Dremel 3D45

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Ähnliche Druckergebnisse erhalten wir mit PLA. Im Gegensatz zu ABS entstehen beim Erhitzen dieses Filaments keine unangenehmen Gerüche. Der leichte und etwas süßliche Geruch erinnert eher an die darin enthaltene Maisstärke, als an geschmolzenes Plastik. Ausdrucke mit PETG-Filament haben uns ebenfalls überzeugen können. Das Sparschwein ist besonders wertig und widerstandsfähig. Zudem gibt es in der transparenten Farbe auch optisch viel her. Bei Nylon-Drucken erleben wir eine Solidität, gepaart mit einer guten Biegsamkeit. Diese Modelle sind sowohl belastbar als auch flexibel.  Geruchstechnisch sind die beiden Filamentarten mit ABS vergleichbar. Unsere Feinstaubmessungen ergaben jedoch bei keinem Typen nennenswerten Werte. Das Gleiche gilt für unsere Elektrosmog-Messungen.

Das resistive Display bietet, im Gegensatz zum Vorgängermodell, auch eine farbliche Darstellung und ist mit einer Diagonale von 12 cm ca. 3 cm größer als der Bildschirm vom 3D40. Der interne Speicher bietet 8 GB. Hier sind zwar wieder diverse 3D-Modelle vorgespeichert, jedoch gefallen uns diese nicht so sehr wie vom 3D40. Dennoch hat man auch hier die Möglichkeit, eigene 3D-Modelle via USB-Stick oder mittels Software über WLAN auf das Gerät zu übertragen. Mit einer 3D-Software wie Autodesk Print-Studio können wir zudem Modelle messen, verschieben, skalieren und in .3ps Dateien abspeichern. Zum einlesen eignen sich u.a. .3mf, .obj und .stl Dateien. Im Drucker selbst werden per USB-Stick jedoch nur g3drem-Dateien anerkannt.

    

Das Ausdrucken eigener Modelle anhand eigener Grafiken funktioniert im Test auch mit dem 3D45 problemlos! Der 3D-Drucker von Dremel kommt also auch mit eigenen oder fremden 3D-Modellen anderer Anbieter klar und eignet sich auch zum Drucken eigener Objekte, welche aus eigenen Kreationen oder von umgewandelten Grafiken stammen. Als Software bietet Dremel zum Testzeitpunkt die kostenlosen Autodesk Print Studio sowie Dremel DigiLab 3D Slicer an. Im Auslieferungszustand umfasst die Länge einer Rolle Filament ca. 162 m. Auf der Spule selbst sind jedoch 205 m angegeben. Im Verbrauch messen wird für eine Umdrehung ca. 40 cm Filament. Für große Objekte wie den Stiftehalter benötigt der 3D-Drucker knapp 5 Stunden Stunden und verbraucht etwa 24 Meter Filament. Bei einem kleinen Objekt wie einer Schachfigur sind es nur ca. 120 cm. Der Verbrauch einer Spule hält sich somit sehr in Grenzen und hängt von der jeweiligen Objektgröße ab.

Abbrüche durch Fehldrucke kamen selten vor. Einmal verrutschte ein Objekt auf der Druckplatte, da diese vorher nicht genügend mit Kleber beschichtet wurde. Zu einem kompletten Abbruch kam es jedoch, als die Düse mit Nylon-Filament verstopft war. Hierzu musste wir diese einfach abschrauben und mittels einer heißen Nadel vom verstopften Filament befreien. Nach dem erneuten Einsetzen funktionierte alles wieder normal. Abgesehen von dieser seltenen Vorgängen erwies sich der 3D45 im Test als souverän und zuverlässig!

Fazit: Der Dremel DIGILAB 3D45 ist eine gelungene Ergänzung und Verbesserung zum Vorgängermodell. In Sachen 3D-Druck bleiben aufgrund der Filamentvielfalt und der erweiterten Möglichkeiten kaum Wünsche offen. Ob eigene Kreationen oder vorgefertigte Modelle, der 3D-Drucker von Dremel druckt wunschgerecht und arbeitet schnell. Das Modell eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene. Preislich gesehen liegt der 3D45 zum Testzeitpunkt bei rund 1.300 EUR. Das sind gut 400 EUR mehr als der 3D40, doch diese Investition ist aufgrund des großen Lieferumfangs und des höheren Leistungsumfangs gerechtfertigt. Insgesamt gesehen hat uns auch der 3D45 von Dremel durch seine gute Druckqualität im Test begeistert! 

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