Dremel 3D40

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Wir testen und bewerten den 3D-Drucker von Dremel anhand folgender Kriterien: Materialeigenschaften, Handhabung, Funktion, Druckqualität und Umwelteigenschaften.

Der D3-Drucker von Dremel passt am besten in eine Werkstatt, in Klassenräume und in das eigene zu Hause. Der 3D40 eignet sich hervorragend für Einsteiger, denn sowohl das Einlegen des Filaments als auch das Einstellen eines 3D-Druckes verläuft kinderleicht. Anhand des bunten Touch-Displays werden beide Schritte ausführlich und informativ dargestellt, und binnen wenigen Minuten starten wir auch schon unseren ersten Testdruck, welchen wir per Touchscreen auswählen. Wir haben uns hierbei für eine Schachfigur entschieden. Bevor es losgeht muss der 3D-Drucker erst einmal vorheizen. Bis zur Höchsttemperatur von 220° Celsius vergehen im Test nur 1:23 min.

 

Danach legt der Drucker sofort los. Das Filament wird beim Druckvorgang sehr gut und kontinuierlich erhitzt. Die guten thermischen Eigenschaften führen zu einem Verzicht auf einen beheizten Bauraum oder einer beheizten Druckplatte. Kurzum, im Raum und auf der Platte bleibt stets alles kühl, was das Produkt auch für Kinder interessanter macht. Auch das 3D-Objekt kühlt sehr schnell ab und lässt sich, je nach Form, relativ einfach von der Druckplatte lösen. Manchmal kann das Lösen jedoch etwas schwieriger vonstatten gehen, wie auch unsere Tests zeigen. Die einzige Stelle wo es heiß wir ist die Druckkopfdüse. Die Beleuchtung im Inneren des 3D-Druckers gefällt uns ebenfalls sehr gut. Den kleinen Bauern druckt der 3D40 souverän und präzise innerhalb von rund 20 Minuten. Dies ist sogar schneller als auf dem Display angekündigt. Hier wird auch als LIVE-Bild die Schichtdicke angezeigt. Die Lautstärke während des Druckes ist mit 51 dBA als leise zu bewerten. Selbst bei geöffneter Tür empfinden die Tester die Lautstärke mit 57 dBA in großen Räumen als angenehm. In etwas kleineren Zimmern wird der eintönige Geräuschpegel auf Dauer jedoch etwas störend. Sowohl der Deckel als auch die Tür können auch während des Betriebes geöffnet werden. Die Geruchsentwicklung ist äußerst minimal. Im Gegensatz zu ABS entstehen bei diesem Druckvorgang keine unangenehmen Gerüche. Der leichte und etwas süßliche Geruch erinnert eher an die darin enthaltene Maisstärke, als an geschmolzenes Plastik. Unsere Elektrosmog und Feinstaubmessungen ergaben zudem keine nennenswerten Werte.

Die Schachfiguren sehen nicht nur gut aus, sie sind auch gut verarbeitet, aber deutlich leichter als übliche Schachfiguren. Eine 4,5 cm große Damenfigur wiegt lediglich 2 g. Doch dafür besitzt sie gute Eigenschaften, wie beispielsweise eine hohe Oberflächenhärte und eine gute Formstabilität, selbst bei heißen Temperaturen. Wenn man genau hinsieht, sieht man die Schichten, mit denen das Objekt erstellt wurde. Man fühlt sie auch, doch insgesamt fühlt sich das Produkt gut an und liegt angenehm in der Hand. Eine besondere Solidität weisen manche Schachfiguren jedoch nicht an allen Stellen auf. Einen König druckt der IDEA BUILDER innerhalb von rund 40 Minuten. Auch hier sieht es optisch, wie auch von dem Material her, gut aus. Lediglich das kleine Kreuz sitzt etwas zu locker und bricht etwas schnell ab, wenn man zu fest draufdrückt oder er auf den Boden fällt. Ansonsten ist auch diese Figur ein echter Hingucker, und ein komplettes Schachfigurenset ist mit dem 3D-Drucker innerhalb weniger Stunden erstellt. Allerdings muss jede Figur einzeln eingestellt werden. Vorgespeichert sind alle nötigen Schachfiguren, wobei der Springer nicht als Pferd dargestellt wird. Wem das nicht gefällt, der kann eigene 3D-Modelle via USB-Stick auf das Gerät übertragen. Mittels 3D-Software wie Autodesk Print-Studio können wir im Test Modelle messen, verschieben, skalieren und in .3ps Dateien abspeichern. Zum Einlesen eignen sich .3mf, .obj und .stl Dateien.

Auch die Bär-Puppe und den Stiftehalter druckt der 3D40 im Test mit Bravour. Einen Würfel stellt der 3D-Drucker ebenfalls schnell und ordentlich her. Hierbei hinterlässt er sogar Einkerbungen, welche für die jeweilige Zahl stehen. Ebenso das Ausdrucken eigener Modelle anhand eigener Grafiken funktioniert im Test ohne Probleme. So können wir beispielsweise unser Testlogo oder eine Katze ausdrucken. Der 3D-Drucker von Dremel kommt also auch mit eigenen oder fremden Modellen anderer Anbieter klar und eignet sich auch zum Drucken eigener Objekte, welche aus eigenen Kreationen oder von umgewandelten Grafiken stammen. Als Software bietet Dremel zum Testzeitpunkt die kostenlosen Autodesk Print Studio sowie Dremel DigiLab 3D Slicer an. Im Auslieferungszustand umfasst die Länge einer Rolle Filament ca. 162 m. Auf der Spule selbst sind jedoch 190 cm angegeben. Im Verbrauch messen wir für eine Umdrehung ca. 40 cm Filament. Für große Objekte wie den Stiftehalter benötigt der 3D-Drucker knapp 5 Stunden und verbraucht etwa 24 Meter Filament. Bei einem kleinen Objekt wie einer Schachfigur sind es nur ca.120 cm. Der Verbrauch einer Spule hält sich somit sehr in Grenzen und hängt von der jeweiligen Objektgröße ab.

Fazit: Der IDEA BUILDER 3D40 wird seinem Namen gerecht, denn mit ihm sind in Sachen 3D-Druck im Bereich des PLA-Filaments kaum Wünsche offen. Ob eigene Kreationen oder vorgefertigte Modelle, der 3D-Drucker von Dremel druckt präzise und souverän. Zudem eignet er sich hervorragend als Einsteigermodell! Doch auch Fortgeschrittene kommen bei diesem 3D-Drucker auf ihre Kosten. Letztere liegen beim 3D40 zum Testzeitpunkt bei rund 860 EUR. Aufgrund des großen Liefer- und Leistungsumfangs ein absolut gerechtfertigter Preis! Insgesamt gesehen hat uns der 3D40 von Dremel durch seine gute Druckqualität im Test begeistert! Allerdings passen nur Originalspulen von Dremel in den Drucker, bei denen eine Spule rund 20 EUR kostet. Sehr schön ist der Biokunststoff, welcher aus pflanzlichen Materialen besteht. 

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