Schutz vor Datenklau dank RFID NFC-Schutzhüllen

Dass Schutzhüllen vor allem bei Keyless Autoschlüsseln wichtig sind, das haben wir erst kürzlich im Rahmen unseres Keyless Entry Schutzhüllen Tests thematisiert. Schutzhüllen gibt es jedoch auch für weitere Produkte, welche via Funk ausspioniert werden können. Hierzu gehören EC- und Kreditkarten, Personalausweise/Pässe, Zugangskarten, Mobiltelefone und viele weitere Produkte, welche mittels Lesegeräten ausspioniert werden können. Ob diese Schutzhüllen signifikant Schutz gewähren oder diese entbehrlich sind, das erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Der Unterschied zwischen RFID und NFC

Sehr häufig verwenden Online-Shops bei den angebotenen Produkten die Begriffe RFID und NFC im Wechsel. Auf den ersten Blick suggeriert dies eine unterschiedliche Produktart. Im Grunde kann man jedoch die Begriffe "RFID" und "NFC" gleichwertig behandeln, da für beide die identische technologische Grundlage gilt. NFC (Near Field Communication) ist ein auf der RFID-Technik basierender internationaler Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Strecken. Diese bewegen sich in der Regel nur über wenige Zentimeter und unterscheidet sich so deutlich von der Übertragungsart Bluetooth. Die Datenübertragungsrate von NFC liegt bei 424 kBit/s.

RFID steht für radio-frequency identification und bezeichnet eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten und Lebewesen mit Radiowellen. Die Vorteile dieser Technik sind vor allem die geringe Größe, die unauffällige Auslesemöglichkeit und der geringe Preis der Transponder.

Der Einsatz von RFID, bzw. NFC ist sehr vielfältig und weit verbreitet. RFID wird u.a. für folgende Einsatzgebiete verwendet: 

  • Fahrzeugidentifikation
  • Logistik
  • EC/Kreditkarten
  • Personalausweise/Reisepässe
  • Identifizierung von Tieren
  • Textilien und Bekleidung
  • Zugangskontrollen

Diese Bereiche unterteilen sich um viele weitere Teilgebiete und Kategorien.

Generell betrachtet man jedoch die Logistik als den Schwerpunkt der Einsatzgebiete.

Viele Institutionen erhoffen sich zudem eine bessere Überwachung im Personen- und Warenverkehr. Der technische Aufwand und die Kosten in Sachen RFID-Seite sind dabei relativ überschaubar. Was bei dieser Technik jedoch verloren geht ist wie so oft das Thema Datenschutz, bzw. Datensicherheit.

RFID/NFC in der Kritik

Ein RFID-Kennzeichen ist im Grunde ein offenes, lesbares Kennzeichen. Nicht umsonst wird im Zusammenhang mit Bedenken zu RFID-Chips oftmals von sogenannten „Spychips“ gesprochen. Beispielsweise lassen sich NFC-Kreditkarten vieler Banken ganz einfach per App auslesen! Diverse Geldkarten mit einer berührungslosen Bezahloption (NFC) können nicht „nur“ von Händlern und Werbetreibenden, sondern auch von Kriminellen ausgelesen werden.

So können diese einfach per Funk die Kartennummer und das Verfallsdatum einer Kreditkarte auslesen. Das Schlimme daran ist, dass das Ganze geschieht, ohne dass es der Eigentümer bemerkt. Hierzu muss sich das mobile Endgerät in der Regel in unmittelbarer Nähe der Karte befinden. Allerdings gibt es auch Lesegeräte, welche mit Reichweiten bis zu 20 Metern zurechtkommen. Mit geeigneten Geräten lassen sich sensible Daten so per Funk auch über größere Reichweiten unbemerkt auslesen und teilweise sogar manipulieren.

Auch können Daten beispielsweise zur Erhebung von Bewegungsprofilen oder Kaufverhalten missbraucht werden. Wer bei seinem Bewegungs- und Kaufverhalten nicht ständig überwacht werden möchte und sich vor dem Ausspähen seiner sensiblen Bankdaten schützen möchte, der

greift in der Regel zu Hilfsmitteln wie Alufolie und Co. Diese sogenannten Hilfsmittel tragen jedoch weniger der Abschirmung, dafür mehr der Unbequemlichkeit bei.

In Deutschland rüsten viele Banken neue EC-Karten sowie Kreditkarten automatisch mit NFC-Chips aus, ohne ihre Kunden über die Risiken ausreichend zu informieren. Bankkartenbesitzer erkennen die NFC-Funktion an den entsprechenden Logos auf ihrer Bank- oder Kreditkarte. Zum Beispiel: girogo, paypass (Mastercard) oder paywave (VISA). Oftmals ist die Funktion auch anhand von Wellensymbolen zu erkennen.

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