte Bond-Fans als auch Leute abholt, die Hitman oder andere IO-Spiele mögen. Das größte Plus ist die imposante Grafik, das Gameplay, die nötigen Plot Twists und das Character Design. Einfach ein tolles Spiel.

Für uns persönlich ein klares 5 Sterne Ergebnis. Wir werden es auf jeden Fall noch mindestens einmal durchspielen.